Se connecterSchnell ging sie ins Bad und machte sich fertig. Doch obwohl sie ihre morgendliche Routine abspulte, waren ihre Gedanken längst nicht wirklich bei ihr. Immer wieder kehrte sie zu gestern zurück. Zu Ryan. Zu seinem Lachen. Zu seiner warmen Stimme. Zu dem Moment, als er sie geküsst hatte und sich für ein paar Sekunden alles andere unwichtig angefühlt hatte. Ein kleines Lächeln huschte über ihr Gesicht, während sie sich im Spiegel betrachtete. „Rina…“, murmelte sie leise zu sich selbst. „Du bist wirklich nicht mehr ganz dicht.“ Sie musste lachen. Denn wann hatte sie sich das letzte Mal so über eine Nachricht gefreut? Wann hatte ein einziger Nachmittag gereicht, um ihr Herz so durcheinanderzubringen? Als sie wenig später wieder in ihr Zimmer kam, hörte sie ein leises Summen. Sofort wanderte ihr Blick zum Nachttisch. Ihr Handy leuchtete auf. Eine neue Nachricht. Von Ryan. Und schon bevor sie sie geöffnet hatte, musste sie lächeln. Ryan: Guten Morgen 😊 Ich hoffe, du hast
Kathy kam kurz darauf wieder herein, ein wissendes Lächeln im Gesicht. „Was wollte Mimi? Oder war es doch Ryan?“ Rina sah zu ihr und verdrehte leicht die Augen. „Es war Mimi. Und sie war wie immer neugierig.“ „Und du wie immer verschwiegen“, meinte Kathy schmunzelnd. Sie setzte sich wieder auf die Couch, nahm ihre Tasse in beide Hände und lehnte sich entspannt zurück. Doch ihr Blick blieb aufmerksam auf ihrer Schwester gerichtet. „Willst du mir jetzt erzählen, was da bei dir los ist?“ fragte sie sanft. „Ich sehe doch, dass da mehr war als nur ein nettes Treffen auf einen Kaffee.“ Rina nahm einen Schluck Tee. Sie drehte die Tasse langsam zwischen ihren Händen und sah für einen Moment ins Feuer. „Ich… ich weiß gar nicht, was das heute war“, sagte sie leise. „Meine ganze Welt… sie wurde irgendwie auf den Kopf gestellt.“ Kathy sagte nichts. Sie nickte nur langsam, ihre Augen warm und verständnisvoll. Sie wusste, dass Rina manchmal Zeit brauchte, bevor sie Worte für ihre Gefüh
Später, nachdem Kathy sich zurückgezogen hatte, zog Rina sich in ihr Zimmer zurück. Sie schloss leise die Tür hinter sich, als würde sie damit auch ein kleines Stück der Welt draußen aussperren wollen. Dann ließ sie sich auf ihr Bett fallen, zog die Beine unter sich und starrte einen Moment einfach nur an die Decke. Still. Nur sie und ihre Gedanken. Und davon hatte sie gerade viel zu viele. Der Nachmittag mit Ryan spulte sich immer wieder wie ein Film vor ihrem inneren Auge ab. Sein Lachen. Diese kleinen Momente, in denen er sie angesehen hatte, als wäre sie gerade der wichtigste Mensch im Raum. Wie vorsichtig er ihre Hand genommen hatte. Wie selbstverständlich es sich angefühlt hatte, seine Finger mit ihren verschränkt zu halten. Rina schloss die Augen. „Was passiert hier eigentlich gerade mit mir?“ murmelte sie leise in den leeren Raum. Denn genau das wusste sie selbst nicht. Es hatte sich so leicht angefühlt. So ehrlich. Als hätte sich für ein paar Stunden eine ande
„Hey Rina 😊 Ich wollte dir nur noch einmal sagen, dass ich den Nachmittag heute wirklich sehr genossen habe. Danke, dass du mir deine Zeit geschenkt hast. Es bedeutet mir mehr, als du vielleicht denkst. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder. Und… danke für diesen wunderschönen Kuss.“ Rina hielt für einen Moment den Atem an. Nur ein paar Zeilen. Eigentlich nicht viel. Und trotzdem fühlte es sich an, als hätte Ryan damit direkt einen Platz in ihrem Herzen berührt. Ihr Blick blieb an den letzten Worten hängen. Danke für diesen wunderschönen Kuss. Unwillkürlich musste sie lächeln. Ein warmes Kribbeln breitete sich in ihrer Brust aus und sie spürte, wie ihr Herz ein kleines bisschen schneller schlug. Sie las die Nachricht noch einmal. Und noch einmal. Als könnte sie dadurch diesen Nachmittag wieder zurückholen. Sein Lachen. Seinen Blick. Das Gefühl seiner Hand in ihrer. Diesen Moment, in dem die Welt für ein paar Sekunden stillgestanden hatte. „Oh Ryan…“, flüsterte sie le
