MILAN„Nur ein Wasser, ohne Eis. Danke.“Ihre Stirn legte sich in Falten. Sie zögerte kurz, nickte dann aber und rauschte in ihrer Pseudo-Toga davon.„Wasser? Seit wann trinkt ein Milan Ayden denn Wasser?“Verdammt. Ich versuchte so zu tun, als hätte ich nichts gehört, aber die penetrante Zuckerwatten-Note ihres Parfüms verriet mir, dass Livia bereits viel zu nah war, um sie zu ignorieren.„Livia. Wie geht’s?“, sagte ich und wünschte mir im Stillen einen triftigen Grund, um die Flucht zu ergreifen.Sie schlängelte sich auf den Lederhocker gegenüber von mir und nahm sich ausgiebig Zeit, den extrem kurzen Rock ihres feuerroten Kleides zurechtzurücken, das sie offenbar nach dem Essen angezogen hatte. Es war schulterfrei und ihre Brüste quollen fast aus dem Ausschnitt. Subtilität war definitiv nicht Livias Stärke.„Du siehst aus, als könntest du Gesellschaft gebrauchen“, meinte sie.„Mir geht’s gut, danke“, erwiderte ich. „Mich wundert es eher, dass du nichts Besseres vorhast.“„Nichts is
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