LOGINPriscas POV**
Ich war auf meinem Bett, weinte und packte meine Sachen zusammen. Ich hatte nicht erwartet, dass mein Leben so enden würde. Meine Welt fiel in Stücke, und alles, was ich hatte, war ein gebrochenes Herz und ein Körper, den ich nach dem, was passiert war, selbst kaum wiedererkannte.
Ich ging in den Wald und drehte mich um, um einen Ort zu bewundern, den ich einst mein Zuhause nannte. Tränen fielen aus meinen Augen, denn selbst wenn ich dort nicht anerkannt war, hatte ich zumindest ein Zuhause.
Ich begann eine Reise, von der ich nicht sicher war, ob ich sie überleben würde: Ich versuchte unter Felsen zu schlafen, versuchte Holzfeuer zu entfachen, um die Kälte zu vertreiben, jagte nach Essen im wilden Wald unter Tieren.
Nach Wochen im Wald wachte ich an einem kalten Morgen krank und schwach auf. Meine Lippen waren trocken. Ich konnte nicht aufstehen, aber ich spürte den plötzlichen Drang, mich zu übergeben. Mit letzter Kraft drehte ich meinen Kopf weg von meiner Kleidung und erbrach mich.
Ich wusste nicht, was ich erwarten sollte – ob ich krank war oder Allergien gegen die Wetterbedingungen hatte. Ein Gedanke daran, schwanger zu sein, begann in meinem Kopf zu wachsen. Aber ich war noch nie schwanger gewesen, also wusste ich nicht, wie sich eine frühe Schwangerschaft anfühlen würde. Ich fühlte mich weiterhin schwindelig und schwach, der Geruch der Bäume wurde für mich unerträglich. Meine Brüste wurden empfindlich und geschwollen, und ich musste ständig urinieren.
Ich sammelte alle Kraft, die ich konnte, stand auf, packte meine Sachen und bewegte mich in Richtung eines Wasserfalls, um mein Gesicht zu waschen. Dann hörte ich die Vögel singen. Dieselben Geräusche, die Alexandra, mein Ex, morgens gerne hörte. Ich erinnerte mich daran, wie er meine Hände hielt und mir sagte, ich solle auf die Vögel hören, weil das die Seele beruhige.
Mich an jeden Moment zu erinnern, den wir zusammen teilten, machte mich noch schwächer. Er versprach, mich nie zu verlassen, die Gelübde, die wir leisteten, und die Träume, die wir gemeinsam hatten. Doch er ließ mich ganz allein, ohne Erklärung. Die Versprechen und Pläne, die wir füreinander hatten, wurden für nichts zerstört, nachdem ich ihm meine Zeit und Liebe gegeben hatte.
Darüber nachzudenken, wie alles passierte, gab mir das Gefühl, nur ein Werkzeug für immenses Vergnügen und nichts weiter zu sein.
Ich riss mich schnell aus meinen Gedanken, als ich meinen Kopf beugte, um wieder zu erbrechen. Ich versuchte, es zu unterdrücken, denn ich konnte nicht mitten im Wald ganz allein krank sein. Das war ein fremdes Leben für mich. Wie sollte ich zurechtkommen und durchhalten? Jeder Gedanke in meinem Kopf drehte sich darum, wie ich in den Wäldern überleben und ein neues Zuhause finden könnte.
Ich bemerkte, dass meine Periode ausgeblieben war, ich wurde aufgebläht und hatte schreckliche Kopfschmerzen. Ich wusste nicht, in welchem Zustand ich war; alles, worum ich beten konnte, war zu überleben.
Ich setzte meine Reise mit Hunger fort, versuchte eine Falle zu stellen, um ein kleines Tier zu jagen, damit ich essen konnte. Ich wurde von einer Bremse gestochen, mir wurde schwindelig, und ich fiel sofort auf die Knie und wurde ohnmächtig.
