เข้าสู่ระบบDie Türklinke senkte sich unter Jennifers Fingern.
Das hätte nicht möglich sein dürfen.
David hatte diese Tür bereits zweimal abgeschlossen.
Doch diesmal gab sie mit einem leisen Klicken nach.
Sofort schlug ihr der Geruch von altem Papier und kaltem Metall entgegen.
Der Raum im Ostflügel war kleiner, als sie erwartet hatte.
Keine Fenster.
An einer Wand standen hohe Aktenschränke.
An der anderen befand sich ein massiver Tresor, dessen Tür einen Spalt offenstand.
Und auf dem Schreibtisch in der Mitte lag ein Dokument.
Darauf standen die Namen ihrer Eltern.
Nicht in einer Akte.
Sondern auf einem Vertrag.
Benz–Loriss Partnerschaftsvertrag
Datiert vierzehn Monate vor dem Unfall.
Jennifers Hände begannen zu zittern, als sie nach den Unterlagen griff.
Die erste Seite bestand aus gewöhnlichen juristischen Formulierungen.
Doch auf der zweiten blieb ihr Blick hängen.
Klausel 9: Im Falle eines Vertragsbruchs einer der Parteien gehen sämtliche Vermögenswerte mit sofortiger Wirkung auf die vertragsgetreue Partei über.
Unten standen zwei Unterschriften.
Die ihres Vaters.
Und die von Robert Loriss.
Davids Vater.
In diesem Moment klopfte es an der Tür.
Jennifer erstarrte.
„Jennifer?“
Davids Stimme klang gedämpft, aber eindringlich.
„Kommen Sie sofort dort heraus.“
Sie bewegte sich keinen Zentimeter.
Langsam öffnete sich die Tür.
David trat ein.
Sein Gesicht war angespannt.
Nicht nur vor Wut.
Sondern vor Angst.
„Was haben Sie gesehen?“, fragte er leise.
Jennifer hob den Vertrag an.
„Das hier.“
Ihre Stimme bebte.
„Meine Eltern haben das Unternehmen nie verkauft. Sie sind eine Partnerschaft mit Ihrem Vater eingegangen.“
Sie sah ihn direkt an.
„Warum hat Ravenna dann alles bekommen?“
David schloss langsam die Tür hinter sich.
„Weil jemand einen Vertragsbruch gefälscht hat“, sagte er ruhig.
„Klausel 9 wurde zwei Wochen vor dem Unfall ausgelöst.“
Jennifer schüttelte ungläubig den Kopf.
„Das ist unmöglich.“
Ihre Stimme überschlug sich beinahe.
„Mein Vater hätte niemals...“
„Ich weiß.“
David unterbrach sie sanft.
„Genau deshalb suche ich seit Jahren nach der Wahrheit.“
Er ging zum Tresor, öffnete ihn vollständig und zog einen dicken Aktenordner hervor.
Er legte ihn vor Jennifer auf den Schreibtisch.
Darin befanden sich Kontoauszüge.
E-Mails.
Zeitprotokolle.
Und interne Dokumente.
„Diese Unterlagen wurden mir eine Woche nach Ihrer Vertragsunterzeichnung anonym zugeschickt“, erklärte David.
Jennifer blätterte hastig durch die Seiten.
Alle Daten stammten aus den zwei Wochen vor dem Tod ihrer Eltern.
Sie hob langsam den Blick.
„Von wem?“
David presste die Lippen aufeinander.
„Ich weiß es nicht.“
Seine Stimme wurde härter.
„Aber die Person beobachtet uns noch immer.“
In diesem Moment ertönte die Gegensprechanlage.
Elises Stimme klang ungewöhnlich angespannt.
„David... Harry Argent befindet sich in der Lobby.“
Eine kurze Pause.
„Er sagt, wenn Sie ihn nicht hinauflassen, informiert er sofort die Presse.“
David fluchte leise.
Dann wandte er sich Jennifer zu.
„Bleiben Sie hier.“
Er öffnete bereits die Tür.
„Schließen Sie hinter mir ab.“
Noch bevor Jennifer antworten konnte, war er verschwunden.
