Alphas Dunkle zahlung

Alphas Dunkle zahlung

last updateÚltima atualização : 2026-08-15
Por:  LietEm andamento
Idioma: Deutsch
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„Sag es.“ Elaras Kehle zog sich zusammen. „Ich gehöre dir“, flüsterte sie. Alpha Kane Blackthorns Blick blieb eiskalt. „Verstehst du, was das bedeutet?“ Nachdem ihr Vater, Beta Draven, als Verräter entlarvt wird, der für unvorstellbare Verbrechen verantwortlich ist, verliert Elara über Nacht alles – ihren Namen, ihre Freiheit und ihren Platz im Blood Moon Pack. Als Strafe für die Sünden ihres Vaters wird sie in den Palast des Alphas gebracht und seiner Kontrolle unterstellt. Der gnadenlose Alpha ist für sein unnachgiebiges Herz und seinen Hass auf Verrat bekannt. Für ihn ist Barmherzigkeit eine Schwäche und Liebe nichts als eine gefährliche Ablenkung. Elara sollte ihn hassen. Sie sollte ihn fürchten. Doch je näher sie dem Mann kommt, der über ihr Schicksal bestimmt, desto mehr erkennt sie, dass sich hinter seinen kalten Augen weit mehr verbirgt als Grausamkeit. Denn der Alpha, der behauptet, sie sei nichts weiter als eine Strafe, könnte derselbe Mann sein, den das Schicksal für sie bestimmt hat. Und als die Wahrheit über ihre Verbindung ans Licht kommt, muss Kane sich zwischen dem Thron, den er beschützt, und der Frau entscheiden, die das Schicksal ihm in den Weg gestellt hat. Er hat sie zurückgewiesen. Doch sein Wolf hat sie erwählt.

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Capítulo 1

Chapter 1

Elara konnte den Spott nicht länger ertragen.

Das Blood-Moon-Rudel schlief nie — nicht wirklich — doch an diesem Morgen lag eine seltsame Stille über dem Land. Zu still. Zu schwer. Als würde selbst die Welt den Atem anhalten. Sogar die Vögel hatten den Himmel verlassen.

Elara ging mit hinter dem Rücken gefesselten Händen. Die silbernen Ketten verbrannten ihre Haut, ihre Handgelenke pochten vor Schmerz. Zu beiden Seiten flankierten sie Wachen — große Krieger in dunkler Rüstung, die ihre bitteren Herzen widerspiegelte. Ihre schweren Stiefel zertraten die trockenen Blätter, während sie sie zum zentralen Platz führten.

Sie stellte keine Fragen.

Nicht, weil sie die Antworten nicht bekommen konnte, sondern weil Fragen jetzt bedeutungslos waren.

Sie atmete nur langsam. Vorsichtig. Als wäre selbst das Atmen eine Sünde.

„Weitergehen“, knurrte einer der Wächter.

Sie gehorchte.

Das gesamte Rudel hatte sich versammelt — Hunderte Wölfe standen kreisförmig um die Hinrichtungsplattform. Ihre Gesichter verschwammen vor ihren Augen, voller Verurteilung. Manche blickten sie mit Mitleid an, andere mit grausamer Genugtuung.

Aber sie alle warteten.

Sie warteten auf den Alpha.

Sie warteten darauf, ihren Vater sterben zu sehen.

Warteten sie auch darauf, dass sie gemeinsam mit ihm hingerichtet wurde?

Der Gedanke war ihr kaum gekommen, da wurde sie nach vorne gestoßen und brutal zu Boden geworfen.

„Ahh!“ schrie Elara auf, als Dornen ihre Haut aufrissen. Ihre milchig helle Haut platzte auf, Blut färbte den Boden unter ihr rot.

„Da ist sie!“ schrien einige Rudelmitglieder.

Die Stimmen zwangen sie, den Kopf zu heben.

„Sie verdient es nicht zu leben!“

„Sie muss sterben!“

„Sie soll fühlen, was diese jungen Wölfe durchmachen mussten!“

Noch bevor sie reagieren konnte, flogen die ersten schweren Steine.

