NINAIch lag in der Dunkelheit in meinem alten Bett und starrte an die Decke. Es war Mitternacht. Mein altes Kinderzimmer spendete mir einen überraschenden Trost, von dem ich gar nicht gewusst hatte, dass ich ihn brauchte.Es war schön, bei meiner Familie zu sein, aber München schien unendlich weit weg.Ich hatte Raphael nicht angerufen, wie ich es versprochen hatte. Genau genommen hatte ich den ganzen Abend nicht mit ihm gesprochen.Hier bei Menschen zu sein, die mich liebten, machte mir bewusst, wie zerbrechlich ich gewesen war. In München war ich völlig allein und mit gebrochenem Herzen gewesen. Klar, ich hatte Eva und Maël, aber ich kannte sie erst seit drei Monaten. Das war nicht dasselbe wie Familie – Menschen, die bedingungslos zu einem hielten, egal was kam.Ich wusste nicht, wohin es mit Raphael gehen sollte, nur dass ich heute Abend nicht mit ihm hatte sprechen wollen. Warum?Vielleicht würde ich diesen Schmerz nie loslassen. Vielleicht hatte er irreparablen Schaden angerich
Leer más