Am Vorabend des sechzehnten Geburtstags von Emma war ich im Keller eingesperrt.Meine Brust schmerzte schon seit drei Tagen, und ich spürte, wie mein Körper immer schwächer wurde.Ich kauerte mich im Heuhaufen zusammen, zitterte am ganzen Leib, meine Zähne klapperten, und mir fehlte fast die Kraft, überhaupt noch über den Schmerz zu klagen.Durch den Spalt der Kellerluke fiel ein schmaler Lichtstreifen – es war Markus.Er hockte draußen und schob mir durch den Türspalt eine Schale mit Brei herein.„Mia“, sagte er leise, als wollte er nicht, dass jemand ihn hörte, „iss etwas, damit du nicht hungern musst.“Ich schwebte vor ihm, getrennt durch das Türbrett, und sah, wie er die Hand zurückzog, ohne einen Blick hineinzuwerfen.„Vater“, sagte ich zu ihm, doch er reagierte nicht. Er konnte mich nicht hören.Er seufzte und sagte: „Mia, sei nicht mehr so trotzig zu uns. Wenn … Wenn Emma gegangen ist, werde ich es wieder gutmachen.“„Ich kaufe dir die besten Stiefel aus Hirschleder, di
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