Einer traf ihren Kopf.

Ein anderer ihre Lippe.

Dann ihre Brust. Ihre Beine. Ihre Nase.

Innerhalb weniger Sekunden regnete Schmerz auf ihren ganzen Körper nieder.

„Steh auf.“

Elara schluckte trocken und zwang sich hoch. Ihre Beine fühlten sich schwerelos an, als würden sie jeden Moment nachgeben. Jeder kleine Fehltritt wurde sofort mit neuen Steinen bestraft oder mit einem harten Stoß der Wachen von hinten.

Vor ihr ragte der Hinrichtungsrahmen auf.

Das Holz wirkte neu.

Zu neu.

Natürlich, dachte sie bitter. Ein neuer Rahmen für den einst gefürchteten und respektierten Beta.

In der Mitte kniete ihr Vater.

Seine Hände waren gefesselt, die Augen verbunden, schwere Ketten lagen um seinen Hals. Von dem Mann, vor dem einst jeder gezittert hatte, war nichts mehr übrig. Nur eine gebrochene, verängstigte Hülle.

Langsam hob er den Kopf, als er ihre Anwesenheit spürte.

„Elara…“ krächzte er mit heiserer Stimme.

Ihr Atem stockte.

„Elara… mein Kind…“

Sie wusste nicht mehr, wie sich ihre Füße bewegt hatten, doch plötzlich stand sie direkt vor ihm und wischte ihm die Tränen aus dem geschwollenen Gesicht. Sein blondes Haar war verfilzt und voller getrocknetem Blut.

Elara biss sich auf die Lippe, bis sie ihr eigenes Blut schmeckte.

Sie hatte sich ihren Vater oft vorgestellt: Kalt. Grausam. Streng. Herzlos.

Aber nie so zerbrochen.

Und genau diese Version zerriss ihr Herz am meisten.

Sie hob den Blick zu den urteilenden Gesichtern um sie herum.

Sie wollte etwas sagen.

Wollte schreien, dass sie nichts gewusst hatte.

Dass sie nichts mit seinen Verbrechen zu tun hatte.

Dass sie niemals geahnt hatte, welche Monster er erschaffen hatte.

Doch ihre Stimme versagte.

Mein Vater wurde durch seine grausamen Geschäfte reich… und ich lebte wie eine Prinzessin. Von Geld bezahlt mit den Tränen unschuldiger junger Wölfe.

Ich verdiene das hier.

Die Menge wich plötzlich auseinander.

Eine große, kräftige Gestalt trat nach vorne.

Alpha Kane Blackthorn.

In dem Moment, in dem er erschien, veränderte sich die Luft.

Kälter. Schärfer. Gefährlicher.

Instinktiv senkten die Menschen ihre Köpfe. Niemand wagte es, ihm direkt in die Augen zu sehen. Seine bloße Anwesenheit verlangte Gehorsam.

Kane bewegte sich mit der Ruhe eines Mannes, der nichts fürchtete.

Nicht den Tod. Nicht das Schicksal.

Dunkle Haarsträhnen fielen ihm lässig in die Stirn, während sein langer schwarzer Mantel im eisigen Wind flatterte.

Er wirkte zu jung für solche Macht. Zu jung, um ein Rudel voller Dunkelheit zu führen. Zu jung, um das Gewicht all dieser Sünden zu tragen.

Und trotzdem schien selbst der Boden unter seinen Schritten zu erzittern.

Rudel zerbrachen unter seinem Blick.

Langsam trat er an den Rahmen heran und musterte Draven mit kalter Ruhe.

„Draven des Blood-Moon-Rudels“, sagte er mit dunkler Stimme. „Du wurdest schwerer Verbrechen beschuldigt. Verbrechen gegen unser Volk — Handel mit jungen Wölfen, verkauft als Sklaven, Zuchtobjekte und Sexsklaven. Du hast diese Verbrechen gestanden.“

Entsetzte Atemzüge gingen durch die Menge, obwohl längst jeder davon wusste.

Kanes Blick verhärtete sich.

