LOGIN„Und da ist noch etwas“, sagte Cassian und trat wieder näher. „Eure Seele erkennt die meine wieder. Nicht nur durch das Band – sie kannte mich schon, bevor wir uns begegnet sind. Sie kannte mich und ...“ Er legte den Kopf schräg. „... hatte Mitleid mit mir. Warum?“
Adrians Gedanken überschlugen sich. Er konnte nicht die Wahrheit sagen. Aber Cassian würde eine Lüge durch das Seelenband sofort spüren. Also eine Halbwahrheit. „Weil ich Geschichten gehört habe“, sagte Elian vorsichtig. „Über den Dämonenkönig, der einst jemand anderes war. Der von denen verraten wurde, denen er am meisten vertraute. Der zu dem wurde, was er heute ist, weil man ihm keine andere Wahl ließ.“ Cassian wurde ganz still. „Wo habt Ihr solche Geschichten gehört?“ „Spielt das eine Rolle?“ Elian sah ihm direkt in die Augen. „Der Punkt ist: Ich sehe in Euch nicht bloß einen Schurken. Ich sehe jemanden, der verletzt wurde und auf die einzige Weise reagiert hat, die er kannte.“ Einen langen Moment lang starrte Cassian ihn einfach nur an. Durch das Band spürte Adrian ein komplexes Geflecht aus Emotionen – Überraschung, Misstrauen und etwas, das verletzlich wirkte. „Ihr seid entweder extrem naiv“, sagte Cassian schließlich, „oder Ihr wisst Dinge, die Ihr nicht wissen solltet.“ Bevor Adrian antworten konnte, flackerte das Interface des Systems vor seinen Augen auf: [WARNUNG: Abweichung erkannt] [Cassian Nyx hegt Zweifel an seinem vorbestimmten Pfad] [Stabilität der Handlung: 71 %] [Empfehlung: Antagonistische Beziehung verstärken] Adrian ignorierte es. „Ich bin nicht naiv“, sagte er. „Ich bin realistisch. Dieses Band wird nicht verschwinden. Unsere Königreiche stehen am Rande eines Krieges. Und Ihr und ich sind jetzt das Zentrum eines politischen Albtraums. Wir können also entweder gegeneinander kämpfen und die gegenseitige Vernichtung garantieren, oder ...“ „Oder?“, hakte Cassian nach. „Oder wir finden heraus, wie wir das hier gemeinsam durchstehen.“ Cassian schmeckte das Wort förmlich ab. „Ihr würdet Euch mit dem Dämonenkönig gegen Euer eigenes Königreich verbünden?“ „Ich würde mich mit meinem Schicksalspartner gegen die Dummheit verbünden“, korrigierte Elian ihn. „Sei es die Bigotterie meines Königreichs oder die Kriegstreiberei Eures Reiches.“ Cassians Lippen zuckten leicht. „Kühne Worte. Habt Ihr auch kühne Taten vorzuweisen, die dem entsprechen?“ Adrian dachte an Seraphinas Informationen. An Selenes Verrat, der in sechs Monaten bevorstand. An die Folter und das Trauma, die Cassians Fähigkeit zu vertrauen für immer brechen würden. „Ich habe einen Vorschlag“, sagte Elian. „Einen Test, wenn Ihr so wollt.“ „Ich höre.“ „Gebt mir sechs Monate“, sagte Adrian. „Sechs Monate, in denen wir beide versuchen, dieses Band zu verstehen. In denen wir zusammenarbeiten, um einen Krieg zu verhindern, und herausfinden, ob diese Sache mit dem Schicksalspartner real oder nur ein magischer Zufall ist.“ „Und wenn es real ist?“, fragte Cassian leise. „Dann entscheiden wir, was das bedeutet.“ „Und wenn nicht?“ „Dann finden wir einen Weg, es zu brechen, ohne dass wir beide dabei sterben.