Ich mied die Küche am nächsten Morgen wie die Pest.Stattdessen blieb ich in meinem Zimmer, bis ich hörte, dass Alexander zur Arbeit gegangen war. Erst dann traute ich mich nach unten. Meine Hände zitterten noch leicht, als ich mir Kaffee machte. Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, spürte ich seinen Atem auf meinen Lippen, seine Hände an meinem Gesicht und diesen schrecklichen Moment, in dem ich fast nachgegeben hätte.Was stimmte nicht mit mir?Ich sollte ihn hassen. Oder zumindest sollte ich das. Er war arrogant, kontrollsüchtig und verbarg eindeutig etwas. Und trotzdem erinnerte sich mein Körper an jede einzelne Sekunde der letzten Nacht, als wäre sie in meine Haut eingebrannt.Frau Berger warf mir einen wissenden Blick zu, als sie mich sah, sagte aber nichts. Kluge Frau.Den Tag verbrachte ich im Buchladen bei meinem Vater und versuchte, mich im normalen Leben zu verlieren. Der Geruch alter Bücher, das Geplauder der Kunden, das Lächeln meines Vaters, das in letzter Zeit öfter k
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