„Hör auf.“Kaels Stimme schnitt wie eine Klinge durch den Regen. Er stand im Innenhof des Anwesens, bis auf die Haut durchnässt, das dunkle Haar an die Stirn geklebt. In der einen Hand hielt er ein Buch über menschliche Philosophie, in der anderen eine Tasse Tee – als wäre er nach draußen gegangen, um zu lesen, und der Sturm hätte ihn überrascht. Er war nicht zum Lesen herausgekommen. Er war herausgekommen, weil Sera hier war; und sie war hier, weil das Band ihr gesagt hatte, dass er litt. Sie war dem Schmerz gefolgt, wie Wasser der Schwerkraft folgt – ohne nachzudenken, ohne zu wählen, einfach dem tiefsten Punkt entgegenfließend.„Aufhören womit?“, fragte sie. Sie war genauso durchnässt. Der Regen hatte sie beide im offenen Hof überrascht – ein Frühlingssturm, der ohne Vorwarnung über die Berge gezogen war und das Anwesen in eine Landschaft a
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