Ich wachte schwach und benommen auf und sah, dass meine Falle eine kleine Antilope gefangen hatte. Ich versuchte mich aufzuraffen, während ich mich auf die Falle zubewegte, die ich zuvor aufgestellt hatte. Ich wollte zu diesem Zeitpunkt nur essen. Ich konnte mir nichts aussuchen; ich musste nur am Leben bleiben, um meine Reise fortzusetzen. Als ich die Antilope in den Händen hielt, konnte ich nicht warten. Ich nahm einen großen Bissen, das Blut lief mir über das Gesicht. Es war mir egal; ich wollte nur überleben.
Ich schlief ein, nachdem ich so viel wie möglich gegessen hatte. Es war mir egal, wie heruntergekommen ich aussah oder wie sehr ich roch. Ich war krank, und alles, woran ich denken konnte, war nur zu überleben.
Tage vergingen auf meiner Reise im Wald, und mein Appetit auf Essen wuchs. Der Geruch der verwesenden Blätter ließ mich erbrechen. Ich wurde nach kleinen Anstrengungen müde, ganz allein, niemand, mit dem ich reden konnte. Ich hatte Fragen wie: „Was ist mit mir los? War ich krank oder verflucht? Werde ich sterben?“
Ich hatte all diese Fragen, aber niemand war da, um mir eine Antwort zu geben.
An einem Punkt auf meiner Reise begann ich anzuschwellen. Der Gedanke, schwanger zu sein, begann in meinem Kopf zu wachsen. Mein Körper hatte sich verändert, ich war immer hungrig, mein Appetit wuchs. Die Jagd wurde zu einem Problem für mich, es gab keine Kraft mehr, sich zu bewegen, um Essen zu bekommen. Meine Rücken- und Taillenschmerzen wurden zu einem Problem ohne Hilfe; alles, was ich hatte, war ich selbst, die Vögel im Gebüsch und einen Stock, den ich benutzte, um zu laufen.
Mein Bauch wurde groß, ich fing an, gebeugt zu gehen, mit der Hand an der Taille als Stütze. Zu diesem Zeitpunkt glaubte ich, schwanger zu sein, weil ich die Form einer schwangeren Frau hatte.
Ich musste im Wald einen Ort finden, den ich Zuhause nennen konnte, eine Höhle auf einem Berggipfel, damit ich in der Nähe des Mondes bleiben konnte. Die Brise war sanft und ruhig, es war leicht, den Wald klar zu sehen, und der Mond beruhigte mein Baby. Er würde nicht treten oder mir Unbehagen bereiten, wenn es Nachtzeit war.
Am Fälligkeitsdatum, in der Nacht des Vollblutmondes, hatte ich einen unerwarteten Blasensprung, und ich wusste, dass das Baby kommen würde. Der Schmerz der Wehen, den ich noch nie zuvor erlebt hatte, war sehr intensiv. Ich zog an meinen Haaren, während ich um Hilfe schrie, aber niemand war in der Nähe. Ich hatte das Gefühl, ich müsste koten, ich drückte ständig auf meinen Bauch und zwang mich, zu drücken, als der Kopf meines Babys herauskam und es einen Schrei ausstieß. Ich drückte weiter, bis es herauskam, und ich trug es, sah diesen kleinen Menschen in meinen Händen, zitternd und weinend. Ich zog ihn an meine Brust, während ich ihn mit meiner Kleidung einwickelte, und Tränen liefen mir über die Wangen.
Als ich diesen kleinen Menschen ansah, den ich gerade auf die Welt gebracht hatte, und die Umgebung, in der ich geboren hatte, brach mein Herz, während ich vor Schmerzen schrie.
