MasukAls die Journalistin Lila Hart in die abgelegene Stadt Blackwood Ridge zieht, will sie nur ein ruhiges Leben und einen Neuanfang. Sie ahnt nicht, dass der Wald, der die Stadt umgibt, einem mächtigen Werwolfsrudel gehört – oder dass ihr Alpha, Kane Draven, ein unumstößliches Gesetz hat: Keine Menschen. Keine Ausnahmen. Schon gar nicht als Mate. In dem Moment, in dem Kanes Augen auf Lilas treffen, schnappt das Mate-Band zu wie eine lebendige Kette. Jeder Instinkt in ihm schreit danach, sie zu beanspruchen. Jedes Gesetz seines Rudels fordert, dass er sie zurückweist – oder Schlimmeres. Lila hat keine Ahnung, warum ihr Körper auf den kalten, dominanten Fremden mit so gefährlichem Hunger reagiert. Sie weiß nur, dass je näher sie Kane kommt, desto mehr beginnen die Geheimnisse der Stadt an die Oberfläche zu dringen … und desto mehr Menschen wollen, dass sie verschwindet. In Blackwood Ridge ist es nicht nur verboten, sich in den Alpha zu verlieben. Es ist ein Todesurteil.
Lihat lebih banyakDer Regen prasselte so heftig gegen meine Windschutzscheibe, dass ich die Straße vor mir kaum noch erkennen konnte. Mein alter Toyota kroch den Bergpfad hinauf nach Blackwood Ridge, während der Sturm die Nacht in eine Wand aus Wasser und Wind verwandelte. Ich war bereits stundenlang gefahren, und meine Hände schmerzten vom krampfhaften Festhalten am Lenkrad. Alles, was ich wollte, war ein ruhiger Ort für einen Neuanfang. Der Job bei der örtlichen Zeitung hatte auf dem Papier perfekt geklungen. Eine Kleinstadt. Saubere Luft. Niemand, der meinen Namen kannte oder das Chaos, das ich in der Stadt hinterlassen hatte.
Ich redete mir ein, dass ich vorsichtig war. Ich hatte die Karte zweimal überprüft, bevor ich losfuhr. Ich hatte leicht gepackt. Ich hatte sogar vor dem Spiegel geübt zu lächeln, damit ich freundlich wirkte, wenn ich meinen neuen Chefredakteur traf. Nichts davon hatte mich auf die Gestalt vorbereitet, die mitten auf der Straße stand. Ich trat scharf auf die Bremse. Das Auto rutschte über den nassen Asphalt und kam nur wenige Meter vor ihm zum Stehen. Er bewegte sich nicht. Regen strömte über sein schwarzes Hemd und klebte an einem Körper, der aussah, als wäre er aus Stein gemeißelt. Dunkles Haar klebte an seiner Stirn. Als meine Scheinwerfer sein Gesicht erfassten, erstarrte ich. Seine Augen leuchteten golden in der Dunkelheit. Mein Herz schlug gegen meine Rippen. Ich kurbelte das Fenster gerade weit genug herunter, um über den Sturm hinweg zu schreien. „Sind Sie verletzt? Sie können hier nicht stehen. Ein Auto könnte Sie überfahren.“ Er kam auf mich zu. Einen Moment stand er noch weit weg. Im nächsten lehnte er bereits an meiner Tür, als hätte der Regen selbst ihn hergetragen. Wasser tropfte von seinem Kiefer auf den Fensterrahmen. Die Luft zwischen uns wurde schwer und geladen. Etwas in meiner Brust zog sich zusammen, als hätte jemand an einer unsichtbaren Schnur hart gerissen. Seine Nasenflügel blähten sich. Diese goldenen Augen verdunkelten sich. „Du solltest nicht hier sein“, sagte er. Seine Stimme war tief und rau und trug eine Warnung, die mir die Haare auf den Armen aufrichtete. Ich schluckte. „Ich ziehe nach Blackwood Ridge. Ich habe einen Job bei der Zeitung. Der Chefredakteur erwartet mich morgen.“ „Ich weiß, wer du bist, Lila.