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Vom Biest Gekauft
Vom Biest Gekauft
Penulis: Romance Addict

Kapitel 1: Der Auktionsblock

Penulis: Romance Addict
last update Tanggal publikasi: 2026-07-23 04:01:43

Der Champagner war teuer, das Kleid geliehen, und ich stand kurz davor, an den Höchstbietenden verkauft zu werden.

Meine Mutter pflegte zu sagen, dass der Wert einer Frau nicht von Männern mit Geld gemessen werden kann. Sie ist vor sechs Monaten gestorben. Anscheinend waren die Männer mit Geld in dieser Halle anderer Meinung.

"Los siebzehn." Die Stimme des Auktionsleiters dröhnte durch die unterirdische Halle. "Rielle Morven. Dreiundzwanzig Jahre alt. Ungebunden. Blutlinie verifiziert."

Das Scheinwerferlicht traf mich und verwandelte meine Haut unter dem grellen Licht in Porzellan. Das schwarze Kleid, in das man mich gepresst hatte, schmiegte sich an jede Kurve und bedeckte kaum das Nötigste. Sie wollten, dass wir verzweifelt aussahen. Verfügbar. Bereit, besessen zu werden.

Und ich war verzweifelt. Nur nicht aus den Gründen, die irgendjemand hier vermuten würde.

Jenseits des Lichts atmete die Dunkelheit von Reichtum und Macht. Alphas und Adlige versammelten sich im Schatten, ihre Augen glänzten, während sie die Ware begutachteten.

Mich.

"Das Gebot beginnt bei fünfzigtausend", fuhr der Auktionsleiter fort.

Ein Bieterschild hob sich im hinteren Teil. Dann noch eins.

Ich suchte die Menge ab, schaute nicht auf die Bieter. Schaute an ihnen vorbei. Suchte nach dem einen Gesicht, das zählte. Dem einen Alpha, der vor drei Wochen mein Gesicht in seine Hände genommen und geschworen hatte, mich hier herauszuholen.

Kieran.

Mein Freund seit zwei Jahren. Der Mann, dem ich alles gegeben hatte... mein Vertrauen, meine Zeit, meinen Körper in einer Nacht, in der er von Ewigkeit flüsterte und ich töricht genug war, ihm zu glauben. Der Mann, der vor drei Wochen verstummte, genau als sein Vater diese Auktion arrangierte und mein Name auf der Liste erschien.

"Einhunderttausend", rief jemand.

Ich suchte die Dunkelheit ab. Nichts.

"Einhundertfünfzig."

Die Gebote stiegen, und mit jedem einzelnen wurde etwas in mir still. Kieran kam nicht. Vielleicht hatte er es nie vor gehabt.

Ich war völlig allein.

"Zweihunderttausend."

Die neue Stimme kam aus der fernsten Ecke des Raumes und traf die Luft wie ein Riss im Stein. Tief. Rau. Falsch.

Die Menge wurde still. Nicht leise. Still.

Ich drehte mich zu der Stimme um.

Ein Mann stand im tiefsten Schatten der hintersten Ecke, halb verborgen, als würde die Dunkelheit selbst Platz für ihn machen. Selbst quer durch die Halle konnte ich sehen, dass er massiv war... mindestens ein Meter fünfundneunzig groß, mit Schultern, die Türrahmen zersplittern lassen könnten. Die Luft um ihn herum schmeckte nach Kupfer. Wie der Moment, bevor Blut auf den Boden trifft.

Er trat ins Licht.

Kein Alpha.

Ich kannte Alphas. Ich war unter ihnen aufgewachsen, war mit einem zusammen. Ich kannte die Art und Weise, wie sich ihre Dominanz gegen einen Raum drückte wie eine Hand gegen ein Fenster.

Das hier war etwas völlig anderes.

Seine Augen waren silbern. Nicht das blasse Grau von Werwölfen... reines flüssiges Silber, wie geschmolzenes Metall, das noch nicht ganz abgekühlt war. Sein Gesicht bestand nur aus scharfen Winkeln und brutaler Schönheit. Er trug einen Anzug, der wahrscheinlich mehr kostete als das Jahresgehalt der meisten Menschen, maßgeschneidert um einen Körper, der für Zerstörung gebaut war, nicht für Show.

Und er sah mich an... nicht das Kleid, nicht die Haut, die das Kleid enthüllte. Mich. Als hätte er gewartet.

"Zweihundertfünfzig", konterte ein anderer Bieter und versuchte, selbstbewusst zu klingen.

