Das sterile Weiß der Krankenhausflure zog wie ein verschwommener Film an mir vorbei, während ich rannte. Meine Lungen brannten, meine Absätze klackten panisch auf dem Linoleum. Ich sah mich nicht einmal um. Ich hatte Angst, dass Ravens schwarze Limousine bereits vor dem Eingang quietschend zum Stehen gekommen war. Ich hatte Angst vor den grauen Augen, die mich letzte Nacht noch mit so viel wilder Leidenschaft angesehen hatten. Es war alles eine Lüge, hämmerte es in meinem Kopf. Die Pressemitteilung war echt. Er wollte mich vernichten. „Zimmer 412... 412...“, keuchte ich, als ich den Intensivtrakt erreichte. Ich riss die schwere Schiebetür auf. Und da lag er. Mein Vater. Er war blass, abgemagert, und unzählige Schläuche führten von seinem Körper weg, aber seine Augen – diese gütigen, warmen Augen, die ich so schmerzhaft vermisst hatte – waren geöffnet. Als er mich sah, zitterten seine Lippen. „Ava...“, krächzte er mit einer Stimme, die so leise war wie trockenes Laub. „Papa!“, sc
Última atualização : 2026-06-10 Ler mais