NINAIch saß im Café gegenüber von Müller Communications, die Hände um einen inzwischen kalten Latte Macchiato geklammert, und beobachtete, wie sich das Medienspektakel vor dem Gebäude versammelte. Kamerateams, Reporter mit Mikrofonen, Neugierige – alle warteten gierig darauf, dass Raphael herauskam. Es war wie ein modernes Schauspiel, bei dem mein Leben die Bühne bildete.Dieser Veruntreuungsskandal war eine riesige Geschichte geworden. Während der Rest der Welt an jedem neuen Artikel hing, fieberte mit und spekulierte, war ich den ganzen Tag den Tränen nah. Meine Augen brannten, mein Kopf dröhnte.Ich wusste nicht, was ich tun oder wie ich ihn erreichen sollte. Er hatte seine Abwehr hochgefahren wie eine uneinnehmbare Festung, und bei allem, was gerade auf ihn einstürmte, wusste ich nicht, wie sehr ich ihn bedrängen durfte, ohne dass er komplett zusammenbrach. Ein falsches Wort, eine falsche Bewegung – und ich könnte alles nur noch schlimmer machen.Ich wollte ihn nicht noch mehr st
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