Die Lippen des silbergrauen Mannes verzogen sich. Es war kein Lächeln, es war eine Formalität.

"Fünf Millionen."

Der Raum explodierte.

"Sir, ich glaube nicht..."

"Fünf. Millionen." Seine Stimme schnitt wie eine Klinge durch das Chaos. Er war nicht wütend, er war sich einfach absolut sicher.

Etwas legte sich über sein Gesicht... eine totale Endgültigkeit, die weder eine Entscheidung noch ein Interesse war. Es war der Ausdruck eines Mannes, der diesen Kauf getätigt hatte, lange bevor er überhaupt den Raum betreten hatte.

"Letztes Angebot. Sonst noch jemand?"

Stille fiel wie eine Guillotine.

Der Auktionsleiter stammelte. "V... v... verkauft. Los siebzehn an... an..."

"Caspian Valdyr." Er sprach seinen eigenen Namen aus, als würde er jemandem eine geladene Waffe überreichen. "Sagen Sie ihr, sie soll zu mir kommen."

Meine Beine trugen mich die Stufen der Plattform hinunter, bevor mein Gehirn Einspruch erheben konnte, auf diesen Mann zu, der mich gerade gekauft hatte, als wäre ich etwas in einem Regal.

Aus der Nähe traf mich sein Geruch zuerst. Rauch und gealterter Whiskey und etwas darunter, für das ich keinen Namen hatte. Etwas, das meine Wölfin dazu brachte, sich gegen die Innenseite meiner Rippen zu drücken und zu winseln.

Sie hatte keine Angst.

Sie erkannte ihn.

"Du bist kein Werwolf", sagte ich. Meine Stimme zitterte, und ich hasste es.

Etwas flackerte in seinem Gesichtsausdruck auf. Er war nicht überrascht. Es war, als hätte er genau auf diese Worte gewartet.

"Nein." Seine Hand bewegte sich, und bevor ich zurücktreten konnte, lagen seine Finger unter meinem Kinn und kippten mein Gesicht nach oben. Die Berührung war präzise... nicht grob, aber absolut. "Ich bin eher das, worüber sich Werwölfe Geschichten erzählen", sagte er leise. "Das Ding in der Dunkelheit, vor dem sie ihre Kinder warnen, es niemals zu erwähnen."

Sein Daumen legte sich an die Kante meines Kiefers.

"Ich weiß, was du bist, Rielle. Ich kenne dich besser, als du dich selbst kennst."

"Ich gehöre dir nicht..."

"Du gehörst mir." Keine Aggression. Keine erhobene Stimme. Nur eine Feststellung, die mit derselben Gewissheit vorgebracht wurde wie die Schwerkraft. "Und du gehörst mir schon länger, als du ahnst."

"Du bist verrückt."

"Wahrscheinlich." Er ließ mein Kinn los und legte seine Hand auf meinen unteren Rücken. Die Hitze brannte durch den dünnen Stoff. "Aber ich bin auch das Einzige, das zwischen dir und einem Dutzend Alphas steht, die dich vor Sonnenaufgang gebrochen hätten. Also kommst du heute Abend mit mir. Und du bleibst am Leben. Das ist alles."

Er war gefährlich, möglicherweise verrückt und definitiv nichts, was ich verstand.

Aber ohne ihn würde ich heute Abend in das Bett irgendeines Alphas geschleift und benutzt werden, bis etwas in mir aufhörte zu funktionieren. Zumindest hatte ich mit Caspian Valdyr etwas, das ich vor zehn Minuten noch nicht gehabt hatte.

Eine Variable, die ich nicht vorhersehen konnte.

"Schön", sagte ich. "Aber wenn du denkst..."

"Ich denke nicht." Er nahm meine Hand. "Ich weiß. Und jetzt geh mit mir, bevor ich aufhöre, höflich zu sein."

Er führte mich durch die Menge, die sich wie Wasser vor einem Schiff teilte. Niemand sprach. Niemand bewegte sich. Sie traten einfach zur Seite und ließen uns passieren.

Wir waren auf dem halben Weg zum Ausgang, als sich uns jemand in den Weg stellte.

Kieran.

Er sah furchtbar aus. Blass, der Kragen von Schweiss durchtränkt, seine Augen wild vor etwas, das zwischen Schuldgefühl und Panik gefangen war.

"Rielle, warte..."

