Kapitel 99Nach dem Weggang des Tierarztes kehrte auf dem Hof wieder die gewohnte Stille ein. Robson lehnte den Rücken gegen einen hohen Heuballen, die Arme hinter dem Kopf verschränkt, den Hut auf den Boden geworfen. Der Schweiß des Nachmittags klebte sein offenes Hemd an seiner Brust fest, aber das kümmerte ihn nicht. Der Körper war von der Arbeit müde, aber der Kopf... der Kopf war schlimmer.Er fühlte sich allein. Auf eine Weise, die nicht nur körperlich war. Auch wenn er der extrovertierte Bruder war, der laut lachte und Rafael nur provozierte, um dessen Gesicht sich verziehen zu sehen, war Robson kein Mann, der jede Nacht in Bars saß oder ins Bordell ging, um das zu ertränken, was weh tat. Der Rausch vom Vortag war eine Ausnahme gewesen, Schuld von Luana, immer Luana. Er konnte noch immer nicht akzeptieren, dass sie jetzt jemand anderen hatte. Jemanden, der sie mit dem Auto durch die Stadt spazieren fuhr, der Fotos mit ihr postete, auf denen sie lächelte, als wäre die Welt perfe
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