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Vanessa Klein
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Novels by Vanessa Klein

Asche unter Rosen

Asche unter Rosen

Am Tag, an dem ich die Nachricht über meine Erbschaft erhielt, war ich noch immer die Dienerin meiner eigenen Stiefmutter. Dann tauchte ein Name auf, den ich nie zuvor gehört hatte, und plötzlich gehörte mir die Hälfte von Blackwood Manor. Doch kaum hatte ich die Eingangshalle des Anwesens betreten, versperrte Lucien Moreau mir den Weg. Seine Finger gruben sich in mein Kinn, während er kalt sagte: „Du hättest niemals hierherkommen sollen. Jeder Stein dieses Hauses ist mit einem Blut getränkt, von dem du niemals erfahren solltest.“ Ich stieß ihn weg, mietete den billigsten Privatdetektiv, den ich finden konnte, und entdeckte, dass die geheimnisvolle Erbin eine alte Verbindung zu meiner verstorbenen Mutter hatte. In der dritten Nacht fand ich in einem versteckten Raum hinter der Bibliothek einen vergilbten Brief. Die Unterschrift: meine Mutter. Das Datum: eine Woche vor ihrem angeblichen „Selbstmord“. Auf der Rückseite des Papiers stand eine hastig gekritzelte Nachricht: „Wenn meine Tochter eines Tages zurückkehrt, soll sie Blackwood beschützen. Lass Lucien niemals die Wahrheit erfahren.“ Mit dem Brief in meiner Hand drehte ich mich um. Lucien stand plötzlich in der Tür. Seine Augen waren blutunterlaufen. Er packte mich und drückte mich gegen das Bücherregal. Seine Stimme war heiser: „Deine Mutter… ich habe sie getötet. Willst du dieses halbe Anwesen jetzt immer noch?“ Ich sah auf seinen zitternden Adamsapfel, lächelte und sagte: „Lucien, du hast die Wahl. Willst du dieses Haus behalten… oder soll ich dafür sorgen, dass dein eigenes Grab dein Geheimnis bewahrt?“
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Chapter: Kapitel 34 - Beinahe
Elena brauchte einige Sekunden, um wieder zu Atem zu kommen.Sie hielt sich am Beckenrand fest, während hinter ihr noch immer Wasser schwappte.„Du bist schuld“, sagte sie.Lucien strich sich die nassen Haare aus der Stirn.„Interessante Interpretation.“Elena drehte sich zu ihm um.„Du hast mich reingeworfen.“„Und du hast mich hinterhergezogen.“„Notwehr.“„Rache.“„Dasselbe.“Lucien lachte.
Last Updated: 2026-08-10
Chapter: Kapitel 33 - Leichtigkeit
Elena hatte irgendwann aufgehört, die ruhigen Tage zu zählen.Vielleicht war das ein Fehler.Aber zum ersten Mal, seit sie Blackwood Manor betreten hatte, fühlte sich Ruhe nicht mehr verdächtig an.Sie fühlte sich einfach...gut an.Der Nachmittag war ungewöhnlich warm geworden. Die Fenster im Erdgeschoss standen offen, irgendwo im Garten summte ein Rasenmäher, und aus der Küche drang der Geruch von etwas, das Martha seit fast zwei Stunden vorbereitete und über das sie hartnäckig keine Auskunft gab.Elena hatte beschlossen, sich nicht einzumischen.Vor allem, nachdem Martha sie beim dritten Versuch mit einem Kochlöffel aus der Küche gescheucht hatte.Also saß sie auf den breiten Steinstufen hinter dem Haus, die Schuhe neben sich, und ließ ihre nackten Füße über das warme Gras streichen.Das Buch, das Emilia ihr gegeben hatte, lag aufgeschlagen neben ihr.Chroniken von Blackwood und Umgebung.
Last Updated: 2026-08-10
Chapter: Kapitel 32 - Was Schweigen kostet
Als Elias Ashford verließ, war es bereits dunkel.Er wusste nicht genau, warum er überhaupt ins Auto gestiegen war.Vielleicht, weil er in dem kleinen Haus nicht bleiben konnte.Vielleicht, weil Jonathans Teller noch immer auf dem Tisch stand.Oder weil ein einziger Satz seit fast einer Stunde in seinem Kopf widerhallte.Vielleicht bist du ja froh.Elias umklammerte das Lenkrad fester.Vierzehn Jahre.Vierzehn Jahre hatte er versucht, seinen Sohn von all dem fernzuhalten.
Last Updated: 2026-08-09
Chapter: Kapitel 31- Was wir zurücklassen
Die Tage vergingen.Ruhiger, als Jonathan erwartet hatte.Der Besuch in Blackwood Manor rückte zurück in den Alltag, irgendwo zwischen Akten, Terminen und viel zu starkem Kaffee.Zumindest hätte er das tun sollen.Doch ein Gedanke ließ ihn nicht los.Elena.Nicht einmal sie selbst.Vielmehr dieses seltsame Gefühl, das ihn begleitet hatte, seit sie die Tür geöffnet hatte.Als würde er jemanden ansehen, den er nicht kannte...
Last Updated: 2026-08-09
Chapter: Kapitel 30 - Zwischen den Stürmen
Vier Tage waren vergangen, seit Jonathan Winter vor der Tür von Blackwood Manor gestanden hatte.Vier erstaunlich ruhige Tage.Zumindest für die Verhältnisse dieses Hauses.Keine geheimnisvollen Spieluhren.Keine Stimmen hinter verschlossenen Türen.Keine Fotografien, die mehr Fragen aufwarfen, als sie beantworteten.Und vor allem keine Menschen, die Elena ansahen, als müssten sie sich jedes einzelne Wort zweimal überlegen, bevor sie es aussprachen.Na ja.Fast keine.Martha war noch immer Martha.
Last Updated: 2026-08-08
Chapter: Kapitel 29 - Ein junger Winter
Einige Stunden später hatte Elena den Vorfall mit der Amsel beinahe vergessen.Zumindest versuchte sie es.Lucien hingegen war seit dem Morgen ungewöhnlich still.Nicht, dass Schweigen bei ihm etwas Besonderes gewesen wäre.Aber diesmal fühlte es sich anders an.Mehrmals hatte Elena bemerkt, wie sein Blick zum Fenster gewandert war. Als würde ihn etwas beschäftigen, über das er nicht sprechen wollte.Sie hatte kurz überlegt, ihn darauf anzusprechen.Dann hatte sie es gelassen.Wenn Lucien ihr etwas erzählen wollte, würde er das schon tun.
Last Updated: 2026-08-08
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