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Unkontrollierbar

Author: Uche write
last update publish date: 2026-09-19 11:51:51

**Unkontrollierbar**

„Ich glaube, wir wurden bemerkt."

Die Stimme kam als Flüstern.

Sleeks Augen weiteten sich augenblicklich, und er drehte sich rasch zu der Gestalt um, die hinter ihm stand.

Die Frau wich schnell zurück und verbarg ihr Gesicht tiefer unter einem dunklen Kapuzenumhang aus dickem Wolfsfell, dessen silberne Säume im Mondlicht schwach glänzten.

Ihr Atem klang unregelmäßig und nervös.

Sleek öffnete den Mund, bereit, sie zu befragen:

Was meinte sie, und wer hatte sie bemerkt?

Warum war sie heute Nacht hierhergekommen?

Doch bevor die Worte seine Lippen verlassen konnten, hallten eilige Schritte laut durch den Flur, der zum Hof führte.

Die Frau versteifte sich sofort, und ohne ein weiteres Wort drehte sie sich um und verschwand in der Dunkelheit, ihr Umhang wehte hinter ihr her, während sie ihre Schritte beschleunigte.

Sleek stöhnte leise auf.

Sein Herz hämmerte wild, als er zurück zum Flur eilte, sich wiederholt über die Schulter umsah und immer schneller ging.

Zurück im Schattenrudel …

Klein saß auf der Bettkante, seine Haltung war steif.

Seine Gedanken kratzten heftig durch seinen Kopf.

Du verlierst die Kontrolle.

Sein Kiefer spannte sich an.

Jahrelang hatte er alles sorgfältig aufgebaut: Macht, Furcht und auch Kontrolle. Er hatte zu viel geopfert, um der Alpha zu werden, den alle fürchteten, ein Tyrann.

Und doch hatte ihn heute Nacht ein einziges Mädchen aus der Fassung gebracht.

Charlotte.

Das Bild, wie sie mit Michael davonging, spielte sich endlos in seinem Kopf ab.

Ohne Zögern und ohne Furcht, ohne auf seine Erlaubnis zu warten.

Seine Augen verdunkelten sich augenblicklich, und langsam glitten seine Krallen aus seinen Fingerspitzen.

Er stemmte beide Füße fest gegen den Steinboden, während sich seine Brust schwer hob.

Sein Wolf knurrte unruhig unter seiner Haut.

Besitzergreifend und instabil.

Klein atmete scharf ein und kämpfte darum, die Bestie zurückzuhalten, die auszubrechen drohte.

Er hatte nie geteilt, was ihm gehörte.

Nie.

Warum fühlte sich das hier also anders an?

Warum war es plötzlich so schwer, ruhig zu bleiben?

„Alpha Klein …"

Die sanfte Stimme drang durch die Türöffnung.

Sofort veränderte sich der Geruch im Raum. Warm und süß.

Serene trat langsam ein.

Sie trug ein lockeres Spitzenkleid, das sanft ihre Oberschenkel streifte, ein Träger hing achtlos von ihrer Schulter. Ihr goldenes Haar floss frei über ihren Rücken, während das Kerzenlicht sanft über ihre Haut tanzte.

Sie blieb leise in seiner Nähe stehen, und der Raum fühlte sich augenblicklich ruhig, eng und warm an.

Kleins Krallen zogen sich langsam zurück.

Sein Blick senkte sich mit gefährlicher Intensität auf sie, dann bewegte er sich plötzlich.

Seine Hand packte fest ihre Taille und zog sie eng an sich.

Serene schnappte leise nach Luft.

Klein vergrub sein Gesicht langsam an ihrem Hals und atmete tief ein.

Sein Atem wanderte aufwärts … nahe ihrem Kiefer und hinunter zu ihren Lippen, dann …

Er erstarrte augenblicklich, sein ganzer Körper versteifte sich.

Langsam zog er sich zurück, und sein Ausdruck verdunkelte sich gefährlich.

„Kira."

Seine Stimme kam tief und sehr tödlich heraus.

„Was ist das für ein Geruch an dir?"

Serenes Herzschlag stolperte heftig.

Sie zog schnell den lockeren Träger ihres Kleides zurück über ihre Schulter und zwang ihren Ausdruck, ruhig zu bleiben.

„Ich … ich habe gerade gebadet", stammelte sie.

Doch Klein rührte sich nicht.

Sein dunkler Blick blieb auf sie gerichtet.

Und langsam … kamen seine Krallen wieder hervor.

Diesmal länger, schärfer und gewalttätiger.

Serene stockte der Atem, sobald sie sie sah, und Angst huschte augenblicklich über ihr Gesicht.

Ohne Vorwarnung rannte sie rückwärts aus dem Raum und schlug die schwere Holztür hinter sich zu.

Schnell schob sie den Verriegelungsbalken vor den Griff.

Drinnen brüllte Klein gewaltsam. Der Laut erschütterte die Wände, während seine Fäuste wiederholt gegen die Tür schlugen.

Doch Serene hielt den Holzbalken fest an seinem Platz, atmete schwer und blickte ängstlich durch den leeren Flur.

Der ganze Hof war verstummt.

Nur Kleins wütendes Knurren hallte aus dem Raum.

Serene drehte sich schnell um und eilte davon.

Schneller, bald rannte sie. Sie überquerte den dunklen Hof und schlüpfte in eine kleinere, abgelegene Kammer, weit entfernt von den Haupthallen.

In dem Moment, als sie eintrat, schloss sie die Tür hinter sich ab.

Ihre Brust hob sich heftig, als sie rückwärts zum Bett stolperte.

Schließlich setzte sie sich schwer hin.

Ihre zitternde Hand bewegte sich langsam zu ihrem geschwollenen Bauch und rieb sanfte Kreise darauf, während sie ängstlich auf die Tür starrte.

Draußen …

Klein hatte sich schließlich wieder unter Kontrolle gezwungen.

Sein Atem blieb rau, als er sich schwer auf das Holzbett setzte, Zorn brannte auf seinem Gesicht.

Zurück im Königlichen Rudel …

Ria erwachte plötzlich mit einem scharfen Atemzug.

Der Raum war dunkel bis auf den sanften orangefarbenen Schein des Kamins auf der anderen Seite der Kammer.

Schläfrig zog sie die Decke um sich und schloss erneut die Augen …

Dann erstarrte sie plötzlich …

Ein Schatten huschte am Fenster vorbei.

Schnell, sodass ihr Herz heftig sprang.

Ria setzte sich langsam auf und starrte auf die Vorhänge.

Und plötzlich war es still.

Dann ein winziges, leises Knarren, gefolgt von einem Geräusch neben der Tür.

Wie Schritte, die sich vorsichtig über die Dielen bewegten, näher.

Rias Finger krallten sich verzweifelt in das Kissen neben ihr, während ihr Atem schmerzhaft langsamer wurde.

Der Raum fühlte sich plötzlich kalt und still an.

Das Knarren hörte direkt vor ihrer Tür auf.

Rias Kehle schnürte sich zu, und ihr winziger Puls hämmerte laut in ihren Ohren.

Dann …

BUMM!

Die Tür flog gewaltsam auf, während ein kalter Wind in den Raum strömte und sofort die Hälfte der Kerzen löschte.

Ria schrie auf, als die Wucht sie rückwärts gegen die Wand drückte.

Rauch und Dunkelheit fluteten durch die Türöffnung und machten es unmöglich, klar zu sehen.

Ihre zitternden Augen suchten verzweifelt durch die Schatten … und dann plötzlich …

Eine Hand packte sie gewaltsam …

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