Die Heilerin und der Alpha König

Die Heilerin und der Alpha König

last updateTerakhir Diperbarui : 2026-11-05
Oleh:  J. C. VeyraBaru saja diperbarui
Bahasa: Deutsch
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Sie rettet Leben – er herrscht über Tod und Macht. Als begabte Heilerin in einer modernen Welt der Werwölfe ist sie es gewohnt, autonom zu arbeiten und sich jedem zu widersetzen, der ihre Patienten gefährdet. Doch als der skrupellose und mächtige Alpha-König in ihr Leben tritt, wird alles auf den Kopf gestellt. Gefangen zwischen dem unerbittlichen Sog des Gefährten-Bandes, tödlichen Hofintrigen und seiner dunklen, besitzergreifenden Kontrolle muss sie sich entscheiden: Wird sie sich seiner Macht beugen oder an seiner Seite als Königin über das gefährlichste Rudel des Reiches herrschen?

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Bab 1

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Kapitel 1

Das Neonlichtsummen der zentralen Notaufnahme für übernatürliche Notfälle in New Luxor war ein ständiger, nervenaufreibender Ton. Elenor strich mit einer sorgfältigen, professionellen Hand über das Display ihres Tablets, während sie die Monitorwerte der letzten Notfallpatientin überprüfte. Als leitende Trauma-Heilerin im Distrikt war sie es gewohnt, in Sekundenschnelle zu entscheiden, Leben zu retten und sich von den Gesetzen der herrschenden Rudel abzugrenzen. Ihre Hände waren steady, ihr Blick kühl und fokussiert. Sie brauchte keine Anweisungen von Alphas, und erst recht brauchte sie keine Einmischung in ihre Arbeit.

Sie blickte auf die Uhr an der Wand. Kurz nach Mitternacht. Die Gänge des High-End-Traktes waren ungewöhnlich still, abgeriegelt durch eine schwere Stahltür am Ende des Korridors. Irgendetwas lag in der Luft. Ein schwerer, elektrischer Druck, der die Luft im Raum förmlich knistern ließ.

Elenor ignorierte es, drehte sich um und griff nach ihrem Instrumentenwagen, um die chirurgischen Nadeln für die nächste Schicht aufzufüllen. Doch bevor sie die Schublade schließen konnte, veränderte sich die Frequenz des Raumes schlagartig.

Es war ein Duft, der alles andere verdrängte. Teurer, rauchiger Zigarrenrauch, kombiniert mit kaltem Zedernholz, teurem Gin und einer unverkennbaren, dominanten Wildheit, die sofort jede Faser ihres Körpers alarmierte. Es roch nach absoluter Macht. Nach Gefahr. Nach purem Alpha-Blut.

Die automatische Schiebetür des Behandlungszimmers glitt lautlos zur Seite.

Elenor hob den Kopf.

Da stand er. Caelen Vane. Der gefürchtete Alpha-König.

Er füllte den Raum allein durch seine Präsenz aus. Sein maßgeschneiderter, dunkelgrauer Designeranzug saß perfekt, das schwarze Seidenhemd darunter war am oberen Knopf geöffnet und gab den Blick auf gebräunte Haut und eine harte, definierte Brust frei. Seine dunklen Haare fielen ihm leicht in die Stirn, und seine Augen – ein durchdringendes, helles Gold – brannten mit einer Intensität, die Elenor den Atem abschnitt.

In dem Bruchteil einer Sekunde, in dem sich ihre Blicke trafen, geschah etwas Unerklärliches. Ein stechender, glühender Schmerz raste wie ein Blitz durch ihre Brust, tief in ihr Inneres. Das Gefährten-Band traf sie mit der Wucht eines Vorschlaghammers. Ihre Knie gaben unter dem plötzlichen, heftigen Druck fast nach, und sie musste sich mit beiden Händen an der Kante des Metalltisches festhalten, um nicht ins Wanken zu geraten.

Caelen bemerkte es sofort. Ein dunkles, triumphierendes Aufblitzen tanzte in seinen goldenen Augen, als er ihren Zustand registrierte. Seine Blicke musterten sie von den Stiefeln bis zu den Lippen – langsam, besitzergreifend und so intensiv, dass ihre Haut augenblicklich zu kribbeln begann.

„Du bist weit weg von deinem gewohnten Revier, Heilerin“, seine Stimme war ein tiefes, raues Timbre, das direkt in ihrem Unterleib nachhallte.

Elenor zwang sich trotz des pochenden Bandes in ihrer Brust dazu, aufrecht stehen zu bleiben. Sie hob das Kinn, ihre Züge maskiert von eiskalter Professionalität. Sie ließ sich nicht einschüchtern. Nicht von einem Titel, und erst recht nicht von einem Alpha, der dachte, er könne hier einmarschieren, wie es ihm gefiel.

„Das hier ist mein Revier, Eure Majestät“, erwiderte sie, und ihre Stimme klang deutlich ruhiger, als sich ihr aufgewühltes Inneres anfühlte. „Und um diese Uhrzeit nehme ich keine Patienten mehr an. Schon gar keine, die meinen Boden mit teurem Blut verschmutzen.“

Ein schmales, gefährliches Lächeln huschte über Caelens Lippen. Er machte einen langsamen, lautlosen Schritt auf sie zu, die Distanz zwischen ihnen mit raubtierhafter Eleganz verkürzend, bis die Hitze seines Körpers ihren Sicherheitsabstand durchbrach.

„Du hast Mut, Elenor“, flüsterte er direkt vor ihrem Gesicht, während seine Hand wie zufällig, aber zielbewusst ihren Arm streifte. Der Hauch seiner Berührung entfachte ein Feuer auf ihrer Haut, das sie fast den Verstand raubte. „Aber du wirst bald merken, dass dir dein Stolz nicht helfen wird, wenn ich erst einmal nehme, was mir gehört.“

Bevor sie auf diese Provokation reagieren konnte, flackerte das Neonlicht an der Decke wild auf und erlosch vollständig. Die automatischen Sicherheitsverriegelungen knallten mit einem lauten, mechanischen Ruck in ihre Schlösser, während draußen auf dem Gang die roten Notlichter angingen und der schrille Ton eines Systemalarms durch die Wände hallte.

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