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Zweite Chance als Mafia-Prinzessin
Zweite Chance als Mafia-Prinzessin
Author: Blazing Flames

Kapitel 1

Author: Blazing Flames
Bei der Adoption in meinem früheren Leben entschied sich meine jüngere Schwester Regina Capasso als Erste für den Mafia-Don. Drei Jahre später wurde sie jedoch aus der Familie verstoßen und starb elend auf der Straße.

Ich dagegen machte mir in der KI-Branche einen Namen, heiratete meinen Adoptivbruder Dario Bivona und führte ein glückliches Leben.

Nun bekamen wir eine zweite Chance, und Regina warf sich sofort Dario in die Arme.

Also war auch sie wiedergeboren worden.

Regina schmiegte sich an Dario und säuselte seinen Namen. Während sie die Hände ihrer künftigen Adoptiveltern hielt, warf sie mir einen selbstgefälligen Blick zu.

„Livia, du kannst die Mafia-Prinzessin spielen. Für dieses Leben bin ich einfach nicht geschaffen.“

Ich sah Dario an, meinen Ehemann aus dem früheren Leben, und erwartete, dass er etwas zu meiner Verteidigung sagte. Stattdessen schirmte er Regina wie einen kostbaren Schatz ab und richtete seinen kalten Blick auf mich.

„Halte dich von meiner Schwester fern.“

Dario erinnerte sich nicht an sein früheres Leben. Für ihn war ich nur eine Fremde.

Unter Reginas triumphierendem Blick ging ich schließlich auf den Rolls-Royce zu.

Als wir in unserem früheren Leben wählen mussten, war Regina begeistert in den Rolls-Royce gestiegen.

Lächelnd hatte sie sich noch einmal zu mir umgedreht.

„Livia, du kannst das harte Leben führen. Ich bin noch so jung und halte so etwas nicht aus. Du nimmst das doch für mich auf dich, oder?“

Regina bekam ihr erträumtes Leben als Mafia-Prinzessin, doch mit jedem Tag wurde ihre Miene düsterer.

Diesmal traf sie ohne jedes Zögern die entgegengesetzte Wahl.

Damit bestätigte sich mein Verdacht: Auch sie war wiedergeboren worden.

Als die Vicino-Familie mich abholen ließ, kamen lediglich ein Butler und ein Fahrer.

„Wollen wir aufbrechen?“

Der Butler auf dem Beifahrersitz beobachtete mich schweigend durch den Rückspiegel.

Nach ungefähr zehn Minuten Fahrt reichte Sabele mir eine Mappe.

„Ich bin Sabele Recchio, der Butler der Vicino-Familie. Darin stehen einige Regeln, die Sie auf dem Vicino-Anwesen beachten müssen. Wir haben noch ein Stück vor uns. Sehen Sie sie sich in Ruhe an. Bei der Mafia dreht sich alles um Regeln. Achten Sie deshalb darauf, keine Grenzen zu überschreiten. Don und Donna Vicino sind gute Menschen. Ihr Sohn ist zwar etwas aufbrausend, aber loyal und fürsorglich.“

„In Ordnung. Ich werde daran denken“, antwortete ich.

Sabele lächelte über meine Antwort.

Schon bald erreichten wir das Vicino-Anwesen. Als der Wagen hielt, erklang Sabeles Stimme vom Beifahrersitz.

„Haben Sie sich alles gemerkt?“

„Ja.“

Ich folgte Sabele in die luxuriöse Villa, die eher einem Palast glich.

„Don Vicino, sie ist da“, meldete Sabele.

Ein großer Mann mit einer Tasse Kaffee in der Hand wandte sich vom bodentiefen Fenster ab. Sein prüfender Blick glitt über mich. Dann setzte er sich auf das Sofa und winkte mich zu sich.

„Komm her. Wie heißt du?“

„Livia.“

Alano nickte.

„Du brauchst deinen Namen nicht zu ändern. Nimm einfach den Familiennamen Vicino an. Von heute an bist du unsere Mafia-Prinzessin.“

Alano betrachtete mich anerkennend. Meine ruhige Haltung gefiel ihm offenbar.

„Ich bin dein Papa, Alano Vicino. Von nun an ist das hier dein Zuhause.“

Alano deutete auf die schöne Frau neben sich.

„Das ist deine Mama, Imelda Totino. Wenn du etwas brauchst, sag es ihr einfach. Du musst dich nicht zurückhalten.“

„In Ordnung. Danke, Papa, Mama“, erwiderte ich lächelnd.

Ich folgte Sabele die Treppe hinauf.

An den Wänden hingen kostbare Ölgemälde, und der Kronleuchter über uns war mit echten Diamanten besetzt. Allein das Treppenhaus war so prachtvoll, dass mir beinahe der Atem stockte.

In meinem früheren Leben hatte ich mir all diesen Luxus selbst erarbeitet. Ihn nun wiederzusehen, löste kaum noch etwas in mir aus.

Sabele blickte überrascht zu mir zurück, weil ich keinerlei Reaktion zeigte.

Als wir den zweiten Stock erreichten, sagte Sabele respektvoll:

„Frau Vicino, Don Vicino hat dieses Zimmer für Sie herrichten lassen. Ruhen Sie sich hier aus. Sobald das Abendessen fertig ist, hole ich Sie.“

Hinter der Tür lag ein großes Zimmer, das ganz in Rosatönen gehalten war.

Kaum trat ich ein, war ich von warmem Rosa umhüllt.

Die Wände, die Vorhänge und der Betthimmel waren in sanftem Rosa gehalten. Selbst am Kopfteil des Bettes und auf dem Schminktisch standen neue rosafarbene Puppen, an denen noch die Etiketten hingen.

In der Luft lag ein schwacher, beruhigender Duft.

Offenbar scheute die Vicino-Familie keine Kosten für mich.

Freude durchströmte mich.

Alles in diesem Zimmer übertraf die kühnsten Träume der meisten Menschen. Und ich bekam es nun mühelos von meinen Adoptiveltern. Anders als in meinem früheren Leben musste ich mich nicht erst bis an die Spitze kämpfen.

Diesmal würde ich noch erfolgreicher als zuvor!

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