
Als der Abschied zur Qual wurdeFür die Scheidung von Warren Alcott gab ich alles freiwillig auf.
Kein Geld. Kein Besitz.
Nicht einmal meinen dreijährigen Sohn nahm ich mit.
Als Warren sah, dass ich wieder die alten Kleider aus der Zeit vor unserer Ehe trug, erstarrte er für einen kurzen Augenblick. Dann verzog er spöttisch den Mund.
„Was soll das werden? Du willst nicht einmal Colton Alcott? Den Erben, den du doch um jeden Preis zur Welt bringen wolltest?“
Er lehnte sich zurück. Sein Blick war kalt, arrogant und voller Hohn.
„Pass bloß auf, dass du dein kleines Theater nicht zu weit treibst. Am Ende kommst du aus dieser Nummer selbst nicht mehr raus.“
Ich unterschrieb den Scheidungsvertrag und schob ihn über den Tisch zu ihm hinüber.
„Keine Sorge. Das ist kein Theater.“
Warren starrte mich an. Zum ersten Mal lag echte Überraschung in seinem Blick. Erst nach einigen Sekunden setzte er seine Unterschrift darunter.
„Auf einmal so vernünftig? Gut. Dann bin ich großzügig. Du darfst deinen Sohn später sogar besuchen.“
Er legte den Stift weg und musterte mich aufmerksam. In seinen Augen lag diese selbstgefällige Sicherheit, die ich drei Jahre lang ertragen musste.
„Jetzt kannst du mich noch anflehen. Vielleicht nehme ich dich dann sogar wieder—“
Ich sagte nichts.
Ich stand einfach auf und ging.
Warren glaubte, ich heiratete ihn nur, weil ich nach der Macht der Mafia gierte. Er war überzeugt, ich nutzte eine alte Schuld aus und drängte mich mit aller Gewalt in die Familie Alcott. Selbst meinen Sohn sah er nur als Werkzeug. In seinen Augen brachte ich Colton nur zur Welt, damit er eines Tages das Imperium der Familie erbte.
Doch sobald Warren von meinem Tod erfuhr, blieb ihm nichts mehr, was er noch falsch verstehen konnte.