Kian hielt sie noch immer fest. Seine Hände lagen warm an ihren Armen, nicht hart, nicht besitzergreifend, sondern mit einer Ruhe, die sie im Hier und Jetzt verankern sollte. Trotzdem spürte Lina, wie sich etwas in ihr bewegte. Es war kein Gedanke und kein Gefühl, das sie benennen konnte, sondern etwas Tieferes, Instinktives, das sich langsam seinen Weg an die Oberfläche bahnte.Der Wald reagierte sofort.Die Luft wurde dichter, wärmer, als hätte sie plötzlich mehr Gewicht. Zwischen den Bäumen wirkten die Schatten lebendiger, nicht bedrohlich, aber aufmerksam, als würden sie sich neu ordnen, um besser sehen zu können.„Lina“, sagte Kian leise. „Bleib bei mir.“Sie wollte antworten, doch ihre Stimme gehorchte ihr nur zögernd. Das Summen in ihrer Brust war stärker geworden. Was zuvor nur ein undeutliches Drängen gewesen war, hatte sich in einen warmen Druck verwandelt, der sich in ihr ausbreitete, als stoße etwas gegen eine unsichtbare Grenze.„Ich … ich weiß nicht, was das ist“, flüste
Last Updated : 2026-04-28 Read more