登入Der Bergpass war kaum breit genug, damit zwei Wölfe Seite an Seite laufen konnten.
Auf beiden Seiten ragten zerklüftete Felswände empor, deren Gipfel in einem von dunklen Wolken verhangenen Himmel verschwanden. Lose Steine verschoben sich unter Serenas Stiefeln, während sie allein inmitten des schmalen Pfades stand.
Hinter ihr, weit jenseits des gewundenen Bergpfades, lag das Heiligtum.
Evelyn war dort.
Die Mondgeborene Königin war dort.
Das Schlachtfeld verstummte.Nicht allmählich.Nicht, weil eine Seite die Oberhand gewonnen hatte.Die Stille kam plötzlich.Jeder Krieger hielt inne.Jede Waffe wurde gesenkt.Jeder Wolf hob den Kopf zum Berg.Silbernes Licht schwebte durch den Nachthimmel.Cassian war verschwunden.Seine letzten Worte schienen noch immer in der Luft zu hängen.*Die wahre Prüfung beginnt nach dem Krieg.*Dann brach der erste Voidborn-Krieger zusammen.Ein Schattenfang-Krieger hob seine Waffe, bereit für einen weiteren Angriff.Doch stattdessen begann der Körper des Wesens zu zerbrechen.Die schwarze Rüstung zerfiel.Dunkelheit quoll aus seinen Wunden, bevor der gesamte Körper zu Asche zerfiel.Ein weiterer Voidborn stürzte zu Boden.Dann noch einer.Überall auf dem Schlachtfeld begannen Hunderte zusammenzubrechen.Eini
Das silberne Licht verschlang Evelyn.Sie konnte Damien nicht mehr hören, der ihren Namen rief.Sie konnte nicht mehr spüren, wie Kael gegen ihn ankämpfte.Das Heiligtum verschwand unter einer Flut aus weißem Licht.Für einen schrecklichen Moment fühlte Evelyn sich schwerelos.Dann kam der Schmerz.Er begann in ihrer Brust.Ein brennender Druck breitete sich durch ihren Körper aus, während die Kraft der Mondgeborenen in ihr zum uralten Altar strömte.Das zerstörte Heiligtum reagierte.Steine erhoben sich vom Boden.Zerbrochene Säulen fügten sich wieder zusammen.Uralte Symbole erschienen erneut an den Wänden.Die Leere unter ihnen schrie auf.Evelyn biss die Zähne zusammen.Jetzt verstand sie es.Das Heiligtum baute sich nicht einfach wieder auf.Es benutzte sie.Jeder Atemzug, den sie tat, n&aum
Das Siebte Siegel zerbarst.Für einen Herzschlag herrschte absolute Stille.Dann schrie der Berg auf.Eine Welle schwarzer Energie explodierte aus der zerbrochenen Säule.Evelyn wurde nach hinten geschleudert.Damien fing sie auf, bevor sie gegen die Steinwand prallte, doch die Wucht zwang sie beide auf die Knie.„Halte dich fest!“Das Heiligtum bebte heftig.Steine stürzten von der Decke.Die uralten Säulen zerbrachen eine nach der anderen und setzten Ströme aus Dunkelheit frei, die wie lebendiger Rauch durch die Kammer wirbelten.Kael erhob sich als Erster.Seine Augen weiteten sich.„Das Gefängnis.“Evelyn sah ihn an.„Was?“„Das Siegel hat das Heiligtum nicht beschützt.“Eine weitere Explosion erschütterte die Kammer.Kael starrte auf die Risse, die sich über den Boden a
Cassian stand am Eingang des Heiligtums.Mehrere Sekunden lang bewegte sich niemand.Das silberne Licht des Siebten Siegels erhellte sein Gesicht und offenbarte das Blut auf seiner Rüstung und den ruhigen Ausdruck darunter.Sein Blick wanderte von Evelyn zu Kael.Dann zu Damien.Ein schwaches Lächeln umspielte seine Lippen.„Das also ist eure Antwort.“Evelyn schloss die Finger fester um den mondgeborenen Dolch.Cassian betrat die Kammer.„Ihr glaubt tatsächlich, dass drei Menschen, die zusammenstehen, Jahrhunderte des Blutvergießens ungeschehen machen können?“Kael sagte nichts.Damien rückte ein Stück näher an Evelyn heran.Cassian bemerkte es.„Ein Alpha, der eine mondgeborene Königin beschützt. Ein Wächter, der an ihrer Seite steht.“Er lachte leise.„Ihr nennt das Einheit?&ldquo
