Dann stieg eine Erinnerung in mir auf.Glasklar.Und gerade deshalb umso schmerzhafter.Ich erinnerte mich daran, wie ich Vanessa vor sechs Jahren in dieser heruntergekommenen Bar kennenlernte, in der ich mich irgendwie über Wasser hielt.Ich war hochschwanger und verzweifelt auf der Suche nach IRGENDEINER Arbeit, bei der mein Zustand niemanden störte.Vanessa saß allein an der Bar.Bleich.Erschreckend dünn.Um sie lag diese leere, erschöpfte Aura, die förmlich danach schrie, dass sie schwer krank war.„Du siehst aus, als könntest du eine Freundin gebrauchen“, sagte sie damals.Wir redeten stundenlang.Zwei Frauen, die beide ganz unten angekommen waren und ausgerechnet in ihrer gemeinsamen Hoffnungslosigkeit unerwartet Halt aneinander fanden.Nach Avas traumatischer Geburt, bei der die Komplikationen mich beinahe das Leben kosteten, tauchte Vanessa wieder auf.Sie besuchte mich im Krankenhaus.Brachte kleine Geschenke mit.Und tröstete mich in einer Zeit, in der ich buchstäblich niema
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