“ Cassian musterte ihn lange Zeit ausgiebig. Durch das Band spürte Adrian, wie der Dämonenkönig abwog – er kalkulierte Vertrauen gegen Misstrauen, Neugier gegen Selbsterhaltung. Schließlich lächelte der Dämonenkönig – ein echtes Lächeln, keines dieser scharfen, diplomatischen von vorhin. „Sechs Monate“, stimmte er zu. „Aber ich habe Bedingungen.“ „Nennt sie.“ „Erstens: Ihr sagt mir die Wahrheit darüber, warum Ihr das hier wirklich tut. Nicht jetzt – ich spüre, dass Ihr noch nicht bereit seid. Aber irgendwann will ich wissen, was Ihr plant.“ Fair. Adrian nickte. „Zweitens: Wir treffen uns regelmäßig. Das Band braucht ... Pflege. Wenn wir es ignorieren, wird es uns ohnehin zur Nähe zwingen. Besser, wir tun es zu unseren Bedingungen.“ Ebenfalls vernünftig. „Abgemacht.“ „Drittens:“ Cassians Ausdruck wurde ernst. „Wenn Ihr irgendwann entscheidet, dass ich unverbesserlich bin – dass ich das Monster bin, für das mich alle halten –, dann sagt es mir. Direkt ins Gesicht. Bevor Ihr versucht, mich zu versiegeln oder was auch immer das Schicksal vorgesehen hat.“ Diese Bitte war so voller Verletzlichkeit, dass sich Adrians Herz zusammenkrampfte. „Ich verspreche es“, sagte er leise. „Aber Cassian? Ich glaube nicht, dass Ihr ein Monster seid. Ich glaube, Ihr seid jemand, der so tief verletzt wurde, dass er vergessen hat, wie man nicht wütend ist.“ Durch das Band spürte er Cassians Erschütterung – und darunter wieder diese leise, fragile Hoffnung. „Wir werden sehen“, sagte der Dämonenkönig. „Sechs Monate sind eine lange Zeit, um den Glauben an jemanden wie mich zu bewahren.“ „Dann fange ich wohl besser gleich damit an.“ Cassian lachte, und für einen Moment wirkte er jünger. „Ihr seid seltsam, Prinz Elian. Ich kann mich nicht entscheiden, ob Ihr der törichtste Mensch seid, dem ich je begegnet bin, oder der tapferste.“ „Kann ich nicht beides sein?“ „Offenbar schon.“ Cassian ging zur Tür und öffnete sie. „Wir sehen uns morgen. Wir sollten lernen, das Band zu kontrollieren, bevor Eure Emotionen mir Kopfschmerzen bereiten.“ Adrian wollte gerade gehen, hielt aber an der Schwelle inne. Aus einem Impuls heraus – denn Adrian war noch nie gut darin gewesen, seine Impulse zu kontrollieren – drehte er sich noch einmal um. „Cassian? Danke. Dass Ihr bereit seid, es zu versuchen.“ Der Ausdruck des Dämonenkönigs wurde weicher. „Dankt mir noch nicht, Prinz. Ihr könntet es noch bereuen.“ „Ich glaube nicht, dass ich das werde.“ Als Adrian ging, spürte er, wie Cassian ihm durch das Band nachsah – verwirrt, fasziniert und trotz allem bereit, glauben zu wollen. Es war ein Anfang. Seraphina schloss zu ihm auf, als sie zurück zu seinen Gemächern gingen. „Und?“, flüsterte sie. „Wie lief's?“ „Er hat den sechs Monaten zugestimmt“, sagte Adrian. „Und ich glaube ... ich glaube, er will, dass es funktioniert.“ „Das ist gut. Das ist wirklich gut.“ Seraphina zögerte. „Aber Adrian? Das System meldet bereits eine Abweichung. Die Stabilität der Handlung sinkt. Lucian wird das bemerken.“ „Soll er doch“, sagte Adrian und überraschte sich selbst mit seiner Entschlossenheit. „Ich folge keinem Drehbuch, das in einer Tragödie endet.