Der dunkle Rotwein brannte auf meiner Zunge, als ich noch einen tiefen Schluck direkt aus der Flasche nahm. Die Welt um mich herum schwankte leicht, das grelle Lichtermeer der Stadt hinter dem Fenster verschwamm zu bunten, schimmernden Streifen. „Du verfluchter Heuchler...“, flüsterte ich mit lallender, gebrochener Stimme in das stumme, abgedunkelte Büro hinein. Ich lachte leise auf – ein raues, bitteres Lachen, das sofort in einem erneuten Schluchzen erstarb. „Du eiskalter, verdammter Bastard... Schwester... Du hast mich vor allen verleugnet... Ich hasse dich, Dorian. Ich hasse dich so sehr...“ Plötzlich ertönte das harte Klacken des Schlosses. Die schwere Bürotür schwang auf, und das helle Licht des Korridors schnitt wie ein gleißendes Messer durch die Dunkelheit des Raumes. Dorian stand im Rahmen. Seine Haare waren leicht zerzaust, das Revers seines Anzugs saß schief, und in seinen dunklen Augen lag eine wilde, panische Unruhe. Seine Brust hob und senkte sich stoßweise. „Dora!
最終更新日 : 2026-10-28 続きを読む