Élise ClaraDas Büro ist weitläufig, heller, als ich es mir vorgestellt hatte, aber es hat diese Kälte eines Ortes, an dem nichts dem Zufall überlassen ist. Jeder Gegenstand ist perfekt ausgerichtet, jede Oberfläche makellos. Ein blitzsauberer Schreibtisch, ein topmoderner Computer, ein Sessel, der puren Komfort ausstrahlt … und durch die Glaswand hindurch die Silhouette von Gabriel De Rohan, der sich über Papiere beugt, als ob die Außenwelt nicht existierte.Ich habe meine Tasche noch nicht abgestellt, da spüre ich schon die Blicke auf mir. Nicht diskret, nicht verstohlen. Eher diese Art von musternden Blicken, die einen taxieren, vergleichen, sezieren. Manche gleiten über meine Schultern, andere über meine Hände … und zwangsläufig auch über meinen kaum gewölbten Bauch.Geflüster folgt.Zwei Frauen aus der Verwaltung gehen an der Tür vorbei und werden ostentativ langsamer. Eine, eine adrette Brünette, neigt den Kopf zur anderen.»Ist sie das?«, haucht sie, wohl glaubend, ich würde es
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