“ Durch das Band spürte er, leise wie ein Flüstern, Cassians Zustimmung. Und zum ersten Mal seit er in dieser Welt aufgewacht war, hatte Adrian das Gefühl, dass er es vielleicht schaffen könnte. Er könnte den Schurken tatsächlich retten. Für einen Moment bewegte sich keiner von beiden. Die Stille war nicht unangenehm. Sie fühlte sich seltsam vertraut an. Cassian blieb an der Tür stehen, während Elian an der Schwelle verweilte. Keiner schien es eilig zu haben, das Gespräch zu beenden. Durch das Seelenband driften leise Emotionen zwischen ihnen hin und her. Das Gefühl traf Elian unvorbereitet. Denn Hoffnung war nichts, was er jemals mit Cassian Nyx in Verbindung gebracht hatte. Nicht mit dem Mann, dem es vorherbestimmt war, der größte Schurke der Welt zu werden. Und doch war diese Emotion da. Cassian schien seine Reaktion zu bemerken. Ein schwaches Lächeln legte sich auf seine Lippen. „Ihr denkt wieder zu laut.“ Elian stöhnte auf. „Ich hasse dieses Band.“ „Nein, das tut Ihr nicht.“ „Und ob ich das tue.“ Cassian lachte leise. Der Klang ließ Elian aufhorchen. Für einen kurzen Augenblick klang Cassian einfach wie ein junger Mann, der eine Unterhaltung genoss. Wie jemand, der es leid war, allein zu sein. Die Erkenntnis traf ihn härter als erwartet. Cassians Ausdruck wurde allmählich weicher. „Ihr seht enttäuscht aus.“ „Was?“ „Ihr habt jemanden erwartet, der schlimmer ist.“ Elian öffnete den Mund. Dann schloss er ihn wieder. Denn Cassian hatte nicht unrecht. Als Adrian den Roman zum ersten Mal gelesen hatte, hatte er sich den Dämonenkönig furchterregend vorgestellt. Grausam. Herzlos. Der Mann, der vor ihm stand, fühlte sich ganz und gar nicht so an. Cassian beobachtete ihn genau. Dann blickte er weg. „Was auch immer für Geschichten über mich im Umlauf sind“, sagte er leise, „sie sind vermutlich nicht völlig falsch.“ Durch das Band brandete erneut Einsamkeit auf. Elian fühlte, wie sich seine Brust zusammenzog. Ohne nachzudenken, sprach er es aus: „Die schlimmsten Momente eines Menschen definieren nicht sein ganzes Leben.“ Cassian erstarrte. Mehrere Sekunden lang rührte sich keiner von beiden. Dann spürte Elian durch das Band, wie etwas brach. Wie der erste Riss, der in einer gewaltigen Mauer entsteht. Schließlich atmete Cassian langsam aus. „Ihr seid viel zu optimistisch.“ „Mag sein.“ „Oder töricht.“ „Wahrscheinlich beides.“ Ein widerstrebendes Lachen entfuhr Cassian. „Geht, Prinz.“ Seine purpurroten Augen trafen noch einmal die von Elian. „Bevor ich anfange, Euren Unsinn zu glauben.“ Elian lächelte. Dann drehte er sich zur Tür. Gerade als er die Schwelle überschritt, streifte eine leise Emotion das Seelenband. So schwach, dass er sie fast überhört hätte. Sofort wieder verschwunden. Als würde Cassian bereuen, sie herausgelassen zu haben. Elian hielt inne. Aber er blickte nicht zurück. Stattdessen ging er schweigend an Seraphinas Seite weiter durch die Palastkorridore. Die Abendsonne tauchte die Marmorhallen in pures Gold. Zum ersten Mal seit seiner Ankunft in dieser Welt versuchte er nicht mehr, einen Schurken zu retten. Er versuchte, einen Menschen zu retten. Weit hinter ihm, im Ostflügel, stand Cassian Nyx allein am Fenster. Er beobachtete den Sonnenuntergang. Er starrte auf die Tür, durch die Elian gerade gegangen war. Und zum ersten Mal seit Jahren fragte sich der zukünftige Dämonenkönig, was wohl passieren würde, wenn er es zuließ, zu hoffen. Der Gedanke hätte ihm Angst machen müssen. Stattdessen blieb er. Das Seelenband zwischen ihnen pulsierte sanft. Keiner von ihnen wusste es bisher, aber das Schicksal hatte bereits begonnen, sich neu zu schreiben.