„Oh“, murmelte Rina plötzlich und sah auf ihr Handy. „Mimi ruft an.“ Kathy grinste sofort. „Na dann. Das darf man natürlich nicht ignorieren.“ Sie stellte ihre Tasse ab und stand auf. „Ich geh mal kurz nach Lio schauen, bevor er noch versucht, heimlich wach zu bleiben.“ Rina lachte. „Als ob er das versuchen würde.“ Kathy blieb in der Tür stehen und sah sie mit einem vielsagenden Blick an. „Rina?“ „Ja?“ „Wir reden später weiter.“ Rina verdrehte die Augen. „Ich wusste es.“ „Natürlich wusstest du es.“ Mit einem zufriedenen Lächeln verschwand Kathy nach oben. Rina schüttelte noch leicht grinsend den Kopf, bevor sie den Videoanruf annahm. „Hey, Mimi!“ sagte sie und winkte in die Kamera. Mimi tauchte auf dem Bildschirm auf, halb in eine Decke eingekuschelt auf ihrem Sofa. Ihr Blick wanderte sofort über Rinas Gesicht. Viel zu aufmerksam. „Na du.“ Rina kannte diesen Ton. Dieser Ton bedeutete nie etwas Gutes. „Was?“ fragte sie vorsichtig. Mimi grinste. „Ich wusste es.“
Rina stand unter der Dusche. Das warme Wasser lief über ihre Haut, während der Dampf langsam den Raum erfüllte. Für einen Moment schien die Welt stillzustehen. Keine Stimmen. Keine Fragen. Keine Ablenkung. Nur sie. Und dieser Nachmittag, der noch immer viel zu lebendig in ihrem Kopf war. Sie schloss die Augen. Sofort war er wieder da. Ryan, wie er neben ihr im Park gestanden hatte. Dieses ruhige Lächeln, das sie immer wieder aus dem Gleichgewicht brachte. Seine Hand in ihrer. Dieses vorsichtige, ehrliche Zögern, bevor er sie geküsst hatte. Rina atmete langsam aus. Wie konnte ein einziger Moment so lange nachwirken? Sie hatte schon viele schöne Begegnungen gehabt. Viele Gespräche. Viele Menschen, die ihr ein Lächeln entlockt hatten. Aber das hier fühlte sich anders an. Vielleicht, weil er nichts erzwingen wollte. Vielleicht, weil er sie nicht mit großen Worten überzeugen wollte, sondern einfach da gewesen war. Sie erinnerte sich daran, wie er sie angesehen hatte, kurz
Der Schnee fiel weiterhin leise über Monvalle und legte sich wie eine glitzernde Schicht über die Stadt. Rina saß noch in ihrem kleinen Buchladen, den Blick kurz ins Leere gerichtet, als das vertraute Klingeln der Tür sie aus ihren Gedanken holte. Sie blinzelte, richtete sich leicht auf — und ein
„Entschuldigen Sie …" Schon bei den ersten Worten hatte Rina das Gefühl, dass seine Stimme den ganzen Raum ausfüllte – ruhig, tief und warm genug, um sich sofort in die Stille des Buchladens einzufügen. „Ich suche nach einem Buch", sagte er weiter. „Es ist schon älter, und ich hatte gehofft, viell
„Na, Giotto?", sagte sie leise und sah zu ihrem treuen Begleiter hinüber. Er hatte den Kopf leicht schief gelegt und beobachtete sie aufmerksam, als würde er jedes ihrer Worte genau abwägen. „Zeit für die Arbeit." In dem Moment sprang er auf. Ein kleines, freudiges Aufrichten – sofort wach, sof
„Ach, das regeln wir schon!", antwortete Mimi ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. Ihre Stimme klang, als hätte sie das komplette Szenario längst durchgeplant. „Hauptsache, wir kommen heil hin und wieder zurück. Und unterwegs können wir Musik hören, Snacks einpacken, vielleicht sogar Playlists vor