„Hast du noch etwas zu sagen, bevor dein Urteil vollstreckt wird?“

Draven schluckte schwer. Sein Blick wanderte zu Elara.

Für einen einzigen Moment zeigte sich echte Schuld in seinen Augen.

Roh. Selten. Echt.

„Elara…“ flüsterte er. „Es… tut mir leid.“

Ihr Magen zog sich schmerzhaft zusammen.

Sofort richteten sich alle Blicke auf sie.

Die Tochter des Verräters.

Die Tochter des Betas.

Mitschuldig.

Kane folgte Dravens Blick und sah sie an.

Seine Augen trafen sie wie die eines Raubtiers.

Durchdringend. Unbeweglich.

Sein Gesicht blieb ausdruckslos. Kalt. Unlesbar.

Und doch veränderte sich etwas in seinem Blick.

Für einen kurzen Moment.

Mitleid?

Berechnung?

Sie konnte es nicht sagen.

„Beginnt“, befahl Kane.

Die Hinrichtung ging schnell.

Draven schrie nicht.

Ob Stolz oder Schuld ihn schweigen ließ, wusste Elara nicht. Doch er senkte den Kopf, als würde er sein Ende akzeptieren.

Ein erstickter Schrei brach aus ihrer Kehle, doch die Wachen hielten sie fest, bevor sie nach vorne stürzen konnte.

Als alles vorbei war, begann Schnee zu fallen.

Nicht sanft.

Die eisigen Flocken schnitten wie winzige Messer in ihre Haut.

Einige Wölfe murmelten Gebete. Andere flüsterten Flüche. Manche drehten sich einfach um und gingen.

Und Kane…

Kane sah kein einziges Mal zurück.

Er wandte sich ab, als wäre die Hinrichtung nichts weiter als ein Termin gewesen.

Doch dann blieb er direkt vor ihr stehen.

Elara erstarrte.

Nur wenige Zentimeter trennten sie voneinander.

Schneeflocken lagen auf seinen dunklen Wimpern — ein grausamer Kontrast zu der Hitze in seinem Blick, während er sie musterte.

Die Tochter des meistgehassten Verräters des Rudels.

„Du wusstest nichts von seinen Verbrechen?“ fragte er schließlich.

Seine Stimme war ruhig, doch die Frage traf sie wie ein Schlag.

„Nein“, flüsterte sie. „Ich schwöre es.“

Einer der Wächter schnaubte verächtlich.

„Das behaupten sie alle—“

Der andere lachte.

Kane hob nur eine Hand.

Sofort verstummten beide.

Sein Blick blieb auf Elara ruhen.

Suchend.

Abwägend.

„Er wurde hingerichtet“, sagte Kane ruhig. „Doch das Rudel verlangt nach mehr Gerechtigkeit.“

Kälte kroch durch ihren Körper.

„Mein… Schicksal?“

„Du wirst in den Palast gebracht“, erklärte Kane. „Bis ich entscheide, was mit dir geschieht.“

„Ihr nehmt sie mit?“ fragte Luciano, sein Beta.

„Warum verschont Ihr sie?“ zischte der Hauptkrieger.

Eine Frau spuckte vor Elaras Füße.

„Sie trägt sein Blut. Sie wird genauso wie er.“

Die Stimmen wurden lauter.

Hässlicher.

Elara senkte den Kopf.

Nicht aus Angst.

Sondern aus Scham.

„Genug“, knurrte Kane.

Die Menge verstummte augenblicklich.

Der Alpha trat näher und hob ihr Kinn mit einer einzigen Berührung seiner Finger an.

Elara versteifte sich.

Plötzlich fiel ihr das Atmen schwer.

Zu nah.

Zu intensiv.

Etwas Fremdes schoss durch ihre Nerven.

Kane sprach leise weiter.

„Dein Leben gehört jetzt mir, Elara Draven.“

Seine Worte waren kälter als der Schnee, der um sie herum fiel.

„Wenn du meinen Palast betrittst, bist du keine Bürgerin des Blood-Moon-Rudels mehr.“

Ihr Atem stockte.

„Du gehörst mir.“

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