Sie waren beide erwachsen. Gegen welches Pfand er tauschen wollte, war Luna völlig klar, zumal sie so eng aneinanderlagen, dass sie seine Erregung spürte.So weit hatten sie es getrieben, und noch immer konnte er ihr so begegnen. Daran ließ sich ablesen, dass es ihm in Wahrheit gleichgültig war, ob sie die ganze Wahrheit kannte, ob sie sein wahres Gesicht durchschaute.Sie war ohnehin in seiner Hand. Ob sie es wusste oder nicht, änderte nichts daran, dass er tun konnte, was er wollte. So hochmütig war er, so zügellos.Luna stand kurz vor dem Platzen: „Lass mich los!“Julian hielt sie fest umklammert, fasste ihr Kinn und küsste sie. Ohne Zögern riss Luna den Mund auf und biss ihm in die Zunge, so wild, als wollte sie sie ihm abbeißen.Julian zog sich rasch zurück und sah ihre blutunterlaufenen Augen voller Zorn und Hass auf ihn. Seine Brauen zuckten, kurzerhand legte er ihr die Hand über die Augen: „Warum bist du nur so schwer zu beruhigen?“Der Satz klang tatsächlich, als hielte
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