Die Frau auf dem Foto strahlte Jugend aus, ihr Lächeln leuchtete, jede Faser ihres Wesens sprühte vor Lebenskraft.Noch jünger und schöner, als Sophie sie in Erinnerung hatte.Es war ihre Mutter, Sabine.Dieses Foto hatte sie früher schon einmal gesehen, ebenfalls in Friedrichs Portemonnaie.Nur nicht so neu wie dieses.Das hier war frisch entwickelt worden.Sophies Gefühle waren widersprüchlich.Dass Friedrich Sabine zutiefst geliebt hatte, wusste sie.Aber sie konnte nicht verstehen, wie er, der Sabine so sehr liebte, sie damals hatte betrügen können.Und dann hieß es doch: Wer jemanden liebt, liebt auch, was ihm gehört.Er hatte Sabine so sehr geliebt – und war dennoch so herzlos zu ihr und Chris gewesen…So vieles, das sie nicht verstand.Vorne auf der Straße kam Friedrichs Wagen näher. Sophie ließ sich nichts anmerken, klappte das Portemonnaie zu und steckte es zurück in die Jackentasche.„Sophie, steig ein.“„Ja, okay.“Danach fuhren sie nirgendwo mehr hin. Beide h
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