GabrielIch stehe noch immer, die Jacke noch in der Hand. Sie steht vor mir, die Arme verschränkt, wie ein Richter, der bereit ist, das Urteil zu sprechen.Die Stille ist schwer, zu schwer. Sie breitet sich zwischen uns aus wie eine unsichtbare Wand, und ich weiß, dass sie nicht von Dauer sein wird.»Du glaubst doch wirklich, ich schlucke das?«, platzt es schließlich aus ihr heraus, die Stimme trocken, scharf wie eine Klinge. »Draußen.« Was für eine erbärmliche Ausrede.Ihre Worte knallen in die Luft. Ich höre mehr, als dass ich verstehe. Ich weiß, dass alles, was ich sagen werde, sie nur noch mehr anstacheln wird.Ich antworte nicht. Wenn ich rede, grabe ich mich tiefer ein. Wenn ich schweige, gebe ich ihr Recht.Ich bin gefangen.Sie tritt einen Schritt näher.»Mit wem warst du zusammen? Sag mir ihren Namen.«Ihre Augen, in die meinen gebohrt, durchforsten mich, entblößen mich, versuchen eine Wahrheit herauszureißen, die ich ihr nicht geben kann.Ich halte ihrem Blick stand, aber ic
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