Anna Schweigen herrscht im Zimmer. Louis ist eingeschlafen, mit langsamem Atem, ein besitzergreifender Arm auf meine Taille gelegt wie eine unsichtbare Kette. Ich liege da, mit weit geöffneten Augen, unfähig, Schlaf zu finden. Mein Körper brennt noch von seinen Angriffen, gezeichnet von seinen Abdrücken, aber es ist mein Geist, der taumelt, verschlungen von der Schwärze dessen, was ich gerade erlebt habe. Ich betrachte ihn schlafend, und eine besessene Frage bohrt sich in meinen Schädel: An welches Monster habe ich meine Seele verkauft? Sein Gesicht wirkt fast friedlich im Schlaf, aber ich weiß, was er hinter dieser eisigen Schönheit verbirgt. Heute Abend habe ich gesehen, was er wirklich ist. Ich habe gesehen, wie er einen Mann gefoltert hat, ohne zu blinzeln, ohne Mitleid, ohne eine Spur von Reue. Ich habe gesehen, wie seine Hände sich mit dem Blut anderer füllten… und dennoch haben dieselben Hände mich gestreichelt, mich gez
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