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KAPITEL 12

Penulis: Natalie May
last update Tanggal publikasi: 2026-11-03 09:27:30

ADRIAN

Den ganzen Abend ertappte ich mich dabei, Valentina aus dem Augenwinkel heraus zu beobachten. Sie versuchte zu lächeln und ihre Rolle zu spielen, aber ihr Körper verriet sie. Während unseres ersten Tanzes hatte sie in meinen Händen gezittert wie ein Blatt im Wind, und diese Erinnerung hing mir noch jetzt nach, fest zusammengerollt im Hinterkopf. Diese Reaktion verhieß nichts Gutes für das, was uns heute Nacht erwartete.

Später, nach einem Tanz mit meinem Vater, schlich sie sich in hast
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  • Verheiratet mit der Gefahr   KAPITEL 14

    Ich starrte auf das Messer in Adrians Hand, und mein Magen zog sich zusammen, aber ich zwang mich, nicht zusammenzucken. Stattdessen nickte ich leicht und drehte mich um, während ich mein Haar über eine Schulter strich, damit es nicht im Weg war. Die kühle Luft des Raumes traf meinen Nacken, wo die Spitze an meiner Haut klebte. Ich stand da, das Herz hämmerte mir in der Brust, und wartete. Die Klinge hatte mich noch nicht einmal berührt, aber allein das Bewusstsein dafür reichte aus, um mir einen Schauer über den Rücken zu jagen. Mein Hals fühlte sich ungeschützt und verletzlich an. Ich dachte daran, wie leicht er sich vorbeugen und seinen Mund auf meine Haut pressen könnte, um einen Abdruck zu hinterlassen, der jedem verraten würde, dass ich zu ihm gehörte. Der Gedanke ließ meinen Puls noch schneller rasen – nicht nur vor Angst, sondern wegen etwas anderem, das ich nicht benennen wollte. In diesem Moment wurde mir klar, wie seltsam es war, dass ich mir vor heute Abend ausgemalt ha

  • Verheiratet mit der Gefahr   KAPITEL 13

    ADRIAN Ricos Onkel, die wie ich Underbosses waren, brachen als Erste die unausgesprochene Grenze. Ich hatte sie noch nie gemocht, und jetzt, wo ihre dröhnenden Stimmen die Musik übertönten, konnte ich sie erst recht nicht leiden. „Bettet sie!“, rief der eine, laut genug, dass es jeder hören konnte. Gelächter und Applaus folgten, und bald stimmten andere ein, bis es ein einziger Männerchor wurde, der skandierte: Bettet sie! Bettet sie! Valentina und ich standen mit ihren Eltern und meiner Schwester zusammen, und ich spürte, wie sie sich neben mir anspannte. Sie klammerte sich ein bisschen zu fest an ihr Weinglas, und ihr Lächeln geriet ins Wanken, während sie versuchte, sich nichts anmerken zu lassen. Als ihr Blick zu Gemma huschte, drückte meine Schwester sie beruhigend und schloss mich dann in eine schnelle Umarmung. „Bring mich nicht dazu, dir in den Hintern zu treten, großer Bruder“, murmelte Gemma mit einem Grinsen, das nur ich sehen konnte. „Sei gut zu dem Mädchen. Sie ist s

  • Verheiratet mit der Gefahr   KAPITEL 12

    ADRIAN Den ganzen Abend ertappte ich mich dabei, Valentina aus dem Augenwinkel heraus zu beobachten. Sie versuchte zu lächeln und ihre Rolle zu spielen, aber ihr Körper verriet sie. Während unseres ersten Tanzes hatte sie in meinen Händen gezittert wie ein Blatt im Wind, und diese Erinnerung hing mir noch jetzt nach, fest zusammengerollt im Hinterkopf. Diese Reaktion verhieß nichts Gutes für das, was uns heute Nacht erwartete. Später, nach einem Tanz mit meinem Vater, schlich sie sich in hastigem Tempo aus dem Ballsaal, ihr Kleid hinter sich herziehend, als würde sie vor dem Tatort fliehen. Auch mein Vater hatte es bemerkt. Er nahm seinen Stock von einem seiner Männer und kam auf mich zu. Sein Gesichtsausdruck war undurchschaubar. „Würdest du uns für einen Moment entschuldigen, Rico?“, fragte Vater höflich. Rico zog eine Augenbraue hoch, drängte aber nicht weiter. „Ich tanze mit Isla.“ Mit einem kurzen Nicken überquerte er den Raum auf seine Frau zu und ließ Vater und mich allein

