ログインLyka stand langsam auf und klopfte mit zitternden Händen den Schmutz von ihrem ruinierten silbernen Kleid. Victoria, die gerade gehen wollte, machte keinerlei Anstalten, ihr zu helfen, was Lykas finstere Miene nur noch vertiefte.„Ich kenne dich nicht, und plötzlich willst du mir helfen? Das ist noch verdächtiger“, sagte Lyka kalt. „Woher soll ich wissen, dass du nicht eine Doppelagentin bist? Diese Schlampe scheint hier schon mit jedem befreundet zu sein.“Victoria grinste spöttisch und schwenkte den Wein in ihrem Glas. „Geh und zieh dich um. Wenn du noch ein paar Minuten so aussiehst, wirst du meine Absichten schon verstehen. Aber im Moment bist du dreckig und ziemlich unangenehm anzusehen.“ Sie nahm einen zarten Schluck und stolzierte davon, ohne ein weiteres Wort.Lyka ballte die Fäuste so fest, dass sich ihre Nägel in die Handflächen gruben. Noch nie in ihrem Leben war sie so gedemütigt worden – und das alles wegen dieser Schlampe.Kurz darauf betrat eine Dienerin den Garten mit
Myra, die Bria leise im Schatten des Gartens getröstet hatte, erschrak, als sie ihren Namen hörte. Sowohl sie als auch Bria hoben den Kopf und blickten der sich nähernden Gestalt entgegen. Die Stimme der Frau kam ihnen bekannt vor, doch durch die Maske und das schwache Mondlicht konnten sie sie nicht sofort zuordnen.„Wer bist du?“, fragte Myra vorsichtig.Lyka machte sich nicht die Mühe zu antworten. Sie stürmte vorwärts und packte die rothaarige Frau am Arm, drehte sie grob herum. In dem Moment, als Lyka das maskierte Gesicht klar erkannte, zitterte ihre Hand leicht. Dann fing sie sich wieder und stieß ein kaltes, spöttisches Lachen aus.„Du bist es wirklich“, zischte Lyka. „Die ganze Zeit dachte ich, du wärst tot oder würdest irgendwo verrotten, und hier bist du – versteckst dich wie ein Parasit in der Villa des Lycan-Königs. Du bist ganz schön zu einer intriganten, hinterhältigen kleinen Schlampe geworden, oder?“Lykas Griff um Myras Handgelenk wurde schmerzhaft fest. Myra wehrte
Myras Herz machte fast einen Sprung aus ihrer Brust, als Bria plötzlich hart auf die Bremse trat. Das Auto ruckte scharf nach vorne. Bevor Myra fragen konnte, was los sei, bemerkte sie die Tränen, die über Brias Gesicht strömten.„Hey, hey, hey… was ist los?“, fragte Myra sanft und umfasste Brias tränennasses Gesicht mit beiden Händen, wischte die Tränen mit den Daumen weg.Bria brach vollkommen zusammen, ihre Schultern bebten. „Ich habe ihn gesehen… ich habe diesen Bastard mit einer anderen Frau gesehen. Mein Herz… es tut so weh.“„Es ist okay. Es ist okay“, beruhigte Myra sie und zog sie in eine feste Umarmung über die Mittelkonsole hinweg. „Weine nicht wegen so einem Dreckskerl. Dein Geburtstag steht bald an. Du wirst deinen Gefährten finden, und alles wird gut werden. Das verspreche ich.“Bria schniefte laut und versuchte, sich zusammenzureißen. „Es tut mir leid… mein Make-up ist jetzt total verschmiert.“ Sie wühlte in ihrer Tasche, zog ein Taschentuch heraus und säuberte schnell
Myra wachte auf, nachdem sie gefühlt stundenlang geschlafen hatte. Sie streckte vorsichtig die Arme, ihr Körper schmerzte an den intimsten Stellen. Es dauerte mehrere Momente, bis ihre Augen endlich flatternd aufgingen. Sie war nicht mehr in Matteos Zimmer. Ein scharfer Stich der Enttäuschung zog sich durch ihre Brust. Sie setzte sich langsam auf, zuckte bei dem wunden Gefühl zwischen ihren Schenkeln zusammen und blickte sich in ihrem eigenen Schlafzimmer um.Ihr Blick fiel auf eine elegante Schachtel, die nahe der Kommode stand, begleitet von einer handgeschriebenen Karte. Neugierig hob sie sie auf. Die kräftige, aggressive Handschrift war unverkennbar Matteos:„Es passt dir perfekt.“Ihr Herz flatterte trotz allem. Was war sein Ziel? Sie hatte versprochen, am Lunar Ball teilzunehmen, und sie würde dieses Versprechen halten, egal wie schmerzhaft es werden mochte. Amelia versuchte, in ihrem Kopf zu sprechen, doch Myra schloss sie vollständig aus und weigerte sich, nach dem Verrat auf
Myras Augen flatterten auf, ihr Körper fühlte sich schwer und gesättigt an. Eine große, warme Hand lag besitzergreifend auf ihrer Taille und hielt sie eng an eine harte, muskulöse Brust gedrückt. Die Erinnerungen an die vergangene Nacht überschwemmten sie – die Hitze, die endlose Lust, wie sie gebettelt und ihn immer wieder „Gefährte“ genannt hatte. Ihr Gesicht brannte vor Scham.Dieser Mann… war ihr Gefährte?Die Erkenntnis traf sie wie ein Blitz. Sie lebte seit über einem Monat in dieser Villa, völlig ahnungslos. Alle hatten es vor ihr verborgen, sogar ihr eigener Wolf, Amelia. Eine Welle aus Verrat, Herzschmerz und Verwirrung brach über sie herein. Wut brodelte unter der Oberfläche. Sie versuchte, sich loszumachen, doch Matteos Arm schloss sich fester um sie, sein Gesicht vergrub sich tiefer in ihrer Halsbeuge, während er ihren Duft einatmete.Zu wissen, dass dieser mächtige Mann rechtmäßig ihr gehörte, machte sie auf seltsame Weise glücklich, doch tiefe Angst blieb zurück. Aiden h
Myras Herz hämmerte wild in ihrer Brust, als sie Matteos intensivem Blick begegnete. „Eure Majestät… willkommen zu Hause“, flüsterte sie heiser und verbeugte sich leicht. Ihre Stimme war trocken, ihr Körper brannte innerlich. Etwas stimmte ganz und gar nicht. Hitze flutete ihre Adern wie flüssiges Feuer. Sie taumelte, ihre Knie gaben nach, und ihre Sicht verschwamm. Ihre Augen flackerten schnell zwischen leuchtendem Grün und glühendem Bernstein hin und her.Matteo sog scharf die Luft ein. Der dicke, süße Duft ihrer Erregung traf ihn wie eine Droge. Er stürzte vorwärts und fing sie auf, kurz bevor sie zusammenbrach. „Myra… hey, bleib bei mir.“In dem Moment, als seine Arme sie umschlangen, explodierten Myras Sinne. Er roch so gut – männlich, mächtig, berauschend. Sie warf die Arme um seinen Hals und presste ihren brennenden Körper verzweifelt gegen seinen festen Leib, auf der Suche nach Erleichterung.Matteos Kiefer spannte sich an. Er wusste genau, was das war: die Hitze des Vollmonds







