Tristan schlief drei Tage lang.Drei Tage stiller Qual, von piepsenden Monitoren, von blutgetränkten Verbänden, die gewechselt wurden, von Fieber, das stieg und fiel wie eine grausame Flut. Der Arzt wich nicht von seiner Seite, nicht einmal, um auf die Toilette zu gehen. Wir wechselten uns in erschöpfenden Schichten ab, jeder auf seine Weise mit der Möglichkeit umgehend, dass der Löwe nicht mehr aufwachen würde.Anya brachte Kaffee und redete ununterbrochen über belanglose Dinge — das Wetter draußen, eine Serie, die sie gerade binge-watchte, die Haarfarbe, die sie sich färben wollte. Ich wusste, dass das ihre Art war, nicht durchzudrehen angesichts der Stille, von Tristans unregelmäßigem Atem, von der Angst, die wir alle spürten, aber niemand beim Namen nennen wollte.Zahir überwachte die Geräte schweigend, seine dunklen Augen immer wachsam, die Hände stets bereit, einen Parameter anzupassen, einen Tropf zu wechseln, eine Veränderung zu notieren. Er war methodisch, geduldig — das Gege
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