LOGINDie Stille im inneren Heiligtum war absolut, nur unterbrochen vom Geräusch zwanziger gepanzerter Männer, die nach Luft rangen, die sie nicht in ihre Lungen ziehen konnten.Ihre Gewehre lagen auf dem Marmorboden verstreut, die inneren Mechanismen durch den Druck ruiniert.Der Kommandant lag auf Händen und Knien am Anfang des Ganges, seine Stahlmaske auf den kalten Stein gepresst, seine Schultern hoben und senkten sich schwer, während er gegen das Gewicht meiner Blutlinie ankämpfte, das auf seinen Rücken drückte.Meine Hand war immer noch erhoben.Meine linke Handfläche brannte dort, wo die Narbe aufgerissen war, aber der schwere Silberanhänger auf meiner Brust fühlte sich warm, fest und absolut an.Caspian verschwendete keinen Herzschlag.Er trat an mir vorbei, sein schweres Breitschwert schwang in einem sauberen, brutalen Bogen, der den Eisenschild des Kommandanten zerschmetterte. Bevor der M
In dem Moment, in dem mein Blut der Ersten Mondin den schwarzen Obsidian berührte, trank der kalte Stein es auf.Es tröpfelte nicht und bildete keine Lache. Die Tafel saugte jeden Tropfen auf, bis die gemeißelten Linien des Clanzeichens meiner Mutter die Farbe von tiefem, nassem Eisen annahmen.Ein tiefes, schweres Dröhnen stieg aus dem Fundament unter unseren Stiefeln auf. Es war kein Zauber... es fühlte sich an wie eine tiefe, schlafende Lunge, die nach dreißig Jahren ihren ersten echten Atemzug holte. Der Stein unter uns erzitterte und schickte eine Vibration direkt durch die Sohlen meiner Stiefel hinauf in meine Zähne.Caspians Arme zogen sich um meine Taille fest, zogen mich zurück an seine nackte, harte Brust. Seine Hitze hüllte mich ein, fest und beschützend, während sein Kinn auf meiner Schulter ruhte und seine silbernen Augen den Altar beobachteten."Sieh hin, meine Liebe", flüsterte Caspian in mein Ohr, seine Stimme schwer vor Stolz. "Er kennt dich."Dann brach die Obsidiant
Der Geruch von brennendem Kiefernholz und geschmolzenem Stein traf uns, noch bevor wir den hohen Grat überquerten.Wir erreichten den letzten Felsvorsprung und traten direkt in einen Albtraum.Der Tempel der Ersten Mondin... ein Heiligtum aus weißem Granit, vor Tausenden von Jahren in den lebenden Felsen des Berges gehauen... stand in Flammen.Uralte BergEschen, gepflanzt von den Vorfahren meiner Mutter, brannten wie massive Fackeln um den Platz. Rauch stieg in schweren schwarzen Wolken in den gefrierenden Himmel, blendend und erstickend.Dravens schwere Infanterie war bereits auf den Stufen des inneren Heiligtums.Zwanzig Wachen in dunkelgrauer Rüstung standen in Formation, während zwei schwere Vorschlaghammer-Teams gegen die alten Eisentüren des Tempels hämmerten.Wumm. Wumm.Jeder Schlag hallte wie eine Totenglocke über den Gipfel und erschütterte das Fundament unter meinen Stiefeln.
Das Pergament knitterte in Caspians Faust, das Geräusch scharf wie ein brechender Knochen in dem stillen Raum.Der Blackwood-Gipfel... der Ort, an dem meine Mutter vor dreißig Jahren das alte Siegel ihrer Familie versteckt hatte, als sie vor genau den Monstern floh, die es jetzt aus der kalten Erde zu graben versuchten."Er weiß es", flüsterte ich, die Wolfsfelle um meine Schultern gewickelt, während ich aufstand. Meine Füße waren nackt auf dem Stein, aber ich spürte die Kälte kaum. "Draven weiß von dem Erbe meiner Mutter. Er weiß, was das Siegel der Ersten Mondin tun kann.""Er weiß, dass die nördlichen Rudel deinem Ruf folgen werden statt seinem, wenn du dieses Siegel beanspruchst", sagte Ezra, seine Stimme grimmig. "Der Rat ist im Moment gespalten. Die Hälfte von ihnen folgt Draven aus Angst, aber wenn ein wahrer Blutlinien-Erbe mit dem Ahnensiegel auftaucht... bricht sein Putsch zusammen."Caspian trat zwischen mich und die anderen, sein breiter, nackter Rücken eine Wand aus massi
Seine Hand unter meinem Shirt war ein Glutofen.Die breite Handfläche lag flach auf meinem Bauch, die Finger weit gespreizt, und sein Daumen zog einen schweren, gefährlichen Kreis über meine Haut, der mir Schauer direkt in den Unterleib jagte.Caspian ragte über mir auf dem Bett aus dicken Wolfsfellen auf, seine Brust hob und senkte sich schwer, seine nackten Schultern verdeckten mir den Steinraum, das Feuerlicht und das Blut, das auf dem Boden trocknete.Er sah auf mich herab, mit silbernen Augen, so dunkel wie Sturmwolken vor dem Einschlag."Antworte mir, süßes Mädchen", schnurrte er, seine Stimme sank in ein tiefes, grollendes Vibrieren, das durch meine Rippen schwang. "Was kann dieses Blut von dir noch?""Ich weiß es nicht", flüsterte ich, und meine Hände griffen nach seinen mächtigen Oberarmen. Seine Haut war schweißfeucht, die harten Muskeln darunter zitterten vor Anstrengung, wei
Caspians Hand klammerte sich mit so viel Kraft um meinen Knöchel, dass der Knochen schmerzte.Er kniete auf dem blutverschmierten Boden, seine nackte Brust hob und senkte sich schwer, sein dunkles Haar war schweißnass. Der Laut dieses alten Horns schrie immer noch durch die Höhle, ein schreckliches, hohes Wehklagen, das meinen eigenen Kopf hämmern ließ.Und weil mein Blut der Ersten Mondin durch Caspians Adern floss, traf der Klang sein Herz wie eine Peitsche und ließ seine Haut blass und kalt werden.Dennoch ließ er mich nicht los."Tu es nicht", krächzte Caspian, seine Stimme rau, während er die Worte tief aus seiner Brust heraufzog. "Tu keinen einzigen Schritt auf ihn zu, Rielle.""Er bringt dich um", schluchzte ich und versuchte, meinen Fuß frei zu bekommen, damit ich mich zwischen ihn und das Horn stellen konnte. "Caspian, bitte, sein Horn reißt an deinem Herzen!"Gideon stand im zerstörten Türrahmen, das schwarze Knochenhorn an seine Lippen gepresst, seine gelben Augen glühten v