Sie schloss die Tür nicht.
Sie konnte nicht.
Nicht mit dem Vertrag in ihren Händen.
Nicht mit ihrem rasenden Herzen.
---
Zwei Stunden später blieb ihr dennoch keine Wahl.
Sie musste David zur Wohltätigkeitsgala begleiten.
Elise hatte für sie ein tief smaragdgrünes Abendkleid ausgewählt.
Der edle Stoff brachte ihre bernsteinfarbenen Augen zum Leuchten und ließ ihre helle Haut beinahe porzellanfarben wirken.
Ihr Haar war kunstvoll hochgesteckt.
Nur wenige Strähnen umrahmten ihr Gesicht.
Elise betrachtete ihr Werk im Spiegel.
„Sie sehen gefährlich aus“, sagte sie zufrieden.
„Gut.“
Sie lächelte.
„Genau das werden Sie heute brauchen.“
Jennifer hörte kaum zu.
Immer wieder hallten Davids Worte in ihrem Kopf nach.
Jemand wollte, dass Sie diesen Raum finden.
Aber warum?
---
Die Fahrt zur Gala verlief schweigend.
David saß neben ihr.
Seine Krawatte war leicht gelockert.
Ununterbrochen blickte er auf sein Handy.
Seit dem Vorfall im Ostflügel hatte er kaum ein Wort gesprochen.
Als die Limousine vor dem Veranstaltungsort hielt, explodierte das Blitzlichtgewitter.
Reporter riefen durcheinander.
„Mr. Loriss!“
„Ms. Benz! Hierher!“
„Stimmt es, dass Ihre Verlobung mit der Argent-Fusion zusammenhängt?“
„Ms. Benz! Haben Sie David Loriss wirklich zur Verlobung gezwungen?“
Jennifer hob das Kinn.
Sie legte ihre Hand auf Davids Arm.
Er führte sie mit routinierter Gelassenheit durch die Menschenmenge.
Als hätte er das schon tausendmal getan.
Wahrscheinlich hatte er das.
---
Der Ballsaal war noch überwältigender.
Kristalllüster funkelten über den Köpfen der Gäste.
Leise klassische Musik erfüllte den Raum.
Und mitten unter den Anwesenden stand Carmilla.
Sie trug ein silbernes Abendkleid, das vermutlich mehr kostete als Jennifers gesamtes Auto.
Als sie Jennifer entdeckte, lächelte sie.
Es war kein freundliches Lächeln.
Sie kam langsam auf sie zu.
„Nun...“
Sie hob ihr Champagnerglas.
„Wenn das nicht Aschenputtel ist.“
David trat unauffällig einen halben Schritt vor Jennifer.
„Carmilla.“
Carmillas Blick glitt über Jennifers Kleid.
Ihre Frisur.
Davids Hand an ihrem Rücken.
Dann lächelte sie spöttisch.
„Sie haben sich wirklich hübsch gemacht.“
Sie neigte leicht den Kopf.
„Für ein Dienstmädchen.“
Mehrere Gäste in ihrer Nähe verstummten.
Jennifer spürte, wie ihr Gesicht heiß wurde.
Vor vier Jahren hätten diese Worte sie zerstört.
Heute machten sie sie nur wütend.
Sie lächelte ruhig.
„Eigentlich arbeite ich seit drei Jahren nicht mehr für Ihre Mutter.“
Sie hielt Carmillas Blick stand.
„Aber es freut mich zu hören, dass sie immer noch über mich spricht.“
Eine kurze Pause.
„Es ist schön, unvergesslich zu sein.“
Für einen Augenblick verlor Carmilla ihr Lächeln.
David drückte Jennifers Rücken kaum merklich.
Eine stumme Anerkennung.
Noch bevor Carmilla antworten konnte, dimmte sich das Licht.
Der Moderator trat ans Mikrofon.
„Meine Damen und Herren...“
„Bitte begrüßen Sie Mr. David Loriss und Ms. Jennifer Benz!“
Applaus erfüllte den Saal.
David führte Jennifer auf die Tanzfläche.
Das Orchester begann einen langsamen Walzer.
David legte eine Hand an ihre Taille.