“ Mein Name in seinem Mund fühlte sich an wie ein Anspruch. Ich hatte diesen Mann noch nie in meinem Leben gesehen, und doch sprach er, als hätte er auf mich gewartet. Ein tiefes Knurren rollte durch die Bäume. Sein Kopf schnellte zum Wald herum. Sein Gesichtsausdruck verhärtete sich zu etwas Tödlichem. „Steig aus dem Auto“, befahl er. „Was?“ „Jetzt.“ Etwas in seinem Ton ließ keinen Widerspruch zu. Meine Hände zitterten, als ich mich abschnallte und in den prasselnden Regen trat. Er packte mein Handgelenk und zog mich hinter die offene Autotür, gerade als eine dunkle Gestalt aus den Bäumen hervorschoss. Es war ein Wolf. Kein normaler Wolf. Dieser war riesig. Sein Fell hatte die Farbe von nasser Tinte und seine Augen leuchteten in einem unnatürlichen Rot. Er landete genau dort, wo ich eine Sekunde zuvor gestanden hatte. Krallen rissen Furchen in den Asphalt. Der Mann stieß mich hinter sich. Knochen knackten. Kleidung zerriss. Im Bruchteil eines Herzschlags wurde der Fremde zu etwas anderem. Ein massiver schwarzer Wolf mit denselben geschmolzenen goldenen Augen. Er war größer als der Angreifer. Macht strömte von ihm in Wellen aus, die die Luft selbst dichter erscheinen ließen. Die beiden Bestien prallten in einem Wirbel aus Zähnen und Fell aufeinander. Ich taumelte gegen das Auto zurück. Regen und Schock ließen mich erstarren. Ich hatte gerade zugesehen, wie ein Mann sich in ein Monster verwandelte. Und das Monster beschützte mich. Der Kampf war brutal und kurz. Der schwarze Wolf schleuderte den anderen zu Boden. Kiefer schlossen sich um dessen Kehle mit einem widerlichen Knirschen. Der rotäugige Wolf blieb reglos liegen. Der schwarze Wolf verwandelte sich zurück. Er stand nackt im Regen. Blut befleckte seinen Mund. Seine Brust hob und senkte sich heftig. Diese goldenen Augen richteten sich erneut auf mich. Der Zug in meiner Brust verstärkte sich, bis es wehtat. „Du hast zu viel gesehen“, sagte er leise. Meine Stimme kam nur als Flüstern heraus. „Was bist du?“ Er trat einen Schritt näher. Die unsichtbare Kette zwischen uns pochte wie ein zweiter Herzschlag. „Ich bin der Grund, warum du dich von dieser Stadt fernhalten hättest sollen.“ Sein Blick glitt für den Bruchteil einer Sekunde zu meinen Lippen und wurde dann wieder hart. „Und du bist der Grund, warum ich dabei bin, jedes Gesetz zu brechen, das ich jemals durchgesetzt habe.“ Ein Blitz zerriss den Himmel. Irgendwo tief im Wald antworteten weitere Heuler. Sein Kiefer spannte sich an. Er griff nach den zerfetzten Überresten seines Hemdes und wischte sich das Blut vom Mund. Er sah mich an mit etwas zwischen Hunger und reiner, kalter Furcht. „Steig ins Auto, Lila. Du kommst mit mir.“ „Ich gehe nirgendwohin mit—“ „Du hast keine Wahl.“ Seine Stimme sank zu einem Knurren ab, das durch meine Knochen vibrierte. „Das Rudel weiß bereits, dass ein Mensch die Verwandlung gesehen hat. Wenn ich dich hier lasse, werden sie dich vor dem Morgen töten.“ Er öffnete die Beifahrertür meines eigenen Autos und wartete. Ich starrte auf den toten Wolf auf der Straße und dann auf den Mann, der mir gerade das Leben gerettet hatte, indem er zu einem Monster geworden war. Jeder rationale Teil von mir schrie, dass ich weglaufen sollte. Doch die unsichtbare Kette in meiner Brust zog mich stattdessen vorwärts. Ich stieg ein. Er setzte sich halb nackt auf den Fahrersitz. Regen und Blut liefen über seine Haut. Er sah mich nicht an, als er den Motor startete. „Mein Name ist Jacob“, sagte er. „Ich bin der Alpha des Shadow-Ridge-Rudels. Und du, Lila, bist meine Mate.