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Kehinde Remilekun
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Romane von Kehinde Remilekun

Er war drei Männer, und ich habe sie alle geheirat

Er war drei Männer, und ich habe sie alle geheirat

DramaCEOVerratVertragseheRache
Ada Reyes hat alles an die zwei Menschen verloren, denen sie am meisten vertraut hat: ihren Freund und ihre beste Freundin. Ihr Restaurant, mit eigener Hand abgetreten, als sie zu betrunken war, um zu wissen, was sie hergab. Jetzt liegt ihre Mutter im Sterben, ihr Vater hat Schulden, die er nicht zurückzahlen kann, und die einzige Möglichkeit, einen von beiden zu retten, besteht darin, einen Fremden im Koma zu heiraten, vor dem ihre eigene Schwester geflohen ist. Ada heiratet nicht aus Liebe. Sie heiratet wegen des Druckmittels. Sie weiß nicht, dass ihr Ehemann wach ist. Sie weiß nicht, dass er sie bereits anlügt. Und sie hat keine Ahnung, dass der Mann, der ihrer Schwester online das Herz gebrochen hat, der Mann, dem die Schulden ihres Vaters gehören, und der Ehemann, von dem die Welt glaubt, dass er nie wieder aufwachen wird, ein und dieselbe Person sind.
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Chapter: KAPITEL FÜNF: ICH WERDE IHN HEIRATEN
​Der Mann, der an diesem Abend an ihrer Tür erschien, sah nicht aus wie jemand, der beruflich Schulden eintrieb. Wenn überhaupt, glich er eher dem höflichen Onkel von jemandem: ergraute Schläfen, schlicht gekleidet, seine Stimme ruhig und unaufgeregt – auf eine Weise, die alles, was er sagte, nur noch schlimmer klang, nicht besser.​„Mr. Reyes.“ Er streckte eine Hand aus, die Walter nicht ergriff. „Mein Name ist Marcus Doyle. Ich glaube, Sie wissen bereits, warum ich hier bin.“​Ada stand im Türrahmen des Wohnzimmers, nah genug, um alles zu hören, und gab sich keine Mühe mehr zu verbergen, dass sie lauschte. Marielle saß in die Ecke der Couch gekauert, die Arme um die Knie geschlungen; ihre Augen wandernten Richtung Fenster, als berechnete sie bereits den schnellsten Weg aus dem Raum.​„Ich habe ihm abgesagt“, sagte Walter. „Ich habe es ihm bereits gesagt.“​„Das haben Sie“, stimmte Marcus zu. „Und er hat mich gebeten, sicherzustellen, dass Sie die Bedingungen vollständig verstehen, b
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-27
Chapter: KAPITEL VIER: DAS WORT, DAS SIE NICHT HÖREN SOLLTE
​Ada folgte ihrem Vater mit einigem Abstand. Sie blieb nah an der Wand, damit das Neonlicht sie nicht erfassen konnte – getrieben von einem Instinkt, der älter war als die Vernunft und ihr verbot, sich jetzt schon zu erkennen zu geben.​Er war um die Ecke in Richtung Treppenhaus gebogen, das Telefon schon wieder ans Ohr gepresst. Seine Stimme war leise und tief, auf eine Art, die die Härchen auf Adas Armen aufstehen ließ. Sie hatte ihm eigentlich nachrufen wollen; hatte verlangen wollen, dass er ihr diesmal die Wahrheit sagte – kein „Es ist nichts, worüber du dir Sorgen machen musst“ mehr, kein Weggehen mehr mitten im Satz. Doch der Anblick seiner angespannten Schultern ließ sie an der Ecke innehalten, und sie erwischte sich dabei, wie sie lauschte, bevor sie sich bewusst dazu entschieden hatte.​„Ich weiß, was ich Ihnen schulde“, sagte Walter. Seine Stimme klang dünn, zum Zerreißen gespannt über etwas, das gefährlich nah an Flehen grenzte. „Ich habe das nie bestritten. Aber ich brauc
