ÉliseDer Vormittag dehnt sich in seltsamer Langsamkeit.Die Minuten hängen aneinander, schwer und zögernd.Die Gesichter um mich herum scheinen verschwommen, wie in einem Traum, aus dem ich nicht erwachen kann.Jedes Mal, wenn er durch den Flur geht, spüre ich, wie mein Körper sich anspannt.Selbst ohne hinzusehen, weiß ich es.Ich erkenne die Art, wie sein Schatten über die Scheiben gleitet, den Rhythmus seiner Schritte, dieses leichte Rascheln des Stoffes, wenn er sich wendet.Die Gerüchte hingegen sind in vollem Gange.Geflüster, halb ersticktes Lachen.Man spricht leise, aber nicht leise genug.Ein flüsternd ausgesprochener Name, ein schnell abgebrochenes Lachen, ein unvollendeter Satz.All das webt ein Netz um mich.Ich halte den Kopf gesenkt, konzentriere mich auf Zahlen, die keinen Sinn mehr ergeben.Aber im Inneren brennt noch alles.Die Nacht, das Meer, der Wind – alles ist zurückgekehrt.Mittags, als die anderen sich anschicken, hinauszugehen, erscheint eine Nachricht auf m
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