Mit der anderen hielt er ihre Hand.
„Sehen Sie Carmilla nicht an“, murmelte er.
„Sehen Sie mich an.“
Jennifer hob den Blick.
Seine grauen Augen ruhten ruhig auf ihr.
„Sie sind wütend.“
„Wären Sie nicht auch wütend?“
David nickte kaum merklich.
„Doch.“
Seine Stimme wurde leiser.
„Aber nicht auf Sie.“
Für einen kurzen Moment schien der überfüllte Ballsaal zu verschwinden.
Es gab nur noch sie beide.
„Warum haben Sie mir nichts von der Partnerschaft erzählt?“, fragte Jennifer leise.
David führte sie weiter im Takt der Musik.
„Weil ich nicht wusste, ob Sie mir glauben würden.“
Er machte eine kurze Pause.
„Und weil Sie in Gefahr geraten, sobald Sie mir glauben.“
Jennifer schluckte.
„Soll ich also einfach so tun, als wäre nichts passiert?“
„Nein.“
Seine Stimme blieb ruhig.
„Sie sollen lange genug überleben, um die Wahrheit zu beweisen.“
Die Musik schwoll an.
Plötzlich zerschellte irgendwo am Rand des Saales ein Glas auf dem Boden.
Alle Köpfe drehten sich gleichzeitig um.
Harry Argent stand am Eingang.
Sein Jackett hing über einer Schulter.
Die Krawatte war gelockert.
Sein Blick war fest auf Jennifer gerichtet.
David zog Jennifer unmerklich näher an sich.
„Bleiben Sie hinter mir.“
Harry ging langsam durch den Saal.
Die Gäste machten ihm schweigend Platz.
Er blieb wenige Meter vor ihnen stehen.
„Jennifer.“
Seine Stimme klang ruhig.
Beinahe vertraut.
„Wir müssen reden.“
Jennifers Brust zog sich zusammen.
Harry war einst der beste Freund ihres Bruders gewesen.
Er hatte auf der Beerdigung ihrer Eltern neben ihr gestanden.
„Nicht hier“, sagte sie.
Harry nickte langsam.
„Dann kommen Sie mit nach draußen.“
Seine Augen verengten sich leicht.
„Es sei denn, Sie haben Angst.“
David trat einen Schritt vor.
„Sie geht nirgendwo mit Ihnen hin.“
Harry richtete seinen Blick auf David.
Eiskalt.
Berechnend.
„Sie haben keine Ahnung, wen Sie da beschützen.“
Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.
„Sie ist eine Gefahr.“
Eine kurze Pause.
„Genau wie ihr Vater.“
Jennifer wurde eiskalt.
„Was haben Sie gerade gesagt?“
Harry lächelte.
Doch seine Augen blieben hart.
„Ihr Vater hat einen Deal mit den falschen Leuten geschlossen.“
Er machte einen weiteren Schritt nach vorne.
„Und jetzt kommen sie ihretwegen zurück.“
Der gesamte Ballsaal verstummte.
Carmilla hatte bereits ihr Handy gezückt und filmte.
Jennifer spürte, wie David sich anspannte.
„Sicherheitsdienst“, sagte er ruhig.
„Sofort.“
Doch bevor sich jemand bewegen konnte, flogen die Türen des Ballsaals auf.
Zwei Männer in schwarzen Anzügen traten ein.
Sie hielten ihre Dienstausweise hoch.
„Jennifer Benz?“
Der ältere der beiden sah sie direkt an.
„Sie sind wegen Wirtschaftsspionage festgenommen.“
Jennifer wurde schwindelig.
Ihre Knie gaben beinahe nach.
David stellte sich sofort schützend vor sie.
„Sie haben keinen Durchsuchungs- oder Haftbefehl.“
Der Beamte zog ein Dokument hervor.
„Doch.“
Er hielt es hoch.
„Von einem Richter unterzeichnet.“
„Vor zwei Stunden.“
Jennifer blickte David an.
Sein Gesicht blieb vollkommen ausdruckslos.
„Sagen Sie kein einziges Wort“, sagte er ruhig.
