Kapitel 200Ninas PerspektiveDas rohe, ungesicherte Geständnis, das in der feuchten Kellerluft hing, war der letzte Faden, der riss. Ich wollte nicht, dass er aufhörte. Ich wollte nicht an die Gefahr, an die USB-Sticks oder an den morgigen Tag denken. Ich wollte nur ihn.Ich lehnte mich von meiner Sitzfläche auf der kalten Steinanrichte nach vorn, vergrub meine Finger in seinem Haar und zog ihn in einen Kuss.Diesmal gab es kein Zögern. Die sanfte Selbstbeherrschung, die er noch Sekunden zuvor an den Tag gelegt hatte, verflüchtigte sich und wich einem harten, rauhen Aufeinanderprallen von Lippen und Zähnen. Es war ein heftiger, fordernder Kampf aus Hunger, doch unter dieser unbarmherzigen Intensität lag etwas unglaublich Süßes – eine totale Kapitulation vor allem, was wir monatelang verleugnet hatten. Unsere Zungen verflochten sich in einem unordentlichen, atemlosen Rhythmus, schmeckten nach dem schweren, dunklen Wein, den er gerade erst hinuntergeschluckt hatte. Jede Berührung vertr
Última actualización : 2026-09-24 Leer más