Julians Kopf schnellte zur Tür. Seine Augen weiteten sich, zuerst vor Schock, dann vor etwas, das Panik sein konnte. Er riss sich so abrupt von Vanessa los, dass sie nach vorn stolperte und sich am Rand des Schreibtisches abfangen musste. „Evelyn.“ Ihr Name fiel von seinen Lippen wie eine Frage. Als wäre er sich nicht sicher, ob sie wirklich da war. Sie stand im Türrahmen, wie erstarrt. Die Hände hingen leer an den Seiten. Der Duft seines Aftershaves vermischte sich mit Vanessas Parfüm, mit dem Schweiß dessen, was sie gerade gesehen hatte, und mit dem Geruch seines Lieblingsessens, das jetzt über den Boden verstreut lag. „Evelyn–“ Julian riss die Hose hoch, fummelte am Reißverschluss. Das Hemd hing aus der Hose, war zerknittert und halb aufgeknöpft. Die Haare standen ihm in alle Richtungen. „Lass mich erklären.“ Evelyn sagte nichts. Sie starrte ihn nur an, das Gesicht ausdruckslos, die Augen trocken. Sie hatte Tränen erwartet. Sie hatte erwartet zu schreien, zu weinen, zusammenz
Last Updated : 2026-08-01 Read more