Die Füchsin und der Jäger
Ryu Seojun führt zwei Leben. Tagsüber unterrichtet er Geschichte an einer Universität in Seoul. Nachts jagt er die Kreaturen, die durch die dunklen Straßen der Stadt streifen. Er trägt ein Schwert, das ihm sein Vater hinterlassen hat. Seit dem Tod seiner Eltern ist er allein. Die Trauer sitzt tief in seinen Knochen. Er glaubt nicht, dass Liebe etwas ist, das ihm zusteht.
Gu Miho wandelt seit über dreihundert Jahren auf dieser Erde. Sie ist eine Gumiho, ein Fuchsgeist mit sieben Schweifen, uralt und mächtig und vollkommen allein. Sie hat einmal einen Menschen geliebt. Es endete in einem Schmerz, den sie noch immer trägt. Seitdem hält sie Abstand zu allen. Sie beobachtet die Stadt vom stillen Rand der Dinge und sagt sich, dass es genug ist.
Dann begegnen sie sich.
Nicht dramatisch. Ein Café. Eine späte Straße. Ein gewöhnlicher Moment, der hätte vorübergehen sollen wie all die anderen. Doch etwas in ihm erkennt etwas in ihr. Etwas in ihr weigert sich, wegzusehen.
Er weiß nicht, was sie ist. Sie weiß nicht, ob sie ihm trauen kann. Doch sie finden immer wieder zueinander. Und langsam, ohne Erlaubnis, ohne Plan, beginnen zwei Menschen, die nicht mehr an Liebe glaubten, etwas zu fühlen, das sie nicht benennen und nicht aufhalten können.
Aber die übernatürliche Welt hat Miho nicht vergessen. Eine Schuld aus ihrer Vergangenheit fordert ihren Preis. Und wenn sie eintrifft, muss Seojun entscheiden, was er bereit ist, für eine Frau zu riskieren, die nicht menschlich ist, und für eine Liebe, die unmöglich sein sollte.