„Gar nichts.“
Am anderen Ende des Saales beobachtete Harry die Szene.
Auf seinen Lippen lag ein zufriedenes Lächeln.
Als die Beamten Jennifers Arm ergriffen, kreisten ihre Gedanken nur noch um den Vertrag im Ostflügel.
Jemand hatte gewollt, dass sie diesen Raum fand.
Und jetzt wollte dieselbe Person, dass sie im Gefängnis landete.
Kapitel 44: Das Blut erwachtPOV: Jennifer„Nein.“Das Wort kam aus einer Tiefe, die weit unter meiner Kehle lag.Es war kein Schrei.Es war keine Angst.Es war ein Befehl.Die Kammer reagierte.Alle Lichter explodierten gleichzeitig.Der erste Benz erstarrte.Die Soldaten erstarrten.Sogar die Luft schien einzufrieren.Elenas Hand lag noch immer in meiner.Warm.Klein.Zitternd.Doch in dem Moment, in dem sich unser Blut berührte, veränderte sich etwas.Das unbekannte Symbol unter unseren Füßen begann heller zu glühen.Der erste Benz machte einen Schritt zurück.„Nein.“Zum ersten Mal, seit er erschienen war, klang er ängstlich.David bemerkte es.„Was hast du getan?“„Ich weiß es nicht.“Meine Stimme zitterte.Doch die Kraft in mir tat es nicht.Es fühlte sich an, als hätte etwas Uraltes seine Augen geöffnet.Der erste Benz hob die Hand.„Trennt sie.“Die Soldaten setzten sich in Bewegung.David stellte sich vor uns.„Versucht es.“Drei Männer stürmten auf ihn zu.Der erste schlug z
Kapitel 43: Der erste BenzPOV: JenniferDer Herzschlag wurde lauter.Bumm.Die Kammer bebte.Bumm.Staub rieselte von der Decke.Bumm.Elena vergrub ihr Gesicht an meiner Brust.David legte einen Arm um uns beide.„Bleibt hinter mir.“Ich konnte mich nicht bewegen.Etwas stieg unter dem Boden empor.Etwas Lebendiges.Robert Argent stand nahe dem Eingang und beobachtete alles mit einem Lächeln.Meine Mutter sah entsetzt aus.Nicht ängstlich.Entsetzt.„Mom?“Sie antwortete nicht.„Mom, was ist das?“Ihre Augen blieben auf die Öffnung gerichtet.„Der Anfang.“Ein weiterer Ruck.Die kreisförmige Plattform spaltete sich.Metallplatten bogen sich nach hinten.Darunter befand sich eine riesige Kammer, erfüllt von Dunkelheit.Dann gingen Lichter an.Eines.Zwei.Zehn.Hunderte.Eine Treppe führte hinab in die Dunkelheit.Am Ende stand ein Mann.Er war groß.Zu groß.Sein Haar war vollkommen weiß.Seine Kleidung wirkte uralt, aber perfekt erhalten.Er stand vollkommen still.Dann öffneten si
Kapitel 42: Der Argent-RatPOV: Jennifer„SCHNAPPT EUCH DAS MÄDCHEN!“Der Befehl hallte durch die Kammer.Männer in schwarzer Rüstung strömten durch die zerstörte Tür.Schüsse fielen.David zog mich hinter die zentrale Plattform.„Bleib unten!“Ich drückte Elena an meine Brust.Sie zitterte.„Mama …“„Ich bin hier.“„Lass nicht zu, dass sie mich mitnehmen.“„Das werde ich nicht.“David schoss über die Plattform hinweg.Ein Mann ging zu Boden.Ein anderer bewegte sich auf uns zu.Victor fing ihn ab.Die beiden krachten zu Boden.Meine Mutter nahm einem der gefallenen Wachen eine Waffe ab.„Jennifer!“Ich blickte auf.„Halte Elena hinter der Plattform.“„Was machst du?“„Ich verschaffe euch Zeit.“Sie trat ins Freie.Ein bewaffneter Mann hob seine Waffe.Sie schoss zuerst.Er fiel.Ein anderer kam von links.Victor erschoss ihn.Für einen Moment wurde die Kammer zum Chaos.Dann erhob sich eine Stimme über dem Gewehrfeuer.„Stopp.“Alles erstarrte.Die Soldaten senkten ihre Waffen.Ein M