„Weniger als vierzig Minuten.“ Adrians Verstand schaltete in einen reinen, kalten taktischen Fokus um, während er den SUV in den Rückwärtsgang warf und das Lenkrad herumriss. Die Reifen quietschten heftig auf dem nassen Asphalt, als das Fahrzeug nach vorne schoss und sich die Satellitenkoordinaten für den regionalen Privatflugplatz auf dem Navigationsbildschirm einloggten.„Wenn er plant, unabhängig von meiner Antwort ins Ausland zu verschwinden“, sagte Cassian und klammerte sich fest an den Beifahrengriff, während sie mit hundert Stundenkilometern durch die ruhigen Morgenstraßen bogen, „dann war dieses Morgengrauen-Ultimatum... in Wahrheit nie eine Verhandlung, oder?“„Nein“, stimmte Adrian grimmig zu und ließ den Blick über die leere Straße vor ihnen schweifen. „Das war eine klassische taktische Ablenkung. Er wollte dich völlig paralysiert wissen, fixiert auf Lilys Sicherheit und nach Antworten suchend, während er im Hintergrund seelenruhig seine Flucht vorbereitete. Er hatte nie di
„Deine Schwester“, sagte Adrian vorsichtig, seine Stimme tief und abgemessen, während er beobachtete, wie Cassians Hände noch immer unkontrolliert um das schwere Papier zitterten. „Du hast kein einziges Mal eine Schwester erwähnt.“„Weil niemand jemals etwas von ihr wissen durfte“, erwiderte Cassian, und sein Ton klang hohl, gänzlich frei von jeder Führungskraft. „Ich habe vor fünfzehn Jahren eine völlig falsche Identität um sie herum aufgebaut. Einen neuen legalen Namen, einen anderen Geburtsort, eine ruhige Stadt – absolut keine Datenspur, die sie irgendwo auf der Welt mit dem Namen Wolkow in Verbindung bringt. Nachdem unsere Eltern starben, nach all dem, was in diesen brutalen Untergrund-Kampfkreisen passierte... habe ich mir ein einziges, absolutes Versprechen gegeben: Lily würde niemals wegen der Monster, mit denen ich Geschäfte gemacht habe, zu einem Ziel werden.“„Und jetzt hat Elias sie gefunden“, sagte Adrian grimmig.„Oder er blufft“, entgegnete Cassian, obwohl seine eigene
„Er wartet auf gar nichts“, sagte Adrian, der sich bereits mit routinierter taktischer Schnelligkeit bewegte, die Dienstwaffe im Anschlag, während er den restlichen Sicherheitsdienst über Funk anwies. „Vollständige Perimetersicherung, sofort. Niemand nähert sich diesem Tor ohne meinen direkten Befehl.“Cassian trat sofort vor, um ihm zu folgen. Diesmal verschwendete Adrian keinen einzigen Atemzug damit, mit ihm darüber zu streiten, ob er im Schutzraum bleiben sollte – es gab keine Zeit dafür, und ein Teil von ihm verstand inzwischen ohnehin, dass Cassian ihm unweigerlich in jedes bevorstehende Feuer folgen würde. Sie gingen gemeinsam den breiten Korridor entlang zur Hauptsicherheitskonsole, wo drei Beamte mit angespannter, absoluter Konzentration die Perimeter-Feeds überwachten.Auf dem zentralen Hauptmonitor stand Elias Thornfield weiterhin ruhig neben seiner im Leerlauf befindlichen, gepanzerten Limousine. Seine Hände hingen locker und gut sichtbar an seinen Seiten, er trug einen ma