“ Die Worte landeten wie ein Todesurteil. Meine Welt kippte. Draußen tobte der Sturm weiter. Im Auto hatte bereits etwas weit Gefährlicheres begonnen. Ich saß erstarrt auf dem Beifahrersitz, während die Bergstraße hinter uns verschwand. Meine Kleidung war durchweicht. Meine Hände wollten nicht aufhören zu zittern. Der Mann neben mir roch nach Regen und Kiefer und etwas Wildem, das meinen Puls gegen meinen Willen in die Höhe trieb. Jedes Mal, wenn das Auto über eine Unebenheit fuhr, zog sich der unsichtbare Sog zwischen uns enger, bis ich kaum noch atmen konnte. Er fuhr schweigend. Das einzige Geräusch war der Regen und das leise Brummen des Motors. Ich wollte Antworten fordern. Ich wollte schreien. Ich wollte die Tür aufreißen und mich in den dunklen Wald stürzen, statt neben einer Kreatur zu sitzen, die gerade ein anderes Monster mit bloßen Zähnen getötet hatte. Stattdessen blieb ich still, weil die Art, wie er das Lenkrad umklammerte, mir sagte, dass er sich selbst nur mühsam zusammenhielt. Wir bogen von der Hauptstraße auf eine private Auffahrt ab, gesäumt von hoch aufragenden Kiefern. Ein großes schmiedeeisernes Tor öffnete sich, als wir uns näherten, als würde der Wald selbst seinen Alpha erkennen. Dahinter lag eine massive Lodge aus dunklem Holz und Stein. Lichter glühten in den Fenstern wie wachsame Augen. Mehrere Männer traten auf die Veranda, als das Auto anhielt. Alle waren groß und breitschultrig und trugen dieselbe gefährliche Ruhe wie Jacob. Ihre Blicke hefteten sich auf mich, in dem Moment, als ich ausstieg. Einer von ihnen, älter, mit einer Narbe, die über seine Wange lief, sprach zuerst. „Alpha. Du hast einen Menschen auf Rudelland gebracht.“ Jacobs Stimme wurde zu Eis. „Sie steht unter meinem Schutz.“ Die Augen des älteren Mannes verengten sich. „Das Gesetz ist klar. Menschen, die die Verwandlung miterleben, verlassen den Ort nicht lebend. Oder hast du vergessen, was das letzte Mal passiert ist?“ „Genug, Andrew.“ Der Befehl in Jacobs Ton ließ jeden Mann auf der Veranda den Kopf leicht senken. Selbst ich spürte das Gewicht davon. Jacob legte eine Hand in den kleinen meines Rückens und führte mich die Stufen hinauf. Die Berührung schickte einen Ruck durch meinen Körper, den ich hasste, zu spüren. Drinnen roch die Lodge nach Holzrauch und Kiefer und etwas Wildem. Er führte mich an einem großen Wohnbereich mit dunklen Möbeln vorbei in ein Arbeitszimmer, das mit Büchern und Karten ausgekleidet war. Er schloss die Tür und wandte sich mir endlich vollständig zu. Immer noch oberkörperfrei. Immer noch gefährlich. „Es gibt Regeln in dieser Welt, in die du gerade gestolpert bist“, sagte er. „Regeln, die in Blut geschrieben wurden. Eine davon ist absolut. Keine menschlichen Mates. Das Rudel wird dich niemals akzeptieren. Die Ältesten werden deinen Tod oder deine Verbannung fordern. Und wenn sich herumspricht, dass der Alpha von Shadow Ridge einen Menschen beansprucht hat …“ Er trat näher. Ich wich zurück, bis meine Schultern gegen die Wand stießen. Jacob stützte eine Hand neben meinem Kopf ab und schloss mich ein. Sein Duft hüllte mich ein. „Ich sollte das Band jetzt sofort zurückweisen“, murmelte er. „Ich sollte dich mit einer Gedächtnislöschung wegschicken und so tun, als hätte diese Nacht nie stattgefunden.