INICIAR SESIÓNDarlene wusste schon immer, dass sie sich durch ihre Kurven von den anderen Wölfen im Rudel „Silver Moon“ unterschied, doch sie glaubte, dass ihre Schönheit und ihre Gabe als Heilerin für ihren Partner ausreichen würden. Sie hatte sich getäuscht. In der Nacht der Zeremonie weist der zukünftige Alpha sie vor Hunderten spöttischer Blicke grausam zurück: „Ich will keine Moon, die nicht einmal neben einem Krieger herlaufen kann. Du bist zu viel für meine Augen, Darlene.“ Gedemütigt und mit gebrochenem Herzen flieht Darlene ins Revier der Blutwölfe, eines Rudels von Ausgestoßenen, angeführt vom furchterregenden und legendären Eryx. Er ist ein verbanntes Alpha, gezeichnet von Krieg und Hass, der nicht an das Schicksal glaubt … bis er den Duft der Wölfin wahrnimmt, die in sein Revier eingedrungen ist. Für die Welt ist Darlene „zu viel“. Für Eryx ist sie die Vollkommenheit, die sein Wolf einfordern will. Eryx wird ihr nicht nur ein Zuhause geben; er wird ihr die Macht geben, diejenigen zu vernichten, die sie verachtet haben. Denn wenn ein Blut-Alpha seine Frau für sich beansprucht, kniet der gesamte Wald nieder … und seine Feinde verbrennen.
Ver másJACKSONDas Büro im Rudelhaus von Silbermond roch immer nach teurem Leder, altem Bourbon und dem schweren, erstickenden Hauch der Tradition. Ich stand am bodenhohen Fenster und blickte hinaus auf die Übungsplätze, wo Sarah eine Gruppe junger Krieger anführte. Sie war schlank, schnell und sah genau so aus, wie eine Luna auszusehen hatte. Sie war der »silberne Pfeil«, den ich meinem Rudel versprochen hatte – ein Symbol für Geschicklichkeit und Vollkommenheit.Warum fühlte sich die Stille in diesem Raum dann wie ein körperliches Gewicht auf meiner Brust an?Ich schenkte mir ein weiteres Glas Bourbon ein, die bernsteinfarbene Flüssigkeit glänzte im Mondlicht. Ich hatte alles richtig gemacht. Ich hatte Darlene zurückgewiesen – eine Frau, deren Kurven mich ständig an eine Weichheit erinnerten, die mein Rudel nicht brauchte. Eine Heilerin, die nicht einmal richtig verwandeln konnte, war eine Belastung, keine Gefährtin. Mein Volk brauchte Stärke, nicht »zu viel« von allem, was nicht in die Fo
DARLENEDer Rückweg zur Blutfestung fühlte sich anders an als das verzweifelte Kriechen, das mich vor nur wenigen Tagen in dieses Land gebracht hatte. Das Obsidianmesser, noch warm von der Berührung mit Silas’ Fleisch, wirkte wie eine lebendige Verlängerung meiner eigenen Hand. Jeder Schritt auf dem zerklüfteten Bergpfad war fest, getragen von dem Gewicht eines Sieges, von dem ich in Silbermond niemals zu träumen gewagt hätte. Ich war nicht mehr nur Darlene die Heilerin; ich war eine Frau, die ihrem Raubtier ins Auge geblickt und zugesehen hatte, wie es zuerst zurückwich.Eryx ging neben mir, seine Gegenwart war eine riesige Mauer aus Wärme und kraftvoller, sturmgeborener Ausstrahlung. Er sprach nicht, doch ich spürte, wie sein Blick Löcher in meine Seite brannte. Es war nicht jener kalte, richtende Blick, mit dem Jackson meinen Wert bemessen hatte; es war etwas Urwüchsiges, eine räuberische Stolz, der meine Haut vor Elektrizität kribbeln ließ – und das hatte nichts mit Angst zu tun.
DARLENEDer Morgen fand mich mit vor Schmerz schreienden Muskeln – doch mein Geist war klarer als je zuvor. Eryx hatte mich mit dem ausdrücklichen Befehl, mich auszuruhen, in der Krankenstation zurückgelassen, doch die Stille der Steinmauern erstickte mich. Ich musste mich bewegen. Ich musste spüren, dass der Boden unter meinen Füßen mir gehörte – nicht weil ein Alpha es mir erlaubte, sondern weil ich selbst die Kraft hatte, ihn zu betreten.Ich schwang die Ledertasche über die Schulter und befestigte das Obsidianmesser an meinem Oberschenkel. Das Gewicht der Waffe erinnerte mich ständig daran: Ich war nicht mehr die Wölfin, die sich hinter Ringelblumenblüten versteckte. Ich verließ die Festung durch das Westpförtchen und umging die Hauptpatrouillen. Mein Ziel war das Flüsternde Gestrüpp, ein dichter Waldbereich, wo das Blutmoos wuchs – unerlässlich für die tiefen Wunden, die die Krieger von der Grenze mitbrachten.Ich ging eine Stunde lang und nutzte die Schleichtechniken, die Eryx m
DARLENE Die frühe Morgenkälte in den Gebieten der Blutwölfe war nicht nur eine Frage des Klimas; sie war eine körperliche Gegenwart, die bis ins Mark drang und dich jede Sekunde daran erinnerte: Hier hat die Natur kein Erbarmen mit den Schwachen. Eryx hatte mich geweckt, bevor der erste Sonnenstrahl die Granitgipfel berührte, und mich mit einem einzigen knurrenden Befehl aus den warmen Fellen gezogen: »Beweg dich.« Wir schwiegen, während wir einen steilen Pfad entlanggingen, der eine Schlucht säumte. Meine Lunge brannte vor der dünnen Luft dieser Höhe, und meine Oberschenkel – jene, die Jackson immer mit Verachtung betrachtet hatte – arbeiteten hart, um mich auf dem lockeren Stein aufrechtzuerhalten. Eryx ging vor mir und bewegte sich mit der Geschmeidigkeit eines Schattens. Seine breiten Schultern und sein tätowierter Rücken spannten sich bei jedem Schritt, und ich konnte nicht anders, als das Spiel seiner Muskeln unter der Haut anzusehen. »Hast du genug gestarrt, kleine Wölfin, o











