INICIAR SESIÓNDevlins SichtMeine Knie gaben nach, sobald sich die schweren Türen der Versammlungshalle schlossen.Das Adrenalin, das meinen Rücken vor Thorne und den feindseligen Alphas noch so steif gehalten hatte, verflog und hinterließ ein kaltes, hohles Zittern. Kaelen fing mich sofort auf, sein kräftiger Arm schlang sich um meine Taille, während er mich die Granitstufen hinunter zum Konvoi zog.„Devlin.“Der Ruf kam von hinten, tief und rau.Ich blieb auf der untersten Stufe stehen. Kaelen hielt neben mir inne, sein Kiefer verkrampfte sich, seine ganze Haltung veränderte sich. Doch er zog mich nicht weiter und sagte mir auch nicht, ich solle es ignorieren. Er gab mir Raum, mich umzudrehen.Jason stand im Schatten der Steinsäulen, den Mantel aufgeknöpft, die Hände in den Taschen. Der Rat hatte sich aufgelöst, bevor er über seinen Titel entscheiden konnte, doch die Veränderung in ihm war bereits in seiner Haltung erkennbar. Der unantastbare Erbe von Red Moon war fort und hatte einen Mann zurück
Devlins SichtJasons Worte hallten in der Stille der Halle wider.„Nimm den Titel. Ich will ihn nicht mehr.“Meine Brust schnürte sich zusammen, ein stechender Schmerz durchfuhr mich, sodass sich meine Hand unwillkürlich in das glatte Holz des vorderen Geländers krallte. Wie konnte ein Mann eine ganze Beziehung lang zulassen, dass seine Familie meine Würde zerstörte, um seinen Rang zu schützen, nur um diesen Rang jetzt wegzuwerfen? Warum brauchte es bewaffnete Wachen, einen Raum voller feindseliger Anführer und die Wahrheit, die endlich ans Licht kam, damit er den Mut fand, sich ihnen entgegenzustellen?Mein Wolf regte sich unruhig unter meiner Haut, die uralte goldene Hitze kochte in meiner Brust. Ich hasste es, dass unter dem Zorn und dem Schmerz ein stiller Respekt vor dem lag, was Jason gerade getan hatte.Neben mir rührte sich Kaelen nicht. Er höhnte nicht und lachte nicht. Er stand da, den Blick fest auf Jason gerichtet, sein Gesichtsausdruck ernst. Er verstand genau, was gerade
Jasons SichtDer Anführer der Wachen hob sein Gewehr und zielte direkt auf mich, doch ich wich keinen Zentimeter zurück.Ich stemmte mich mit den Stiefeln gegen den Teppich, meine Brust hob und senkte sich, als ich mich mit meinem ganzen Körper zwischen die Wachen und Devlin stellte. Riven war direkt unter meinen Rippen, knurrte wütend und versuchte, meine Haut aufzureißen, um die Männer vor uns zu erreichen. Ich hatte weder Waffe noch Rüstung oder meinen Rucksack hinter mir.Wenn sie heute jemanden ausschalten wollten, dann mich.„Zurück, Junge!“, bellte der Anführer der Wachen, sein Finger umklammerte den Abzug seiner Pistole fester.Bevor die Wache erneut Luft holen konnte, erschütterte eine unsichtbare Kraft den Flur.Es war nicht der übliche Alpha-Druck. Es war die rohe Autorität des Alpha-Königs. Das Holz ächzte unter unseren Stiefeln, die Lampen klapperten in ihren Halterungen, als Kaelen um Devlin herumtrat. Seine grünen Augen blitzten vor Dominanz, seine Autorität erfüllte de
Devlins SichtDie Halle versank im Chaos. Vierzig erwachsene Männer schrien von den Rängen herab, während Jason anderthalb Meter von mir entfernt wie angewurzelt dastand.Sein Atem ging schwer und unregelmäßig, seine Brust hob und senkte sich unter seiner dunklen Jacke. Er blickte weder die Menge noch seinen Vater an. Sein Blick ruhte auf den Holzdielen, seine Hände zu festen, blutleeren Fäusten geballt, und er wartete auf die Strafe, die der Rat ihm als Nächstes auferlegen würde.Wie sollte ich atmen, während er direkt neben mir stand?Wie konnte ich zusehen, wie Jason die Schuld für vier Jahre Elend auf sich nahm, während meine Brust mir zuschrie, ihn zu berühren? Was sollte ich mit diesem widerlichen Knoten in meinem Magen anfangen, der ihn gleichzeitig an sich ziehen und hassen wollte? Und wie konnte ich neben Kaelen stehen und die beständige Wärme eines anderen Gefährten spüren, die meiner Seele Halt gab, während der Mann, der mir das Herz gebrochen hatte, vor allen anderen stand
Jasons SichtDer Lärm im Ratssaal war ohrenbetäubend. Die Alphas standen auf und schrien durcheinander. Ich saß in der zweiten Reihe, die Hände so fest um die Armlehnen geklammert, dass der Lack knarrte.Meine Knöchel waren blass, meine Schultern steif, und meine Brust fühlte sich schwer an, als wäre sie mit einem Messer aufgeschnitten worden. Neben Charles im Flur sitzend, wusste ich, dass ich keinerlei Autorität mehr besaß. Mein Vater hatte die ganze Woche damit verbracht, mir meine Berechtigungen zu entziehen, die Ältesten ignorierten meinen Schreibtisch, und die Rudelkrieger tuschelten, dass ein Alpha, der seinen Haushalt nicht im Griff hatte, gar kein Alpha mehr war.All das war bedeutungslos, sobald Devlin durch die Tür trat.Ich war mit 145 km/h die Bergstraße hinaufgefahren, nur um ihr Gesicht wiederzusehen. Ich musste wissen, dass sie atmete, sehen, dass sie nicht im Veyrith-Territorium verhungert oder verblutet war. Doch sie jetzt unter den strengen Blicken des Rates zu sehe
Devlins SichtAls Kaelan den Geländewagen auf den Parkplatz der Ratsloge lenkte, war dieser voller regionaler Alphas, ihrer Vollstrecker und Sicherheitskräfte aus den Rudeln des gesamten Werwolfgebiets. Niemand unterhielt sich oder rauchte gemütlich neben seinen Fahrzeugen. Sobald unsere Reifen den Schotter berührten, drehten sich alle Köpfe um, ihre Körper versteiften sich, als sie Kaelans Erkennungsmarken erkannten und die rohe Kraft seines Wolfes spürten, die vom Motor ausging.Sie alle fürchteten sich davor, was ihnen der heutige Tag kosten würde.Die Auseinandersetzung am Fluss hatte Thornes saubere Geschichte zunichtegemacht und die regionalen Rudel tief gespalten. Einige der südlichen Alphas hatten bereits drinnen Platz genommen, bereit, jedes Papier zu unterschreiben, das Thorne ihnen hinhielt, um ihr Territorium zu schützen. Doch die anderen zögerten, blickten sich ängstlich um, als könnte jeden Moment ein Feuergefecht ausbrechen, und fürchteten sich davor, einem lebenden Tit







