NINA„Verdammt, ich bin so was von am Arsch“, flüsterte ich.Wäre mein Leben ein Film, würde ich in der dritten Reihe sitzen und Popcorn an die Leinwand werfen. „Mach das nicht, du Idiotin“, würde ich der Frau da oben zuzischen und mir mit der Hand übers Gesicht fahren.Aber es gab keine Leinwand. Keinen Sicherheitsabstand. Nur mich, in einem Büro, das nach Geld roch, und ich starrte direkt in das letzte Augenpaar, das ich je wiederzusehen erwartet hatte.„Nina Albrecht, ich möchte Ihnen Herrn Müller vorstellen“, zwitscherte Célestin fröhlich und völlig ahnungslos.Mein Gehirn setzte aus.Herr Müller?Ich drehte mich um, und der Raum kippte.„Hallo, Nina.“Die Stimme traf mich zuerst – tiefer, als ich sie in Erinnerung hatte, aber mit demselben dunklen, samtenen Unterton, der mir früher direkt ans Ohr gegangen war. Meine Lunge verkrampfte sich. Er sah mich über den Schreibtisch hinweg an, mit kühlen, leuchtend blauen Augen, eine Augenbraue leicht gehoben, als wäre er in einen privaten
Last Updated : 2026-05-27 Read more