“ Mein Puls raste. „Warum tust du es dann nicht?“ Seine Augen glitten erneut zu meinem Mund. Die goldenen Iris leuchteten heller. „Weil jeder Teil von mir bereits schreit, dass du mir gehörst.“ Das Mate-Band flackerte zwischen uns auf, heiß und unnachgiebig. Mein Atem stockte. Für eine erschreckende Sekunde wollte ich, dass er den Abstand überbrückte. Ich wollte wissen, wie sich diese Lippen anfühlten. Wie sich diese Macht anfühlte, wenn sie nicht auf einen Feind gerichtet war. Jacobs Kontrolle riss gerade weit genug, dass er sich näherte – dann hielt er inne. Seine Stirn berührte fast meine. Sein Atem war rau. „Du bist verboten“, knurrte er. „Und ich habe in meinem Leben noch nie etwas so sehr gewollt.“ Ein Klopfen an der Tür zerbrach den Moment. Andrews Stimme drang durch das Holz. „Alpha. Der Rat versammelt sich. Sie wissen von dem Menschen.“ Jacob schloss die Augen. Als er sie wieder öffnete, war der Hunger verschwunden, ersetzt durch kalte Entschlossenheit. „Bleib in diesem Raum“, befahl er mir. „Öffne die Tür für niemanden außer mir. Verstehst du?“ Ich nickte, ohne meiner Stimme zu trauen. Er richtete sich auf, griff nach einem Hemd von einem nahegelegenen Stuhl und zog es an. An der Tür hielt er inne, die Hand am Knauf. „Falls sie beschließen, dich zu eliminieren“, sagte er leise, „werde ich dieses gesamte Rudel dem Erdboden gleichmachen, bevor ich zulasse, dass sie dich anrühren.“ Dann war er weg. Ich rutschte an der Wand hinunter, bis ich auf dem Boden saß. Mein Herz hämmerte. Regen tropfte immer noch aus meinem Haar. Ich war nach Blackwood Ridge gekommen für ein ruhiges Leben. Stattdessen war ich zum gefährlichsten Geheimnis geworden, das ein Alpha je gehütet hatte. Und das Mate-Band wurde nur immer stärker. Irgendwo hinter der geschlossenen Tür erhoben sich Stimmen in Wut. Ich konnte die Worte nicht verstehen, aber den Ton schon. Sie entschieden, ob ich lebte oder starb. Ich presste die Hände gegen meine Brust, wo die unsichtbare Kette immer noch zu dem Mann zog, der gerade weggegangen war. Jacob, der Alpha. Meine Mate. Der eine Mensch in dieser Welt, dem es nicht erlaubt war, mich zu wollen. Ein plötzliches Heulen zerriss die Nacht außerhalb der Lodge. Es wurde beantwortet von einem weiteren und noch einem, bis der Wald selbst zu schreien schien. Die Tür zum Arbeitszimmer rüttelte einmal, als hätte sich etwas Schweres dagegengeworfen. Dann wurde alles still. Ich hielt den Atem an und wartete auf das nächste Geräusch, das mir sagen würde, ob Jacob den Streit gewonnen hatte – oder ob das Rudel mein Schicksal bereits besiegelt hatte.Das Zelt roch nach Kräutern und Blut und dem scharfen, klaren Duft des hohen Waldes. Kaeliths Heiler arbeiteten mit stiller Effizienz an Jacob. Sie reinigten die tiefsten Wunden und packten sie mit Umschlägen, die brannten und dann kühlten. Ich blieb die ganze Zeit an seinem Kopf mit beiden Händen auf seinen Schultern und dem Band zwischen uns verriegelt wie eine lebendige Linie. Jedes Mal, wenn sein Atem stockte, schickte ich einen weiteren Schub an Willen über die Verbindung. Jedes Mal, wenn er mit einem schwachen Puls antwortete, atmete ich wieder.Anita saß an der gegenüberliegenden Wand des Zeltes mit ihren eigenen verbundenen Wunden. Andrew stand nahe dem Eingang, obwohl er kaum noch aufrecht bleiben konnte. Die Höhlenkämpfer, die die lange Nacht überlebt hatten, hielten draußen lose Wache. Niemand vertraute dem neuen Lager vollständig. Die Felle waren falsch. Die Gerüche waren unbekannt. Die Politik war älter und kälter, als es uns allen lieb war.Kaelith trat gegen Mitternacht