Kapitel 41: Die BlutköniginPOV: JenniferJede Tür in der Anlage öffnete sich.Gleichzeitig.Metalltüren.Sicherheitstüren.Tresortüren.Notausgänge.Alle.Das Geräusch rollte wie Donner durch den unterirdischen Komplex.David zog Elena näher an sich.„Was hast du aktiviert?“„Ich habe nichts aktiviert.“Mein Blick blieb auf der Frau auf dem Bildschirm gerichtet.Silbernes Haar.Blasse Augen.Meine Augen.Sie sah genauso aus wie ich.Nur älter.Kälter.Aber etwas an ihr war unverkennbar.Sie war Familie.Meine Großmutter.Die Frau, die meine Mutter nie erwähnt hatte.Die Frau, die sich selbst nannte—Die Blutkönigin.Meine Mutter wich einen Schritt zurück.„Nein.“Die Frau lächelte.„Das sagst du seit achtundzwanzig Jahren, Mara.“Meine Mutter sah mich an.„Jennifer, hör ihr nicht zu.“„Wer ist sie?“Meine Mutter antwortete nicht.Ich wandte mich dem Bildschirm zu.„Wie heißt du?“Die Frau lächelte.„Seraphine Benz.“Der Name traf mich wie ein körperlicher Schlag.Benz.Noch eine Benz
Kapitel 40: Ein HerzPOV: JenniferDie Kammer wurde dunkel.Drei Sekunden lang konnte ich nichts sehen.Dann hörte ich einen Schuss.„DAVID!“Ich rannte nach vorn.Etwas packte mein Handgelenk.Die Stimme meiner Mutter.„Nicht!“Ich riss mich los.„Lass mich los!“„Er hat nicht auf sich selbst geschossen.“Ich erstarrte.„Was?“Die Notbeleuchtung flackerte auf.David stand auf der anderen Seite der Kammer.Seine Waffe lag auf dem Boden.Er lebte.Ich starrte ihn an.Er lächelte.„Ich habe dir gesagt, dass du mir vertrauen sollst.“Ich rannte zu ihm.Mit beiden Händen schlug ich gegen seine Brust.„Du Idiot!“Er fing mich auf.„Gern geschehen.“„Du hast eine Waffe auf dich selbst gerichtet!“„Ich musste sie glauben lassen, dass ich es tun würde.“„Wen?“David blickte zur Decke.„Die Leute, die uns beobachten.“Meine Mutter trat vor.„Was hast du getan?“David deutete auf das Bedienfeld.„Der Countdown hat angehalten.“Ich sah hin.28:00Eingefroren.Victor ging auf das Bedienfeld zu.„
Kapitel 39: Die MutterPOV: JenniferIch konnte mich nicht bewegen.Achtundzwanzig Jahre lang hatte ich mir das Gesicht meiner Mutter auf tausend verschiedene Arten vorgestellt.Manchmal lächelte sie.Manchmal weinte sie.Manchmal stand sie neben meinem Vater.Manchmal verschwand sie im Rauch.Aber niemals so.Niemals lebendig.Niemals zehn Schritte von mir entfernt.Niemals so, als hätte sie mich erst gestern gesehen.Meine Mutter machte einen weiteren Schritt nach vorn.„Jennifer.“Mein Name klang in ihrer Stimme anders.Wie etwas Heiliges.Wie etwas, das sie jahrelang für sich aufbewahrt hatte.Ich schlang meine Arme fester um Elena.David stand neben mir.Seine Waffe war noch immer erhoben.„Bleiben Sie, wo Sie sind.“Meine Mutter sah ihn an.Dann lächelte sie traurig.„Du hast die Augen deines Vaters.“Davids Gesicht verhärtete sich.„Sie kannten meinen Vater.“„Ja.“„Sie kannten Edward Loriss.“Ihr Lächeln verschwand.„Ja.“„Und Sie wissen, was vor elf Jahren passiert ist.“Sie







