LOGINARIAS PERSPEKTIVE
Ich verlasse das Krankenhaus nach Mittag, nachdem ich bei der Krankenschwester bestätigt habe, dass es Jeremiah gut geht. Er wehrt sich kaum, zu sehr vertieft in die Märchen, die Luna ihm erzählt. Matteo war gegen neun Uhr morgens mit einem Essenpaket von Mira und einer jungen Frau gekommen, die Miras Ausstrahlung hatte. „Hi! Oh Gott, du bist so schön! Mom redet ununterbrochen von dir. Ich kann gut mit Kindern uARIAS PERSPEKTIVE Alexis seufzt seit zwanzig Minuten, während die Technikerin ihre Maniküre beendet. „Ich fühle mich so dumm“, murmelt sie und starrt auf ihre frischen Nägel. „Das Verlobungskleid schon vor Wochen gekauft… ich dachte wirklich, wir kommen voran.“ Ich drücke vorsichtig ihre Schulter, damit meine Nägel nicht kaputtgehen. „Du bist nicht dumm. Du bist einfach verliebt. Er steckt vielleicht nur tief in der Arbeit, Lex. Du kannst es nicht sicher wissen.“ Innen fühle ich ein bisschen Schuld. Es ist dieselbe Beruhigung, die ich den ganzen Tag wiederhole – im Spa, während der Wachsbehandlung, über die sie sich beschwerte, und während wir unser softes Glam-Make-up auswählten. Jedes Mal, wenn sie Charlie anspricht, lenke ich das Gespräch darauf, wie gut sie aussieht oder wie viel Spaß wir heute Abend haben werden. Als wir zurück zum Anwesen kommen, ist sie ruhiger, obwohl immer noch zerbrechlich. Ich helfe ihr in das mitternachtsblaue Kleid, das Sandra über Nacht gesc
NOAHS PERSPEKTIVE Ich kann nicht schlafen. Nicht mit Aria, die sich um mich wickelt. Ihr Atem ist langsam und gleichmäßig. Jeder weiche Ausatem streift meinen Arm. Mein Schwanz ist immer noch halb hart, schmerzt davon, wie sehr ich mich vorhin zurückgehalten habe, aber der Rest von mir fühlt sich… leichter an. Ganz. Nur sie ist dazu fähig. Nur sie setzt zurück, was in mir falsch ist, und lässt mich fühlen, als könnte ich wieder mit voller Kapazität funktionieren. Ich bleibe lange still und höre ihr nur zu. Schließlich bewege ich mich. So vorsichtig, wie ich kann, schiebe ich die Arme unter sie und hebe sie. Sie macht ein kleines Geräusch, wacht aber nicht auf. Ich trage sie zum Bett und lege sie neben Remy. Jeder Instinkt schreit danach, hinterherzuklettern, sie an meine Brust zu ziehen und sie dort zu halten. Stat
ARIAS PERSPEKTIVE Das Wasser hatte endlich die klebrige Nachmittagshitze des Freizeitparks weggewaschen und ließ mich erneuert fühlen. Ich trete aus dem Bad, nur in ein Handtuch gewickelt, und reibe ein weiteres durch mein feuchtes Haar. Das Schlafzimmer ist still, abgesehen vom leisen Atemgeräusch Remys hinter dem zugezogenen Vorhang. „Du hast dir Zeit gelassen, Prinzessin.“ Noahs Stimme ist tief und rau an meinem Ohr. Er ist eng an meinen Rücken gepresst, komplett solid, und die harte Länge seines Schwanzes gräbt sich durch den dünnen Bademantel, den er trägt, in mich. Mein Puls springt. „Noah—was machst du hier?“ „Entspann dich.“ Er atmet an der Seite meines Halses ein, als hätte er auf den Duft meiner Haut gewartet. „Niemand hat gesehen, wie ich reingekommen bin.“ „Das bedeutet nicht, dass du einfach—“ Seine Finger zerren an der Mitte me
ARIAS PERSPEKTIVE Die Tür knarrt auf, just als ich aus dem Schlaf auftauche. Aline schlüpft herein und hält eine dampfende Tasse. „Endlich wach. Ich habe vorhin zweimal nach dir geschaut. Mamie hat gesagt, man soll dich in Ruhe lassen – anscheinend hast du die letzten Tage nicht gut geschlafen.“ Sie stellt die Tasse auf meinen Nachttisch. Ich drücke mich gegen die Kissen hoch und gähne. Meine Augen scannen automatisch die andere Seite des Bettes. „Wo ist Remy?“ „Bei Noah.“ Aline tritt ganz ein und lässt sich auf den Rand der Matratze fallen. Ihre Stimme senkt sich verschwörerisch. „Sie sind seit dem frühen Morgen im Spielzimmer. Und a propos deinem Mann – du hättest Mamie heute Morgen sehen sollen. Sie hat ihn über Stephanie ausgequetscht.“ Ich blinzle, die Schläfrigkeit verschwindet sofort. „Mamie hat danach gefragt?“ „Ja!“ Aline klatscht die Hände lautlos zusammen und lehnt sich vor.
ARIAS PERSPEKTIVE Aline steht an der Haustür, die Arme verschränkt, die Augen hell vor offener Neugier. Sie mustert Noah von oben bis unten, langsam und absichtlich, und dreht sich dann mit einem wissenden kleinen Lächeln zu mir. „Ich habe mich gefragt, was dich aufhält. Jetzt sehe ich es.“ Ihr Blick huscht zurück zu ihm. „Verständlich.“ Sie tritt vor und streckt die Hand aus. „Schön, dich endlich persönlich kennenzulernen, Noah. Ich habe ziemlich viel über dich gehört und gesehen. Ich bin Aline – Arias Lieblingscousine, falls sie das noch nicht erwähnt hat.“ Noah nimmt ihre Hand, und ein charmantes Lächeln ersetzt seine übliche kalte Maske. „Ich hoffe, wenigstens einiges davon war gut.“ „Hmm.“ Aline neigt den Kopf, die Augen funkeln vor Schelmerei. „Eine gesunde Mischung. Ich entscheide noch, ob du mehr Teufel oder Engel bist.“ Bevor er antworten kann, stürmt Antoine aus dem Esszimmer, Remy auf der Hü
„Beruhig dich verdammt noch mal und sag mir, was wirklich los ist.“ Seine Stimme steigt, kalt und scharf. „Ich sollte derjenige sein, der wütend ist. Du hast mir ins Gesicht gelogen und dich hinter meinem Rücken mit diesem Bastard getroffen. Wie lange geht das schon?“ Ich starre ihn an, ungläubig. „Dir ins Gesicht lügen? Also soll ich deiner Freundin einen vollständigen Bericht über mein Leben geben? Hätte ich damit anfangen sollen, ihr zu erzählen, wie ich nach vier Jahren endlich das Grab meiner Mutter besucht habe, oder wie es sich anfühlte, dort zu sein? Oder—“ Die Worte bleiben in meiner Kehle stecken und ersticken in einem rauen Atemzug. Tränen brennen hinter meinen Augen. Ich blinzle sie hart zurück. „Prinzessin—“ „Verzeihung, dass ich ihr nicht jedes Detail gegeben habe, Eure Majestät. Nächstes Mal steche ich sie einfach mit einer Gabel. Respektvoll.“ Noah starrt mich einen Schlag an, die Spannung in seinem Ki







