AurélieDer Kellner tritt ein, schiebt seinen silbernen Servierwagen. Neutrales Lächeln, ein Blick, der nichts sieht, auf einen Punkt über unserer Schulter geheftet. Das Klappern des Silberbestecks, das Flüstern des feinen Porzellans auf der Marmorplatte. Dann der Geruch. Frischer Kaffee, herb und kräftig. Warme Butter, fast karamellisiert, süße Himbeermarmelade. Der saubere, beruhigende Geruch von Toastbrot. Er erobert den Raum, greift den anderen Geruch an, den fleischlichen, nächtlichen, überdeckt ihn allmählich. Es ist eine körperliche Erleichterung. Ich kann wieder atmen, ohne dass sich mir der Magen umdreht.Lorenzo hat sich aufgesetzt, das Laken bis zur Taille hochgezogen. Er beobachtet die Szene, amüsiert, die Augen noch schwer, aber ein Funkeln von Appetit blitzt darin auf, auf die goldenen Croissants gerichtet.Als wir allein sind, serviere ich den Kaffee. Schwarz, brühheiß, dampfend. Ich reiche ihm die Tasse. Unsere Finger berühren sich. Ein Funke, ein elektrisierender Kont
Dernière mise à jour : 2026-04-11 Read More