  • Verheiratet mit der Gefahr   KAPITEL 11

    Als der Tanz zu Ende war, wollte ich nichts lieber als in irgendeiner ruhigen Ecke verschwinden, wo mich niemand bemerkte. Mein Kopf drehte sich, meine Brust war wie zugeschnürt, und das Lächeln auf meinem Gesicht fühlte sich an, als wäre es hineingemeißelt worden. Doch bevor ich mich davonsstehlen konnte, humpelte Adrians Vater auf mich zu und stützte sich schwer auf seinen Stock.Ich setzte wieder ein höfliches Lächeln auf, während Marco mir noch einmal kurz die Hand drückte und in der Menge verschwand.„Werdest du diesem alten Mann die Ehre geben, mit der Braut zu tanzen?“, fragte Mr. De Luca, und seine tiefe Stimme strahlte sowohl Autorität als auch Wärme aus.Ich machte eine kleine Verbeugung und senkte respektvoll den Blick. „Natürlich, Mr. De Luca.“„Ernesto“, korrigierte er sanft, während ein schwaches Lächeln seine Lippen umspielte. „Wir sind jetzt Familie, Valentina. Nenn mich Ernesto.“Das Wort Familie traf mich völlig unvorbereitet. Ich nickte schnell, obwohl sich meine Ke

  • Verheiratet mit der Gefahr   KAPITEL 10

    Als das Abendessen zu Ende ging, war ich so angespannt, dass ich dachte, ich müsste mich übergeben. Als Adrian sich erhob und mir für den ersten Tanz seine Hand reichte, bewegte sich mein Körper aus purem Instinkt, aber innerlich war ich wie leergefegt. Die Blicke der Gäste folgten uns, als er mich in die Mitte des Ballsaals führte. Hundert Gesichter, die alle darauf warteten, wie sich das neue Brautpaar schlagen würde.Mein Lächeln saß, künstlich und perfekt, so wie es mir meine Mutter seit meiner Kindheit eingetrichtert hatte. Lächle, egal was passiert. Lächle, selbst wenn deine Welt in Trümmern liegt.Adrians Hand legte sich fest auf meine Taille und führte mich mit müheloser Kontrolle über das Parkett. Er war größer, breiter und in jeder Hinsicht mächtiger als ich, und dieser Unterschied zeigte sich selbst beim Tanzen. Wären wir ein echtes Paar gewesen, hätte ich mich vielleicht entspannen, mich an ihn lehnen und meine Wange an seine Brust legen können. Aber das waren wir nicht. W

  • Verheiratet mit der Gefahr   KAPITEL 9

    Seine Stimme war so kalt, dass ich zusammenzuckte. Die Missbilligung in seinem Ton ließ keinen Raum für Fragen, und meine Brust zog sich zusammen, bevor ich überhaupt an eine Erwiderung denken konnte.Dazu kam ich ohnehin nicht. Meine Eltern waren bereits auf uns zugekommen, beide ein strahlendes, stolzes Lächeln für die Menge auf den Lippen.„Sie haben nicht zu den Blumen in meinem Strauß gepasst“, sagte ich schnell, meine Ausrede sprudelte heraus, bevor ich den Mut verlor.Es entsprach der Wahrheit. Ich hatte mich wochenlang mit Mutter gestritten, weil ich stattdessen verschiedene bunte Blumen in meinem Strauß haben wollte statt der langweiligen weißen, die sie sich eingebildet hatte, dazu Blumen im Haar. Sie hatte gesagt, die seien nicht elegant genug, sie ließen mich aussehen wie ein Kind, das sich verkleidet hatte. Vater hatte schließlich wie so oft eingegriffen und ihr gesagt, sie solle mir meinen Willen lassen. In dem Moment hatte es sich wie ein Sieg angefühlt. Doch hier und j

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