POV RhysDie eiserne Kerkertür knarrte auf, ein langsames, gequältes Ächzen des Metalls, das mir durch Mark und Bein ging. Ich stand im Schatten des steinernen Korridors, die Finger um den Griff meiner Klinge weiß geknockt, und atmete die feuchte, abgestandene Luft der Unterwelt ein.Als die Gestalt schließlich auftauchte, wirkte sie wie ein wahrer Albtraum.Elara trug noch immer diese silberne Maske – kalt, gleichgültig, und sie reflektierte das schwache Fackellicht so, dass ihre Augen wie zwei gähnende Abgründe wirkten. Ihr Kleid war nur noch ein Fetzen, durchtränkt von Blut, das den Stoff in ein schweres, dunkles Violett verwandelt hatte. Blutspritzer waren über ihre Brust und ihren Hals verteilt, noch feucht, noch immer nach Eisen und plötzlichem Tod riechend.Sie stand da oben auf der Treppe, eine Silhouette gegen das schwache Morgenlicht, weniger wie eine Frau wirkend als vielmehr wie eine antike Rachegöttin, die gerade ein Opfer vollzogen hatte.„Du bist zurück“, sagte ich, mei
Ler mais