Die vernarbte Frau stand im Nebel, ihre Wölfe in einem sauberen, disziplinierten Bogen ausgebreitet. Ihre Felle waren nicht das blasse Weiß von Moonfall und nicht die dunkleren Schattierungen von Shadow Ridge. Gestromt. Tiefrot. Eisengrau. Sie beobachteten alles mit der Ruhe von Kämpfern, die bereits entschieden hatten, wie viel Blut sie zu vergießen bereit waren.Seris erholte sich zuerst. Ihre weiße Wolfsform verwandelte sich in einer einzigen fließenden Bewegung zurück in die menschliche. Blut lief noch aus den Silberwunden und aus dem Schaden, den Anita ihr zugefügt hatte, aber ihre Stimme kam kalt und stetig heraus.„Kaelith. Du hättest in den östlichen Gebieten bleiben sollen. Das ist Angelegenheit des Eisernen Gelübdes.“Die vernarbte Frau Kaelith lächelte ohne Wärme. „Das Eiserne Gelübde hörte auf, deine private Waffe zu sein, in dem Moment, als du die Hälfte der nördlichen Rudel in einen Krieg um eine menschliche Mate gezogen hast. Einige von uns erinnern sich noch an den Pre
Der Hang unterhalb des Pfads war ein zerbrochenes Durcheinander aus Stein und lockerer Erde und zerrissenen Kiefern. Wir kletterten im Dunkeln hinunter mit mehr Vorsicht als Geschwindigkeit. Ein falscher Schritt würde beenden, was die lange Nacht bereits begonnen hatte. Anita ging in Wolfsform voraus und prüfte jeden Halt. Die zwei Höhlenkämpfer blieben nah bei mir. Ich folgte dem Zug des Bands und sonst nichts.Jacobs Gegenwart war eine dünne, helle Linie, die mich westwärts und abwärts zog. Sie trug Schmerz so tief, dass er mir in Wellen den Atem raubte. Sie trug auch den hartnäckigen Kern von ihm, der sich weigerte dunkel zu werden. Seris lebte ebenfalls noch. Ich konnte das kalte Echo ihres Hasses spüren, das sich in dieselbe Richtung bewegte. Der Absturz hatte keinen von beiden beendet.Der Nebel verdickte sich, während wir abstiegen. Er klebte an Haut und Fell und verwandelte die Bäume in blasse Gestalten, die sich zu verschieben schienen, wenn ich zu lange hinsah. Blutspuren ze
Die blassen Wölfe kamen von beiden Enden des Pfads gleichzeitig. Es gab keinen Raum mehr für kluge Bewegungen oder vorsichtige Verteidigung. Die Findlinge, die uns teilweisen Schutz gegeben hatten, wurden zum Zentrum eines brutalen und endgültigen Gedränges.Andrew stellte sich der unteren Gruppe mit den letzten der Höhlenkämpfer entgegen. Anita warf sich in die obere Linie. Ich blieb über Jacob mit der versilberten Klinge und dem alten Messer und dem dünnen, hellen Faden des Bands als meiner einzigen verbliebenen Stärke. Seine Gegenwart war kaum noch da. Jeder schwache Puls sagte mir, dass er noch kämpfte zu bleiben.Der erste blasse Wolf, der mich erreichte, starb an der versilberten Klinge. Der zweite zog eine tiefe Linie über meine Schulter, bevor ich ihm das alte Messer in die Kehle stieß. Blut lief warm meinen Arm hinunter und vermischte sich mit allem anderen, das ich bereits verloren hatte. Das Band flackerte heftig. Jacob spürte die neue Verletzung und versuchte aufzustehen.











