Lina mochte Wälder nicht besonders. Straßen lagen ihr mehr, Straßen, die nie wirklich still wurden, und Gebäude, die sich wie feste Ankerpunkte in den Himmel schoben. In der Stadt wusste man immer, woher Geräusche kamen und wohin Menschen gingen. Selbst das Chaos folgte einer Logik, die sie verstand. Der Wald dagegen war ein Raum ohne klare Linien, voller Schatten, die sich bewegten, ohne dass man sah, was sie bewegte, und voller Stille, die sich nicht wie Ruhe anfühlte, sondern wie etwas, das wartete. Trotzdem saß sie jetzt im Bus, der tiefer in diese Landschaft hineinfuhr, als es ihr recht war. Das Fenster vibrierte leise neben ihr, jedes Schlagloch schickte ein dumpfes Zittern durch die Sitze, und draußen zog eine Welt vorbei, die mit jedem Kilometer fremder wirkte. Die Straßen wurden schmaler, die Häuser seltener, die Abstände größer. Irgendwann war nur noch Wald geblieben. Sie hätte den Auftrag ablehnen können. Niemand hätte sie dazu gezwungen. Es gab Kollegen, die solche Gesch
ปรับปรุงล่าสุด : 2026-04-27 อ่านเพิ่มเติม