Prisca stand Lucas gegenüber und weigerte sich, sich zu bewegen, obwohl die Dunkelheit sich weiterhin über seinen Körper ausbreitete.Die Luft um ihn herum war schwer geworden. Schwarze Linien aus uralter Energie krochen unter seiner Haut entlang, während seine goldenen Augen zwischen ihrer vertrauten Wärme und etwas Kaltem und Fremdem hin und her flackerten.Das Hollow One kämpfte noch immer um die Kontrolle.Hinter Prisca hielten die Wölfe ihre Positionen. Sie waren nicht bereit, die Freiheit aufzugeben, für die sie so hart gekämpft hatten. Einige hatten Angst, andere waren erschöpft, doch niemand wandte sich ab.Lucas senkte den Kopf.„Halte dich von mir fern, Prisca.“Seine Stimme klang angestrengt, als würde jedes Wort einen Kampf gegen etwas erfordern, das tief in ihm verborgen lag.Prisca schüttelte den Kopf.„Nein.“„Du verstehst nicht, was hier geschieht.“„Dann erklär es mir“, erwiderte sie. „Denn ich habe viel zu lange dabei zugesehen, wie du Entscheidungen für alle um dich
Die Wölfe wagten es nicht, sich zu bewegen.Lucas stand vor ihnen. Sein Arm war von Dunkelheit überzogen, und in seinen Augen lag eine seltsame Leere, die Prisca noch nie zuvor gesehen hatte. Die Stimme, die durch ihn gesprochen hatte, versteckte sich nicht länger. Mit jedem Augenblick wurde sie stärker.Prisca blickte auf die Wölfe, die sich um sie versammelt hatten.Einige von ihnen hatten Lucas einst treu gedient. Andere hatten an seiner Seite gekämpft, als die Schlachten ihre Welt beinahe zerstört hätten. Sie alle wussten, wozu er fähig war, aber sie kannten auch den Mann, der er gewesen war, bevor die Dunkelheit begann, ihn zu verändern.„Wir können nicht länger hier stehen und so tun, als wäre nichts geschehen“, sagte Prisca.Ein älterer Wolf trat vor.„Was erwartest du von uns? Er ist immer noch unser Alpha.“„Das weiß ich“, antwortete Prisca. „Und genau deshalb ist es so schwer. Aber ihm blind zu folgen, wird ihn nicht retten.“Ein anderer Wolf senkte den Kopf.„Wenn wir uns g
Prisca konnte spüren, wie er ihr entglitt.Es war nichts, was sie mit ihren Augen sehen konnte, aber sie fühlte es tief in ihrem Herzen. Die Verbindung, die sie mit ihrem Sohn teilte, wurde immer schwächer, und mit jedem Augenblick wurde es schwieriger, ihn zu erreichen.Sie stand vor der seltsamen Öffnung, die durch die Erinnerungen Tausender Wölfe entstanden war. Das Licht darin flackerte und zeigte Bruchstücke unzähliger Leben. Irgendwo hinter diesem Licht war ihr Sohn noch immer im Hollow One gefangen.Und er begann zu vergessen, wer er war.„Er verliert sich selbst“, flüsterte Prisca.Mira stand neben ihr und beobachtete die instabile Öffnung.„Kannst du ihn noch einmal erreichen?“Prisca antwortete nicht sofort. Sie wusste, was es sie kosten würde. Als sie das letzte Mal versucht hatte, ihren Sohn zu erreichen, hatte sie gespürt, wie die Dunkelheit an ihrer Kraft zerrte. Es hatte ihr mehr genommen, als sie zugeben wollte.Doch dieses Mal war es anders.Sie konnte es sich nicht l
Im Bewusstsein des Hollow One war die Dunkelheit kaum noch von der Wirklichkeit zu unterscheiden.Lucas’ Sohn wusste nicht mehr, wie lange er sich schon dort befand. Die Zeit hatte ihre Bedeutung verloren. Erinnerungen tauchten um ihn herum auf und verschwanden wieder wie die Bruchstücke eines zerbrochenen Spiegels. Jede einzelne enthielt Teile eines Lebens, das er langsam vergaß.Er erinnerte sich an das Gesicht seines Vaters, doch die Einzelheiten wurden immer undeutlicher. Er erinnerte sich an die Stimme seiner Mutter, aber er konnte sich kaum noch daran erinnern, wie sie klang.Er blickte auf seine Hände hinunter.Für einen Moment konnte er sich nicht einmal mehr an seinen eigenen Namen erinnern.Angst breitete sich in ihm aus.Er hatte so hart darum gekämpft, an sich selbst festzuhalten, doch das Hollow One nahm ihm weiterhin Stück für Stück seine Erinnerungen. Jede Erinnerung, die er verlor, machte die Dunkelheit stärker.Dann hörte er etwas durch die endlose Stille.Seinen Name