„Jemand plant das schon länger, als uns bewusst war.“ Die Worte hingen schwer und kalt über der unterirdischen Garage, und Adrian spürte, wie die flüchtige Wärme ihres Kusses gänzlich verflog, um im selben Augenblick von der vertrauten, eisigen Klarheit absoluter Einsatzbereitschaft abgelöst zu werden.„Bring dieses Wegwerfhandy sofort hoch ins Büro im obersten Stockwerk“, wies Adrian den Einsatzleiter an, und sein Ton ließ keinerlei Spielraum für Verzögerung. „Und zieh jedes Gramm verschlüsselter Kommunikationsdaten heraus, das sich aus der Hardware extrahieren lässt. Ich will wissen, wie weit diese Verschwörung zurückreicht.“Zehn Minuten später, in Cassians privatem Führungssuite — die massiven, verstärkten Türen verriegelt, zwei voll bewaffnete Sicherheitsleute draußen postiert —, stand Adrian über dem Schreibtisch. Auf einem hochauflösenden Tablet-Bildschirm projizierte er den entschlüsselten Nachrichtenverlauf des Handys und scrollte manuell durch wochenlange, streng codierte un
Adrian bewegte sich bereits, bevor er die Nachricht zu Ende gelesen hatte; sein Stuhl schabte hart über den polierten Boden, als er den Live-Feed der Tiefgarage auf seinem Tablet öffnete. Seine Hände blieben felsenfest, trotz des frischen Adrenalinschubs, der seinen Körper überschwemmte.Die Überwachungskamera zeigte drei schattenhaft verhüllte Gestalten, die sich mit furchterregender Zielstrebigkeit zwischen den geparkten Luxusautos auf Ebene Zwei bewegten. Ihre Gesichter waren von tiefen Kapuzen verdeckt, und einer trug einen langen, schweren Gegenstand, der fest in dunkle Plane gewickelt war. Adrians Blut fror bei der geübten, militärischen Koordination ihrer Bewegungen zu Eis.„Das ist keine Amateuroperation“, sagte Adrian grimmig, seine Stimme in den flachen, tödlichen Tonfall eines Agenten sinkend. „Das sind Profis. High-End-Söldner.“„Wer auch immer diese Warnung geschickt hat, wollte, dass wir sie kommen sehen“, sagte Cassian, während sich sein Kiefer anspannte und er nach sei
„Er sitzt immer noch genau in diesem Raum.“ Grace Harveys Worte trafen wie ein physischer Schlag, schwer und erstickend. Jeder Kopf am langen Mahagonitisch wandte sich instinktiv dem Nachbarn zu, während auf der polierten, hochniblen Oberfläche augenblicklich eisiger Verdacht aufblühte.Cassians Griff um Adrians Schulter verstärkte sich, seine Finger gruben sich mit harter, erdend wirkender Anspannung ein. „Erkläre das“, sagte er, und seine Stimme klang gefährlich flach, mit einer tödlichen Schärfe, die die Temperatur im Raum um einige Grade sinken ließ.„Unser forensisches Team hat die verschlüsselten Offshore-Fonds zurückverfolgt, die den zweiten, hochspezialisierten rivalisierenden Sicherheitsdienstleister bezahlt haben, den Marcus engagiert hatte, um das untere Kameragitter auszuschalten“, sagte Grace und schob ihr Tablet langsam in die Mitte des Tisches. „Die Überweisung stammte nicht von Marcus’ bescheidenen Bankkonten. Sie ging von einem Offshore-Briefkastenkonto auf den Cayman