Evelyn rannte.Ihre Stiefel schlugen auf den uralten Steinboden, während sie dem schmalen Korridor tiefer in den Berg folgte. Die Wände schienen um sie herum zu atmen und glühten schwach in demselben silbernen Licht, das sie bereits durch die vorherigen Heiligtümer geführt hatte.Hinter ihr hatten sich die Tore des Heiligtums versiegelt.Vorerst.Sie wusste nicht, wie lange sie standhalten würden.Serena war draußen.Die Erinnerung daran, wie sie allein Cassians Armee entgegengestanden hatte, ließ Evelyn nicht los.Serena war durch die Brust getroffen worden.Und trotzdem hatte sie sich geweigert zu fallen.Evelyns Finger schlossen sich fester um den mondgeborenen Dolch.„Halte durch“, flüsterte sie.Sie wusste nicht, ob Serena sie hören konnte.Sie musste daran glauben.Der Korridor weitete sich.Evelyn blieb stehen.
Der Bergpass war kaum breit genug, damit zwei Wölfe Seite an Seite laufen konnten.Auf beiden Seiten ragten zerklüftete Felswände empor, deren Gipfel in einem von dunklen Wolken verhangenen Himmel verschwanden. Lose Steine verschoben sich unter Serenas Stiefeln, während sie allein inmitten des schmalen Pfades stand.Hinter ihr, weit jenseits des gewundenen Bergpfades, lag das Heiligtum.Evelyn war dort.Die Mondgeborene Königin war dort.Und Serena hatte endlich etwas verstanden, das sie jahrelang nicht hatte sehen wollen.Es ging nicht mehr um Damien.Nicht mehr darum, seine Aufmerksamkeit zu gewinnen.Nicht mehr darum, zu beweisen, dass sie den Platz an seiner Seite verdient hatte.Es ging darum, was geschah, wenn Evelyn fiel.Serena schloss die Hand fester um den Mondgeborenen Dolch.Die karmesinrote Klinge glühte schwach in ihrer Hand.Auf der anderen Seite des Passe
Die Stille im Saal brach nicht sofort, nachdem Damien auf ein Knie gesunken war.Sie dehnte sich aus.Hielt an.Als würde der ganze Raum darauf warten, dass die Welt sich selbst korrigierte.Evelyn Marlowe stand wie erstarrt in den unteren Reihen des Saales, ihre Hand noch immer halb erhoben in Ric
Der große Saal der Nightclaw-Festung schimmerte unter hängenden Mondstein-Kronleuchtern. Blasses Licht ergoss sich über polierte Marmorböden und brach sich in unregelmäßigen Reflexionen, die sich bei jeder Bewegung veränderten — wie zerbrochene Erinnerungen, die sich weigerten, zur Ruhe zu kommen.
Die Nightclaw-Festung schlief in Schichten.Die oberen Hallen waren still, bewacht, unberührt von allem, was auch nur entfernt an Verletzlichkeit erinnerte. Die unteren Korridore trugen eine andere Art von Stille in sich — geformt aus Erschöpfung und Pflicht statt aus Frieden.Evelyn Marlowe stand
Der Gang der Heiler war still auf eine Weise, die nach dem Zeremoniesaal falsch wirkte. Nicht friedlich, nur verlassen. Diese Art von Stille, die bedeutete, dass jeder bereits entschieden hatte, wo er hingehörte — und Evelyn Marlowe in keiner dieser Entscheidungen vorgesehen war.Ihre Schritte ware







