Isabella verließ Sophies Büro um 11:30 Uhr, ihre Gedanken waren unruhig.Sie durchquerte Paris, ohne es wirklich wahrzunehmen. Ihre Schritte trugen sie mechanisch in Richtung Marais, zum Konditoreiladen ihrer Mutter, dem einzigen Ort, an dem sie sich je sicher gefühlt hatte.Die Rue des Rosiers wimmelte von Menschen. Touristen schlenderten durch die Läden. Pariser kauften ihr Brot. Der vertraute Rhythmus des Viertels, in dem sie aufgewachsen war, erinnerte sie an das Leben vor der luxuriösen, kalten Wohnung, in der Étienne sie eingesperrt hatte.Hélènes Konditorei stand an der Ecke. In den Schaufenstern präsentierten sich makellose Gebäckstücke, arrangiert wie Kunstwerke. Durch das Glas erblickte Isabella ihre Mutter hinter der Theke, eine geschickte Kellnerin, schlank trotz ihres Alters.Der Laden war klein, aber gemütlich, geprägt von der Morgendämmerung und Beharrlichkeit, nicht von einer Erbschaft.Isabella stieß die Tür auf. Die Glocke klingelte. Der Duft von Butter, Zucker und f
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