Die Dunkelheit verschwand nicht, nachdem das Hollow One seine Frage gestellt hatte.Stattdessen verwandelte sie sich langsam in etwas Wunderschönes.Lucas’ Sohn stand mitten in einer Welt, die vom Leid unberührt schien. Der Himmel war hell, die Luft war warm, und das Land erstreckte sich endlos unter dem goldenen Sonnenlicht.Es gab keine Anzeichen von Krieg.Keine zerstörten Dörfer.Keine verängstigten Wölfe, die sich vor Feinden versteckten.Überall, wohin er blickte, sah er Frieden.Das Hollow One stand einige Schritte entfernt und beobachtete seine Reaktion.„So könnte deine Welt aussehen“, sagte es.Lucas’ Sohn schwieg.Eine Gruppe Kinder rannte lachend an ihm vorbei. Ihre Eltern beobachteten sie von der Seite, ihre Gesichter voller Glück.Er erkannte einige der Familien.Sie gehörten zu Blutlinien, die während der alten Kriege verschwunden waren.Andere waren Wölfe, die er bereits in den Erinnerungen innerhalb des Hollow One gesehen hatte.Sie lebten hier.Nicht als Bruchstücke
Die Dunkelheit hatte Aethan vollständig verschlungen.Lucas’ Sohn stand allein da, umgeben von den verblassenden Überresten der Erinnerungen, die einst Tausenden vergessenen Seelen gehört hatten.Er konnte Aethans Warnung immer noch hören.Sein Vater wurde zu dem Tor, durch das das Hollow One in die Welt der Lebenden gelangen wollte.Doch bevor er zurückkehren konnte, musste er verstehen, warum diese uralte Macht überhaupt erschaffen worden war.Er wandte sich der Dunkelheit zu.„Zeig dich.“Mehrere Sekunden lang geschah nichts.Dann erreichte ihn Aethans Stimme.„Wenn du verstehen willst, was geschehen ist, musst du den Anfang sehen. Nicht die Erinnerungen, die die Sieben die Welt glauben ließen, sondern die Wahrheit, die sie begraben haben.“Ein helles Licht erschien vor ihm.Die Umgebung veränderte sich.Er fand sich in einem wunderschönen Tal wieder.Der Himmel war klar, die Flüsse flossen friedlich, und Wölfe verschiedener Blutlinien gingen ohne Angst miteinander um.Es war eine
**POV**Ich stand vor dem Fenster und blickte hinaus. Wie erwartet war das Rudel in heller Aufregung und beschäftigt. Kinder spielten, Leute liefen im Rudelhaus ein und aus. Neue Gefährten hielten Händchen und kicherten miteinander. Es war der Tag der Paarung, der nur einmal im Jahr stattfand.Trau
Lucas POV**Ich war so unruhig. Traurigkeit und Wut wurden zu einem Parfüm für mich. Ich trank bis zur Besinnungslosigkeit und fing an, jeden Wächter anzuschreien, der in meine Nähe kam. Ich fragte mich jedes Mal: „Warum musste ich mich mit einer Omega paaren? Warum hat die Mondgöttin beschlossen,
**POV**Die Wachen wickelten mich wie ein Stück Lumpen ein und ließen mich vor dem Alpha knien. Bis dahin hatten sich die Flüstereien und Gerüchte, dass ich seine Gefährtin sei, bereits in der Halle verbreitet. Sie warteten darauf, was er tun würde.Er hob mein Kinn mit der Gabel, die er hielt, und
Die zweite Ratssitzung fühlte sich anders an in dem Moment, in dem Prisca den Saal betrat.Nicht, weil sich der Raum verändert hatte.Sondern weil sie es getan hatte.Sie ging nicht mehr langsam hinein.Sie blieb nicht mehr am Eingang stehen.Sie scannte den Raum nicht wie jemand, der darauf wartet







