MariIch ging durch den Flughafen, das Herz im Hals. Den kleinen Rollkoffer hinter mir herziehend, wirkte ich wie eine müde Reisende. Vielleicht versuchte ich nur, mir selbst vorzugaukeln, dass das keine schlechte Idee war.Denn tief in mir wusste ich es. Ich sollte dieses gefährliche Spiel nicht spielen. Ich hätte mich hinsetzen, ein zivilisiertes, erwachsenes Gespräch führen sollen.Aber Verzweiflung hatte meine Schwäche hervorgebracht. Ich hoffte, dass Kalix und ich heute Abend reden könnten… dass er sich entschuldigte, mich zurückbettelte, und dann könnte ich ihn bestrafen, und wir würden wieder auf Kurs kommen.Ich hatte Livia nicht wieder gesehen. Keine Ahnung, was zwischen ihr und ihm lief. Aber Kalix wollte mich treffen. Das musste heißen: nichts. Hoffentlich nichts. Gott, bitte nichts… stopp.Ich duckte mich in die Toilette, um mir selbst eine letzte Ansprache zu geben. Lippenstift nachgezogen, sein Favorit, rot. Blick in den Spiegel. Dunkles Haar, offen und wellig. Kein Klei
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