"Geh aus dem Weg." Caspians Stimme sank in eine Tonlage, die meine Zähne vibrieren ließ.

"Ich kann es erklären. Mein Vater hat mich gezwungen. Ich wollte nicht..."

"Geh aus dem Weg."

"Sie ist meine Freundin..."

"War es." Das Wort kam aus meinem Mund, bevor ich wusste, dass es kam. "Ich war deine Freundin. Bis zu dem Moment, als du zugelassen hast, dass dein Vater mich verkauft, um deine Spielschulden zu bezahlen."

Er zuckte zurück. Und für eine Sekunde sah ich deutlich das, was ich zwei Jahre lang geweigert hatte zu sehen. Er war schwach. Nicht grausam, nicht böse. Nur schwach. Die Art von Schwäche, die zugetraut, dass furchtbare Dinge geschehen, weil sie zu stoppen bedeuten würde, jemand zu werden, für den er nicht das Rückgrat hatte.

"Es tut mir leid. Ich werde das in Ordnung bringen. Ich hole dich zurück..."

Caspian bewegte sich schneller als ein Gedanke.

In einem Moment stand Kieran noch. Im nächsten war er gegen die Wand gepresst, Caspians Hand um seinen Hals, die Füße baumelten in der Luft.

"Sie gehört nicht dir, um sie zurückzuholen." Caspians Tonfall blieb plauschend. "Sie gehört jetzt mir. Gekauft. Bezahlt. Und wenn du dich ihr jemals wieder näherst..." Sein Griff verengte sich. Kieran würgte. "...werde ich dafür sorgen, dass dein Vater das, was von dir übrig ist, in einer sehr kleinen Kiste erhält. Nicke, wenn du verstehst."

Kieran nickte hektisch, sein Gesicht wurde purpurrot.

Caspian ließ ihn fallen. Kieran schlug auf dem Boden auf und blieb dort liegen, nach Luft ringend.

Dann drehte sich Caspian wieder zu mir um und rückte seine Manschette zurecht.

"Bereit?"

Ich starrte ihn an... diesen Mann, der fünf Millionen für mich ausgegeben, Mord angedroht hatte, ohne seine Stimme zu erheben, und mich nun fragte, ob ich bereit war, als würden wir eine Abendgesellschaft verlassen.

"Wer bist du?"

Etwas verschob sich hinter seinen Augen, etwas fast Müdes.

"Frag mich noch einmal, wenn du bereit für die Antwort bist. Fürs Erste bin ich der Mann, der dich am Leben hält. Das wird reichen müssen."

Er bot mir seine Hand an.

Ich nahm sie, und wir traten gemeinsam nach draußen.

Die Nachtluft traf mich wie kaltes Wasser. Ein schwarzer SUV wartete am Bordstein, die Tür bereits geöffnet.

Ich stieg ein. Nicht, weil er es mir gesagt hatte, sondern weil jeder andere Weg zurück zur Auktion führte.

Caspian glitt neben mich. Die Tür schloss sich.

Sein Arm kam auf der Rückenlehne hinter mir zum Liegen. Nicht um mich herum, er berührte mich nicht. Er war einfach da.

Für einen langen Moment sprach keiner von uns.

Dann drehte sich sein Kopf zu mir, und im wechselnden Straßenlicht fanden seine silbernen Augen die meinen.

"Sag mir, Rielle." Seine Stimme war leise, intim. "Wie lange ist es her, dass dir irgendjemand das Gefühl gegeben hat, sicher zu sein?"

Ich antwortete nicht.

Und ich antwortete nicht, weil ich nach der Erinnerung suchte und sie nicht finden konnte. Ich griff zurück durch zwei Jahre mit Kieran, durch die Monate der Krankheit meiner Mutter, durch die Jahre davor, und kam mit leeren Händen zurück. Sicher war ein Wort, dessen Definition ich kannte, das ich aber nicht mit einer Erinnerung verbinden konnte.

Die Stille dehnte sich aus. Ein Muskel in seinem Kiefer spannte sich an.

"So lange also", sagte er leise. Dieser Mann machte kein Spiel mit mir, er war einfach jemand, der bereits eine Entscheidung traf, von der er nicht mehr zurücktreten würde.

Dann wanderte seine Hand auf meinen Oberschenkel. Schwer. Warm. Präsent.

Ich hätte sie wegstoßen sollen.

Aber ich ließ sie liegen.

Draußen verschwanden die Lichter der Stadt, und die Straße erstreckte sich in die Dunkelheit.

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