LOGINPOV : ElowenDie Tür fliegt auf, und ich stehe einem wütenden Alpha gegenüber, der meine kleine Gruppe mustert, als wir eintreten. Hinter mir steht Manuel, begleitet von der Meisterin des Zirkels Harlem und ihrer Lehrling Parris, dem Obersten Rat der Hexen. Sie sind die einzigen, die sich nach dem Treffen bereit erklärt haben, mir zu helfen, den Alpha zu finden. Ich habe meine Enkelin verloren, in einem Aufruhr von Krallen und Fell — fortgegangen, den letzten Spuren des Bandes folgend, das sie mit ihrem Gefährten verbindet.»Ich habe mein Bestes getan, Alpha«, antworte ich, erschöpft von der Reise. »Sie ist unbezähmbar, du weißt das besser als jeder andere. Sie gehört zu den Morgan. Sie waren immer eigensinnig. Überdies…« Ich atme tief durch. »Sie ist gegangen, um dich zu finden. Ich hatte gehofft, sie hier anzutreffen.«Die beiden Wölfe treten zur Seite, und ich muss an jenes Treffen denken, vor einem ganzen Leben, als ich einen vielversprechenden jungen König-Alpha kennengelernt hab
POV : LucianMein ganzer Körper schmerzt, doch es gelingt mir, mich auf zitternden Beinen aufrecht zu halten. »Das ist nicht nötig«, sage ich, um ihn zu beruhigen. »Mir geht es gut.«Elliots Augen weiten sich — erstaunt und besorgt. »Alpha?« Seine tiefe Stimme bebt vor Schrecken und Bewunderung. »Wie machst du das?«Mit jedem Schritt fühle ich mich fester: Meine Wirbelsäule heilt sich, meine Muskeln erholen sich, während ich vorwärtsschreite. »Ich war zusammen mit den letzten Alphas gefangen.« Mein Lächeln gleicht mehr einer Grimasse, als ich an ihr Schicksal denke. »Sie wurden einer nach dem anderen von Clayton und Xavier erschossen. Alle.«»Das bedeutet…?« Er flüstert und begreift nach und nach die Wahrheit.»Ich bitte dich, Elliot — knie nicht nieder«, sage ich in bestimmtem Ton und wende mich einem großen See mit kristallklarem Wasser zu. Ich kann es nicht ertragen, seinen Respekt zu sehen, ihn vor mir verbeugen zu sehen wie vor seinem König — ein Titel, den ich inzwischen hasse,
POV : LucianVon allen Wölfen, die mich hätten finden können — ausgerechnet er. Ich hätte es mir denken müssen.Rudolph Ian Forrester. Der beste Beta, den es gibt.»Alpha, sei gepriesen von der Göttin, du lebst«, sagt er. Er selbst ist voller Prellungen und Wunden und blickt mich an, ein breites, blutbeflecktes Lächeln auf den Lippen, während er sich beugt, um mir beim Aufstehen zu helfen.Als ich ihm erkläre, dass ich nicht stehen kann, weil diese Schurken mich »wie ein Stück Vieh betäubt« haben, zuckt er mit den Schultern, hebt mich auf, als wöge ich nichts, und setzt mich im Fond des Lieferwagens ab. Er lehnt mich an einen Sitz, öffnet die Tür, damit ich ihn bei der Arbeit sehen kann, während die Wirkung des Mittels langsam nachlässt.Elliot ist zupackend: Er verwandelt sich teilweise, um eine mehrere Fuß breite und tiefe Grube auszuheben. Während er arbeitet, erzählt er mir, wie verrückt alles seit meinem Verschwinden bei der Anhörung geworden ist, wie er einen roten Wolf gejagt h
POV : LucianAls ich diesen ersten Schluck Alpha-Blut trank, gefangen in diesem unterirdischen Gefängnis, ahnte ich nicht, wie schnell sich meine Heilkraft verstärken würde. Es geschah fast augenblicklich — schnell genug, um mich umzudrehen und klar zu sehen, wer mich am Hinterkopf geschlagen hatte.Xavier. Dieser hinterlistige junge Wolf lächelt noch verdrehter und schwingt einen zerbrochenen, blutbefleckten Stuhl.Er erwartete zweifellos nicht, mich noch aufrecht zu sehen. Ich stürze mich auf ihn mit der Geschwindigkeit eines Alphas, gestützt von der Macht anderer Alphas — schneller, als ich es je für möglich gehalten hätte. Einen Augenblick noch reglos, im nächsten fällt meine bekrallte Hand um seinen Hals, reißt sein Gesicht auf, und ich nagle ihn an die Wand.»Was zum Teufel glaubst du, hier zu tun?«Dieser Narr dachte, er könnte mich niederstrecken. Um ehrlich zu sein: Vor wenigen Augenblicken hätte ein Schlag mit einem metallenen Stuhl von hinten mich zumindest benommen.Er lac
POV : LucianMeine Lippen verziehen sich, als sein widerlicher Geruch meine Nase und meinen Geist erfüllt. Dieser Geruch bestätigt, was meine Augen klar sehen.Zerfetzt, übersät mit Wunden und Schmutz — man kann diesen stolzen Wolf nicht verkennen, der vor mir gebeugt ist und wie ein gewöhnlicher Hund in einem Käfig gefangen sitzt.Es ist Clayton — Arianes Onkel und emeritierter Beta von Silbermond.Von allen Wölfen, die in diesem Gebäude umkamen, als die Gesetzlosen die Verteidigungen durchbrachen, ist er vielleicht derjenige, der es am wenigsten verdient hat, zu überleben.Und von allen Menschen, die ich an meiner Seite haben möchte, wenn das Ende der Welt an meine Tür klopft — Clayton gehört nicht dazu.Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, muss ich zugeben: Ich habe es geliebt, zu glauben, dass er tot sei. Wäre ich nicht so eilig geflohen, hätte ich gesehen, dass er überlebt — und ich hätte damals gehandelt. Er hätte diesen Gerichtssaal niemals verlassen dürfen, nicht nach all den S
POV : LucianDieses kleine Wolfsjunge ist kein Wolf — er ist eine Ratte. Was für ein Wolf verkauft die Seinen an Menschen für Experimente? Was für ein Wolf lacht über die Art, wie sein eigener Vater als Versuchskaninchen für die aktuelle Version des Höllenbades gedient hat?Und wie kann dieser Bastard der wahre Sohn von Dorian Voss sein, mit einer so verdrehten und befleckten Seele?»Dorian Voss ist mein Vater«, stößt er hervor, außer Atem, während ich beginne, ihm die Luft an den dürren Halswirbeln abzudrücken.»Beweis es, du Lügner!«, brülle ich und schleudere ihn gegen eine Wand. »Dorian hätte seine Gefährtin niemals verraten. Er war zu loyal.«Er lächelt verächtlich, selbst während Blut aus seinem Gesicht rinnt.»Vielleicht kanntest du ihn nicht so gut, wie du glaubst. Aber ich bin sein Sohn. Du weißt es. Du siehst es, nicht wahr? Du kannst meinen Vater in meinen Augen sehen.«Ob dieser Junge lügt oder die Wahrheit sagt — im Grunde ist es gleich. Ich brauche ihn, um einen Weg aus