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-27
Chapter: KAPITEL DREI: DIE SCHULDEN
​Der Krankenhausflur roch nach Desinfektionsmittel und Angst – eine Kombination, die Ada in den letzten Monaten zu hassen gelernt hatte. Sie trug immer noch das Kleid von gestern Abend, als sie ihren Vater und ihre Schwester vor Zimmer 214 fand; beide standen da, als hätten sie vergessen, wie man sich hinsetzt.​„Wo ist sie?“, fragte Ada außer Atem, die Brust brannte ihr immer noch vom Rennen. „Ist sie—“​„Sie ist stabil“, sagte Marielle, aber ihre Stimme zitterte bei diesem Wort. „Vorerst. Sie haben gesagt, wenn wir die Anzahlung bis morgen nicht geregelt haben, streichen sie sie komplett vom Operationsplan. Und so schwach, wie sie über Nacht geworden ist, meinte der Arzt, dass Warten…“ Sie hielt inne, unfähig, den Satz zu Ende zu bringen.​Adas Magen sackte an diesem Morgen zum zweiten Mal ins Bodenlose.​Durch das kleine Fenster in der Tür konnte sie ihre Mutter sehen – kleiner, als Ada sie in Erinnerung hatte. Schläuche und Drähte schlängelten sich von ihren Armen weg, ihr Gesicht
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-27
Chapter: KAPITEL ZWEI: WAS SIE UNTERSCHRIEB
​Die Kopfschmerzen kamen noch vor dem Bewusstsein – ein dumpfes Pocher hinter den Augen, das sich bemerkbar machte, bevor Ada sich überhaupt daran erinnerte, einen Körper zu haben, ein Bett, einen Grund, die Augen zu öffnen.​Sie lag eine lange Weile still da und starrte an die Decke, ohne sie wirklich zu erkennen. Ihr Mund war trocken, ihr Magen drehte sich langsam und drohend. Die gestrige Nacht tauchte in Bruchstücken auf, ohne Reihenfolge, und weigerte sich, einen Sinn zu ergeben. Die Bäckerei. Das Geräusch hinter der Bürotür. Priyas Lachen. Theos Stimme, die etwas über einen Zeitplan sagte, und dass sie leicht zu handhaben sei.​Ada drückte den Handballen gegen ihre Stirn und zwang sich aufzurichten. Wasser. Sie brauchte Wasser und etwas gegen die Kopfschmerzen, und vielleicht eine Stunde, in der sie an gar nichts dachte.​Sie schwang die Beine über die Bettkante, und ihre Hand landete auf etwas auf dem Nachttisch, das dort nicht hätte liegen sollen. Papier. Einmal gefaltet.​Ihr
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-27
Chapter: **KAPITEL EINS: DIE UNTERSCHRIFT**
Der Bus hatte bereits drei Minuten Verspätung, als Ada die Karte einfiel.Sie stand am Bordstein, während sich die Tragegurt-Schlaufe ihrer Stofftasche in ihre Schulter grub, und spürte dieses ganz bestimmte, kalte Loch im Magen – das Gefühl, wenn man exakt weiß, was man vergessen hat und wie verdammt viel davon abhängt. Die Anzahlungskarte für die Operation ihrer Mutter. Das Exemplar, das Ada im Tresor des Bäckerei-Büros aufbewahrte, weil in ihre Wohnung im vergangenen Jahr zweimal eingebrochen worden war und sie das Einzige, was zwischen ihrer Mutter und einem Chirurgen stand, der ohne Vorauszahlung nicht operieren würde, nicht aufs Spiel setzen wollte.Das Krankenhaus brauchte die Karte morgen früh um neun Uhr.In ihrem Kopf konnte sie bereits Theos Stimme hören, gewohnt locker und unbeschwert: *„Hol sie einfach morgen Früh, Schatz. Sie läuft doch nicht weg.“*Nur bedeutete morgen Früh einen zweistündigen Hin- und Rückweg vor ihrer Schicht in der Klinik. Und Ada hatte schon vor lan
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-27
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