Yuna wusste nicht, wie lange sie geschlafen hatte, als eine leise Stimme an ihr Ohr drang.„Frau Wolfhardt? Frau Wolfhardt?“Mühsam schlug sie die schweren Lider auf. Als ihr Blick sich klärte, erkannte sie zwei geschwollene, von Blutergüssen gezeichnete Gesichter, beide mit einem unterwürfigen Lächeln. Es waren die dürre Frau und Narbe.Sie hockten rechts und links von ihr und wagten kaum, Yuna direkt anzusehen.„Frau Wolfhardt, jemand will Sie sprechen. Ich glaube, Ihr Anwalt ist da“, sagte die dürre Frau leise. Obwohl sie deutlich älter war, behandelte sie Yuna plötzlich wie eine Vorgesetzte. Von ihrer früheren Frechheit war nichts mehr übrig.Ihr Anwalt war also gekommen.Der Gedanke vertrieb den Nebel aus Yunas Kopf. Bevor sie zur Polizei gegangen war, hatte sie K gebeten, einen Strafverteidiger für sie zu finden. Sie hatte sich zwar freiwillig gestellt, wollte aber dennoch jede Möglichkeit nutzen, das Strafmaß so weit wie möglich zu reduzieren.Sie versuchte, sich aufzurichten.
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