
Sein schöner RuinEvelyn Marsh glaubte nicht an Monster. Sie glaubte an Bilanzen, an Quartalsprognosen, an die sichere und geordnete Mathematik eines Lebens, das auf Distanz basierte. Sie war die Art von Frau, die ihr Herz hinter Glas verbarg und ihre Ambitionen scharf polierte. Dann betrat Carter Voss ihre Welt, und jede Regel, die sie sich je auferlegt hatte, geriet in Brand und brannte bis auf die Grundmauern nieder.
Carter Voss ist kein guter Mensch. Das hat er nie behauptet. Ihm gehört die halbe Unterwelt der Stadt, er erzwingt Loyalität durch Angst und vergräbt seine Sünden so tief, dass sie Teil seines Fundaments geworden sind. Er verliebt sich nicht in Frauen. Er erwirbt sie. Nutzt sie aus. Wirft sie weg, bevor sie ihm etwas Wichtiges kosten können.
Aber Evelyn ist anders, und Carter weiß es in dem Moment, als er sie sieht. Sie hat keine Angst vor ihm, und allein das genügt, um sie zur gefährlichsten Person in jedem Raum zu machen, den er je betreten hat. Er redet sich ein, sie sei eine Strategie. Ein Mittel zum Zweck. Eine schöne Ablenkung, um seine Feinde aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Er belügt sich selbst, und tief in seinem teuren Schweigen weiß er es.
Als Evelyn die Wahrheit über Carters Imperium aufdeckt und erkennt, dass ihre eigene Vergangenheit mit dem dunklen Gefüge all dessen verwoben ist, was er geschaffen hat, verschwimmt die Grenze zwischen Liebe und Verderben. Denn in Carter Voss’ Welt ist nur eines gefährlicher, als seine Feindin zu sein: die Frau zu sein, die er unaufhörlich begehrt.
Und Evelyn Marsh wird bald am eigenen Leib erfahren, was es kostet, von einem Mann wie ihm geliebt zu werden.